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Spuren der Römer

Die Besiedlung des Mechernicher Stadtgebietes begann bereits in der Altsteinzeit vor etwa 200.000 Jahren. Neben den Relikten aus dieser Zeit haben die Römer Zeugnisse hinterlassen, die in Ihrer Fülle und Qualität kaum zu überbieten sind. Vom Jahre 58 v. Chr. an eroberten sie unter ihrem Feldherren, G.J. Caesar, Germanien. Ein gut ausgebautes Straßennetz, das heute teilweise noch vor Ort nachvollzogen werden kann, ermöglichte eine schnelle Versorgung mit Lebensmitteln, Waffen und Soldaten. Mit dem Bau der Eifelwasserleitung von Nettersheim nach Köln, dem Römerkanal,  wurde zudem die Trinkwasserversorgung der Truppen in der Colonia Claudia Ara Agrippiniensium (dem heutigen Köln) sichergestellt. Diese Wasserleitung, vermutlich Ende des ersten Jahrhunderts n.Chr. erbaut, zählt zu den größten römischen Bauten diesseits der Alpen – und sie verläuft mit einer Strecke von mehr als 25 km durch das Mechernicher Stadtgebiet!

Hier erhalten Sie an zahlreichen Ausgrabungsstätten und Bauwerken einen lebendigen Eindruck von der Zeit vor unserer Zeit.

Erlebnisraum Römerstraße                 

Erlebnisraum Römertraße
Erlebnisraum Römertraße (Foto: P.Gawandtka)
Das mit EU- und Landesmitteln geförderte Projekt Erlebnisraum Römerstraße | Agrippastraße - Via Belgica lässt seit 2014 die römische Fernstraße im Rheinland wieder ,,erfahrbar" werden. Die hiesigen Abschnitte der Agrippastraße (von Köln nach Lyon) und der Via Belgica (von Köln nach Boulogne-sur-Mer an der Atlantikküste) werden für die Zukunft gesichert und für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht. Auf einer Rad- und Wanderroute, die auf oder nahe am historischen Verlauf der beiden Staßen führt, tauchen die Gäste in den Erlebnisraum ein. Einer der "Mansio" genannten´Rastplätze an der Strecke befindet sich in Mechernich-Eicks. Die Mansiones dienen als Rast-, Informations- und Umsteigeplatz. Mehr als 100 Informationstafeln an den Sehenswürdigkeiten entlang der Route erschließen sowohl die römische Besiedlung als auch Denkmäler jüngerer Zeit; vier Informationszentren in Köln, Blankenheim/Nettersheim, Jülich und Herzogenrath bieten vertiefende Informationen.  Via Aggrippina

Weitere Infos unter www.erlebnisraum-roemerstrasse.de



Förderer und Beteiligte:

     


Römische Brunnenstube bei Kallmuth

Foto: Gudrun Klinkhammer, Kölner Stadtanzeiger
Foto: Gudrun Klinkhammer, Kölner Stadtanzeiger
Die große römische Quellfasssung, 1957 rekonstruiert, liegt etwa 700m östlich von Kallmuth. Die Brunnenstube misst 5,8 X 3,5m und ist fast 3m tief in das anstehende Kalkgestein eingelassen. In den Ecken schwere Blöcke mit Einlässen für das Wasser, ein weiterer derartiger Block ist in der Mitte der Langseite eingebaut. Das Quellwasser konnte durch die torartigen Öffnungen in den Sandsteinblöcken sowie durch die mörtellos gesetzten Stürze und Bögen in das Becken eindringen.


Die Kallmuther Brunnenstube speiste die Wasserleitung nach Köln, bevor weitere Strecken - z.B. in Richtung Urft ausgebaut waren.

Die römische Brunnenstube. Foto: Gabriele Schumacher
Die Römische Brunnenstube bei Kallmuth. Foto: Gabriele Schumacher
Der in den fünfziger Jahren errichtete Schutzbau der römischen Brunnenstube wurde in diesem Jahr umfangreich saniert. Die Brunnenstube kann nun durch Gitteröffnungen von außen besichtigt werden; gleichzeitig wird das Objekt selbst geschützt und durchlüftet. 
Gruppen können auf Anfrage auch die Brunnenstube von innen besichtigen.
Bitte nehmen Sie hierzu Kontakt zum Kallmuther Ortsvorsteher, Herrn  Robert Ohlerth, E-Mail:  r-ohlerth@t-online.de oder Tel.: 02484-1331 auf.
Als Kaution für die Entleihe des Schlüssels wird ein Betrag von 50,- EUR erhoben.

