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Gewässer / Hochwasserschutz

Unwetter mit Starkregen, Hochwasser und Überflutungen

Das sollten Sie unbedingt beachten!

Jedes Hochwasser- oder Starkregen-Ereignis verläuft anders! Ziehen Sie daher keine Rückschlüsse aus alten Vorfällen und rechnen Sie mit neuen Gefahren und Risiken.
Falsches Verhalten und Unterschätzung der Situation kann immer wieder zu Unfällen führen. Im Notfall geht Menschenrettung immer vor. Sachwerte lassen sich ersetzen.
Wählen Sie den Notruf 112 nur, wenn

· Leben in Gefahr ist oder Menschen verletzt sind,
· Ihr Eigentum trotz der getroffenen Vorkehrungen geschützt werden muss oder stark beschädigt ist,
· gefährliche Substanzen, wie Heizöl oder Chemikalien ausgetreten sind!

Bei einem Unwetter kann die Feuerwehr leider nicht in allen Fällen kommen. Bei einer großen Anzahl von Notfällen kann es länger dauern, bis die Einsatzkräfte vor Ort sind.

Bewahren Sie Ruhe!
Verlassen Sie die Gefahrenzone!

Beim Unwetter im Juli lief in Bleibuir ein tiefer gelegenes Grundstück voll Wasser, auf dem sich unter anderem ein Gastank befindet. Das gestapelte Brennholz machte sich selbstständig. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress
Beim Unwetter im Juli lief in Bleibuir ein tiefer gelegenes Grundstück voll Wasser, auf dem sich unter anderem ein Gastank befindet. Das gestapelte Brennholz machte sich selbstständig. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

• Bringen Sie sich nie selbst in Gefahr!
• Verlassen Sie tiefer gelegene Räume wie Keller, Souterrainwohnungen und Tiefgaragen, da die Gefahr des Ertrinkens und eines Stromschlags bestehen!
• Meiden Sie als Fußgänger und Autofahrer überflutete Straßen, Uferbereiche sowie Unterführungen, Tunnel und sonstige tiefer liegende Bereiche!
• Suchen sie geschützte Räumlichkeiten in Ihrer direkten Umgebung auf, da die Strömung extreme Kräfte entwickeln kann! Aufgrund hoher Fließgeschwindigkeiten kann Wasser Menschen und Gegenstände mitreißen – auch bei geringen Wasserhöhen.

• Achten Sie auf Durchsagen der Polizei und Feuerwehr! Folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte!
• Verfolgen Sie die aktuelle Wetter- und Gefahrenlage über die Medien Radio oder Internet! Geben Sie diese Informationen an Ihre Familie, Nachbarn und Freunde weiter!


Unterstützen Sie Hilfsbedürftige!
• Informieren Sie hilfsbedürftige Personen wie Kinder, ältere und kranke Menschen in direkter Nachbarschaft!
• Bringen Sie diese bei Bedarf außerhalb des akut von hochwasserbedrohten Gebietes in Sicherheit oder in überflutungssichere Geschosse!
• Denken Sie auch an Nutz- und Haustiere!
• Stimmen Sie Ihre Schutzmaßnahmen mit Nachbarn und den Maßnahmen der Polizei und Feuerwehr ab. Stellen Sie beispielsweise Tauchpumpe, Notstromaggregat oder sonstige Hilfsmittel zur Verfügung!


Reagieren Sie frühzeitig bei angekündigten Hitzegewittern, Starkregenereignissen oder Überflutungen!

Einfach und wirkungsvoll: In Satzvey hatte ein Hausbewohner mit Sandsäcken seinen Lichtschacht gesichert, um das Eindringen von Wasser in den Keller zu verhindern. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Einfach und wirkungsvoll: In Satzvey hatte ein Hausbewohner mit Sandsäcken seinen Lichtschacht gesichert, um das Eindringen von Wasser in den Keller zu verhindern. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

• Schalten Sie Strom und Heizung wegen der Stromschlaggefahr in überflutungsgefährdeten Räumen ab! Drehen Sie die Haupthähne für Gas und Wasser ab!
• Entfernen Sie Fahrzeuge aus der Gefahrenzone und parken Sie diese auf Anhöhen oder in ungefährdeten Gebieten!
• Stellen Sie Ihre persönlichen Dokumente zusammen und halten Sie für eine eventuelle Evakuierung Ihr Notfallgepäck bereit!
• Laden Sie Ihr Mobiltelefon und halten Sie das Ladekabel oder einen Ersatz-Akku bereit!
• Halten Sie Sandsäcke und Schaltafeln zum Abdichten von Fenstern und Türen sowie gegebenenfalls auch Tauchpumpen und Flüssigkeitsabsauger außerhalb des Kellers bereit!


