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„Wer öss datt dann?“

Nicht gerade ein typisches Rentner-Fahrzeug: Die ehemaligen Mitarbeiter der Firma Lahmeyer bestaunten das aufwendig gestaltete Trike ihres Ex-Kollegen Hans Georg Hofmann beim Ehemaligentreffen im Kallmuther Bürgerhaus. Foto: Günter Hochgürtel/KStA/KR/pp/Agentur ProfiPress Nicht gerade ein typisches Rentner-Fahrzeug: Die ehemaligen Mitarbeiter der Firma Lahmeyer bestaunten das aufwendig gestaltete Trike ihres Ex-Kollegen Hans Georg Hofmann beim Ehemaligentreffen im Kallmuther Bürgerhaus. Foto: Günter Hochgürtel/KStA/KR/pp/Agentur ProfiPress 80 frühere Lahmeyer-Mitarbeiter schwelgten beim Rentnertreffen in Erinnerungen und identifizierten Kollegen „live“ und auf alten Fotos – Künftig regelmäßige Zusammenkünfte am 15. Mai

Mechernich-Kallmuth - „Wer öss datt dann?“, fragte ein Herr im gesetzten Alter seinen ehemaligen Kollegen, als man Bilder aus gemeinsamen Zeiten bei der Mechernicher Firma Lahmeyer betrachtete.

Erst mit Hilfe eines weiteren Ex-Mitarbeiters konnten die auf dem Foto abgebildeten Personen identifiziert werden.


Eine Szene vom Lahmeyer-Rentnertreffen im Kallmuther Bürgerhaus, wie sie die beiden im Stadtgebiet Mechernich erscheinenden Kölner Tageszeitungen schildern. Es war für den einen oder anderen der 80 erschienen früheren Kollegen nicht ganz einfach, sich untereinander zweifelsfrei zu erkennen. Manche hatten sich über die Jahre doch stark verändert.

„Unser erstes Treffen war eine tolle Sache“, resümierte Robert Ohlerth im Gespräch mit dem Redakteur Günter Hochgürtel. Der Kallmuther Ortsvorsteher war jahrzehntelang bei Lahmeyer beschäftigt und gehörte mit Günter Liebertz und Peter Flimm zu den Initiatoren des ersten Rentnertreffens des weltweit operierenden Unternehmens, das später am Standort Mechernich als Piller, Tessag und Mechatronics firmierte und firmiert.


Trafos für Arabien


Erst bei Kaffee und Kuchen, später auch bei Bier und kleinen Schnäpsen tauschten die Lahmeyer-Ruheständler Erinnerungen an das teilweise schon länger zurückliegende Arbeitsleben aus. „Bei Klaus Lehner aus Olef liegt der Renteneintritt allerdings noch gar nicht so lange zurück“, schreibt der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Ihm sind die 60-Stunden-Wochen noch gut im Gedächtnis geblieben, die er viele Jahre im Obergartzemer Zweigwerk der Firma „fahren“ musste, damit die bestellten Trafostationen rechtzeitig an die arabische Kundschaft ausgeliefert werden konnten.

„Damals hat uns das nichts ausgemacht, wenn wir auch samstags arbeiten mussten“, meinte er lachend. Unter den knapp 80 Lahmeyer-Rentnern, die den Weg nach Kallmuth gefunden hatten, befand sich auch Hans-Helmar Werk, der frühere Werksleiter.

Die „Kölnische Rundschau“ notiert: „Zur aktuellen Geschäftsführung von Mechatronics hat man ein eher unterkühltes Verhältnis, weil die Ruheständler teilweise noch im Rechtsstreit mit dem früheren Arbeitgeber wegen Pensionszahlungen stehen.“

Nicht alle „Alt-Lahmeyer“ waren mit dem normalen Pkw zum Treffen gekommen, das künftig einmal jährlich am 15. Mai stattfinden soll. Hans Georg Hofmann war mit seinem knallroten Trike vorgefahren, das natürlich schnell die Blicke seiner früheren Kollegen auf sich zog.


                                                                                                        pp/Agentur ProfiPress

                                                                                                                                                                    (7. Juli 2017)