Fachkundige Wanderungen mit Führung in der Brunnenstube  können beim  Naturzentrum Nettersheim gebucht werden.

Mit dem PKW erreichen Sie die Römische Brunnenstube aus Richtung Köln kommend über die Autobahn A 1, Abfahrt Bad Münstereifel/Mechernich, links Richtung Mechernich, nach ca. 1,5 km links abbiegen auf die Bundesstrasse B 477 in Richtung Blankenheim, im Ort  Eiserfey rechts in Richtung Vollem abbiegen, weiter geradeaus, ca. 1,5 km hinter Vollem auf der linken Seite. Aus der Region Eifel/Aachen fahren Sie über die Bundesstrasse B 477 durch Mechernich, ca. 1 km hinter Mechernich rechts der B 477 in Richtung Blankenheim folgen. Dort weiter wie oben.

Auf dem ausgeschilderten Römerkanalwanderweg können Sie von hier aus weiter nach Nord-Osten zum Römischen Sammelbecken Eiserfey oder nach Süden zur Aquäduktbrücke Vollem wandern.

Römisches Sammelbecken in Eiserfey


Foto: Rudi Mießeler

In Eiserfey vereinigte sich die von Kallmuth/Urfey kommende Leitung mit dem von den Hausener Benden bei Dreimühlen herführenden Leitungsstrang.
In Eiserfey, an der Hauserbachstraße, gegenüber der Einmündung der Vollemer Straße, liegt das ehemalige Sammelbecken für die Wasser dieser Leitungen. Dieses Becken mit einem Durchmesser von 3,05 m war bei den Ausgrabungen im Jahre 1959 in gutem Erhaltungszustand angetroffen worden. Hier begann die Hauptleitung in Richtung Köln.

Der Eiserfeyer Dorfbevölkerung und der Stadt Mechernich ist es zu verdanken, dass im Jahre 2005 in Eigenleistung und unter Mitwirkung des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege dieses einmalige Zeugnis römischer Wasserleitungsarchitektur ausgegraben und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Heute kann das Denkmal, das mit einer Schutzhütte überbaut wurde, jederzeit besichtigt werden.

Mit dem PKW erreichen Sie das Römische Sammelbecken aus Richtung Köln kommend über die Autobahn A 1, Abfahrt Bad Münstereifel/Mechernich, links Richtung Mechernich, nach ca. 1,5 km links abbiegen auf die Bundesstrasse B 477 in Richtung Blankenheim, im Ort Eiserfey gegenüber dem Abzweig nach Vollem befindet sich auf der linken Seite die Ausgrabungsstätte. Aus der Region Eifel/Aachen fahren Sie über die Bundesstrasse B 477 durch Mechernich, ca. 1 km hinter Mechernich rechts der B 477 in Richtung Blankenheim folgen. Dort weiter wie oben.

Wandern Sie von hier aus auf dem ausgeschilderten Römerkanalwanderweg weiter nach Süden zur Römischen Brunnenstube bei Kallmuth oder nach Norden zum Römischen Aquädukt in Vussem.


Aufschluss der Römischen Wasserleitung bei Eiserfey

Unmittelbar an der Straße „Am Römerkanal“ ist ein Anschnitt der Hauptleitung der Eifelwasserleitung nach Köln zu besichtigen.  Hier kann man sehr anschaulich ein Stück Kanal erfahren und erleben.

Aquädukt in Vussem

Aquädukt in Vussem
Foto: Sabine Wahlen
Bei Vussem hat das Veytal eine Breite von über 70 m, ist mit steilen Hängen versehen und in zwei Schluchten gespalten.
Diesen Einschnitt überbrückten die Römer beim Bau der Wasserleitung nach Köln durch Bogenwölbungen. Insgesamt standen hier ehemals zehn bis zwölf freitragende Pfeiler. Durch Grabungen wurden die Grundmauern von zwei Pfeilern nachgewiesen und 1958 untersucht. Drei Pfeiler mit dem dazugehörigen Leitungsabschnitt wurden 1959 rekonstruiert.