Planen Sie vorausschauend!
• Installieren Sie elektrische Versorgungseinrichtungen und Heizungsanlagen in höher gelegene Räume!
• Bewahren Sie Wertgegenstände, Wirtschaftsgüter und gefährliche Stoffe oder Chemikalien wie Lacke, Farben, Pflanzenschutzmittel nicht in gefährdeten Räumlichkeiten/Arealen auf!
• Lagern Sie Gegenstände im Keller auf vorteilhaften Stahlregalen in ausreichender Höhe!
• Sichern Sie Heizöl- und Gastanks gegen Aufschwimmen und stellen Sie gegebenenfalls die Versorgung auf Gas aus dem Netz um!
• Sorgen Sie für eine Rückstausicherung am Schmutz- und Mischwasseranschluss, was auch für den Regenwasseranschluss ratsam ist. Sorgen Sie zwei Mal im Jahr für eine Wartung und Kontrolle der Rückstausicherungen!
• Vermeiden Sie Grenzeinfassungen und sonstige Ablagerungen auf Ihrem Grundstück, die den Oberflächenabfluss und Gewässerabfluss verhindern und erschweren! Weisen Sie auch die Nachbarn auf Schwachstellen und Hindernisse hin!
• Halten Sie das Umland an Gewässern und Flutmulden von Abflusshindernissen wie Zäunen, Mauern, Holzstapeln, Ablagerungen, Aufschüttungen, usw. frei!
• Bei extremen Starkregen staut der öffentliche Kanal. Dabei strömt Wasser aus den Straßeneinläufen und Schächten aus, läuft in Richtung Tiefpunkte der Straße ab und kann diese überfluten.
• Bei Starkniederschlägen kann auch die Dach- und Hofentwässerung überlastet sein. Dies kann zu Schäden an Haus und Hof führen, gerade wenn Hagel hinzukommt und alles verstopft.
• Je nach Geländeverlauf können Sturzfluten aus Mulden, Hängen, Äckern und Waldgebieten direkt auf Ihr Haus zufließen, die Tiefpunkte am Haus überfluten, ohne dass ein Gewässer in der Nähe ist.
• Frischen Sie regelmäßig Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auf!


Ansprechpartner im Störfall

Bei Problemen mit dem Kanal (Rückstau, Überflutung):
Bereitschaft der Stadtwerke:                        0171-63 53 360

Störung der Stromversorgung
ene Kall:                                                       02441/82-0  
bzw. RWE-Westnetz:                                   0800-41 122 44

Störung der Gasversorgung e-regio:            0800/32 23 222

Störung der Wasserversorgung
Bereitschaft der Stadtwerke:                        0172-98 60 333 bzw.
Verbandswasserwerk EU:                            02251-79 150 

Festgestellte Gewässer- und Bodenverunreinigungen
Untere Wasserbehörde, Kreis Euskirchen
über die Leitstelle:                                       112

Sonstige dringende Fälle
Ordnungsamt Stadt Mechernich                  0171-63 53 348

Besonders dringende Fälle
Leitstelle Euskirchen:                                  02251-5036.


Drei unterschiedliche Hochwasserfälle

HQ häufig
Hochwasser, das schon bei geringen Niederschlägen eintritt
(alle 5-10Jahre, in der Regel nicht so relevant, da geringe Gefährdung)

HQ 100
Hochwasser, das statistisch alle 100 Jahre diese Stärke/Wasserstandshöhe/Flächenausdehnung erreicht 

HQ extrem
Hochwasser, das unter äußerst extremen meteorologischen Bedingungen und somit ganz selten statistisch Auftritt, in der Regel wird ca. alle 1000 Jahre diese Stärke/Wasserstandshöhe/Flächenausdehnung erreicht.
Diese Flächen entsprechen den größtmöglichen Überschwemmungsflächen, allerdings hat sich gezeigt, dass die Hochwasser der letzten Jahre sogar diese Marke vielerorts überschritten haben. So hat es im Stadtgebiet Mechernich sogar schon Niederschlagshöhen der Stärke eines 10.000jährigen Ereignisses in 2016 gegeben.


Hochwassergebiete / Hochwassergefahrenkarten

Karten zum Herunterladen, auch schon als PDF hinterlegt

http://www.flussgebiete.nrw.de/index.php/HWRMRL/Gebietsansicht/Erft_System
http://www.flussgebiete.nrw.de/index.php/HWRMRL/Gebietsansicht/Bleibach
http://www.flussgebiete.nrw.de/index.php/HWRMRL/Gebietsansicht/Weyer_Bach


Die Hochwasser-Karten werden von der Bezirksregierung erstellt und alle sechs Jahre aktualisiert und angepasst. Diese Karten decken die Gefahren an den Hauptgewässern ab.

Aufgrund der Zunahme der Starkregen ist davon auszugehen, dass eine Gebietsausweitung für die Karten HQ extrem unausweichlich wird.
Häuser und Bauten, die zurzeit nur an diese Hochwasserzonen angrenzen, können durch noch extremere Ereignisse geschädigt werden.
Sturzfluten und die mögliche Gefahr an Nebengewässern sind in diesen Karten nicht abgebildet.  Hierzu gibt es noch keine Kartenwerke.
Hier sollte/muss sich der Anlieger selber mit der Örtlichkeit, dem Gelände und der möglichen Gefährdung vertraut machen.




 

Weitere Informationen können Sie den untenstehenden Texten entnehmen:

Flyer Hochwasser (pdf)

Informationen zum Hochwasserschutz (pdf)

Hochwasser, Starkniederschläge und Überflutungen im Jahr 2016 (pdf)