Den römischen Aquädukt erreichen Sie mit dem PKW aus Richtung Köln kommend über die Autobahn A 1, Abfahrt Bad Münstereifel/Mechernich, links Richtung Mechernich, nach ca. 1,5 km links auf die Bundesstraße B 477 nach Breitenbenden abbiegen, der Straße folgen bis Vussem, im Ort vor einer leichten Rechtskurve links in die Straße Holzheimer Weg, dritte Möglichkeit rechts in die Titusstraße abbiegen, am Ende befindet sich der Aquädukt sowie der Parkplatz. Aus der Region Eifel/Aachen fahren Sie über die Bundesstrasse B 477 durch Mechernich, ca. 1 km hinter Mechernich rechts der B 477 in Richtung Blankenheim folgen. Dort weiter wie oben.

Wandern Sie von hier aus auf dem ausgeschilderten Römerkanalwanderweg weiter nach Süden zum Römischen Sammelbecken in Eiserfey oder nach Norden zur Kanalmeisterei bei Breitenbenden.


Kanalmeisterei bei Breitenbenden

Kanalmeisterei Breitenbenden
Die Kanalmeisterei bei Breitenbenden gehört, zu den zahlreichen Archäologischen Relikten, die in den vergangenen fünf Jahren von der Stadt Mechernich saniert wurden. Foto: Sabine Wahlen

Im Nordhang des Krebsbachtales finden wir im Verlauf der Eifelwasserleitung außergewöhnlich zahlreiche Einstiegsschächte vor. Das mag mit geologischen Problemen zusammenhängen, die den Bau der Leitung möglicherweise erschwert haben. Die Schächte dienten dem Einstieg von Inspektoren und Reparaturtrupps.

Die Zweckbestimmung des kleinen Gebäudes, dessen Reste mit Treppenzugang südlich dieses Leitungsaufschlusses zu sehen sind, ist nicht klar zu deuten. Möglicherweise handelte es sich um einen Kellerraum, der zu den nördlich der Wasserleitung liegenden römischen Gebäuden gehört haben könnte, oder aber um die Reste eines dem Schutz der Wasserleitung dienenden kleinen Tempelchens.

Die Ausgrabungsstätte erreichen Sie mit dem PKW aus Richtung Köln kommend über die Autobahn A 1, Abfahrt Bad Münstereifel/Mechernich, links Richtung Mechernich, nach ca. 1,5 km links auf die Bundesstraße B 477 nach Breitenbenden abbiegen, im Ort in einer Linkskurve schräg links in die Kreutz-Weiher-Straße abbiegen , dort links abbiegen in den Prof.-Robert-Ellscheid-Weg, am Ende des Weges parken und die restlichen Meter zu Fuß zurücklegen. Aus der Region Eifel/Aachen fahren Sie über die Bundesstraße B 477 durch Mechernich, ca. 1 km hinter Mechernich rechts der B 477 in Richtung Blankenheim folgen. Dort weiter wie oben.

Wandern Sie von hier aus auf dem ausgeschilderten Römerkanalwanderweg weiter nach Süden zum Römischen Aquädukt in Vussem oder nach Norden durch den Mechernicher Wald, in dem Sie u.a. auf Ausbruchgräben der Römischen Wasserleitung treffen.

Aquäduktbrücke Vollem

Aquäduktbrücke Vollem
Foto: Sabine Wahlen

1975 bei Straßenbauarbeiten entdeckt, wurde die kleine römische Brücke, mit der der Römerkanal über den Kallmuther Bach geführt wurde, im Jahre 1981 zu wissenschaftlichen Zwecken ausgegraben, vermessen, und wieder zugeschüttet.

Dank des ehrenamtlichen Einsatzes einiger Rentner aus dem benachbarten Ort Eiserfey kann die Aquäduktbrücke seit dem Sommer 2009 besichtigt werden. Sie wurde wieder ausgegraben und mit einem ansehnlichen Schutzbau versehen.

Die Brücke mit ca. 7,30 m Länge und 1,79 m Breite ist wahrscheinlich das einzige noch erhaltene römische Brückenbauwerk diesseits der Alpen. Mit Ihrer Hilfe gelang es, die römische Wasserleitung, von Nettersheim kommend, über das kleine Bachtal des Kallmuther Baches zu führen, von wo das qualitätvolle Wasser auf seine weitere Reise in die Colonia Agrippina, das heutige Köln, geschickt wurde.
 




 



Weitere Infos zu den Spuren der Römer erhalten Sie auch beim Freundeskreis Römerkanal e.V.


Wandern Sie auch auf den Spuren der Römer - auf dem Römerkanal-Wanderweg. Aktuelle Informationen erhalten Sie per Mausklick auf das Logo.


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Touristik-Agentur Mechernich e.V., Sabine Wahlen, Gabriele Schumacher
Telefon: 02443 / 49-4322
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