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„Das GAT macht einen guten Job!“

Erster Beigeordneter Thomas Hambach (l.): „Ich habe von außen einen sehr guten Eindruck. Ich habe das Gefühl, hier ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen . . .“ Schulleiter Micha Kreitz: „Das ist tatsächlich so. Viele Lehrer engagieren sich weit über das notwendige Maß und nehmen auch in ihrer Freizeit gerne Zusatzaufgaben und eigene Qualifikationsmaßnahmen in Angriff.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress Erster Beigeordneter Thomas Hambach (l.): „Ich habe von außen einen sehr guten Eindruck. Ich habe das Gefühl, hier ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen . . .“ Schulleiter Micha Kreitz: „Das ist tatsächlich so. Viele Lehrer engagieren sich weit über das notwendige Maß und nehmen auch in ihrer Freizeit gerne Zusatzaufgaben und eigene Qualifikationsmaßnahmen in Angriff.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress Leistungsorientiert, weltoffen, wertschätzend: Warum das städtische Mechernicher Gymnasium Am Turmhof den Privatschulen der Region Paroli bieten kann – Ein Gespräch mit dem stellvertretenden Verwaltungschef Thomas Hambach und Schulleiter Micha Kreitz

Warum ist das Gymnasium Am Turmhof der Stadt Mechernich erste Adresse für potenzielle Abiturienten? Warum werden dennoch  Grundschüler mit Gymnasialempfehlung von ihren Eltern auf weiter entferntere Schulen geschickt? Was sind die Alleinstellungsmerkmale des Gymnasiums Am Turmhof? Was unternimmt die Stadt Mechernich, um ihr „Vorzeige-Gymnasium“ zu „pushen“ und nach vorne zu bringen?

Über diese und andere Fragen sprachen Schulleiter Micha Kreitz und der bei der Stadt Mechernich für die Schulen zuständige Erste Beigeordnete Thomas Hambach mit dem Redakteur Manfred Lang, früher „Kölnische Rundschau“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ und seit zwölf Jahren selbständig mit der Agentur ProfiPress.

Herr Kreitz,  das Schulprofil Ihrer Schule lässt sich auf drei Schlagworte plakativ zusammenfassen, die das „GAT“ charakterisieren sollen?

Micha Kreitz: Ja, wir sind „leistungsorientiert“, „weltoffen“ und „wertschätzend“ . . .

Was bedeutet das im Einzelnen? Beginnen wir mit der Leistungsorientierung. Damit ist es ja angeblich an Schulen, Universitäten und in der Gesellschaft nicht mehr weit her . . .

Micha Kreitz: Es bedeutet, dass wir tatsächlich mehr Wissen und Wissensaneignungstechniken vermitteln als andere Schulen, dass wir darauf schauen, dass unsere Schüler ihr Niveau nicht nur halten, sondern ausbauen. Leistung lohnt sich und es darf auch Spaß machen, sie zu zeigen, sowohl im Unterricht, als zum Beispiel auch in Wettbewerben Wir motivieren!

Thomas Hambach (r.) und Oberstudiendirektor Micha Kreitz vor dem Zoohaus des Gymnasiums am Turmhof:  Das GAT ist Nationalparkschule und fester Kooperationspartner des Museums König in Bonn und der Kölner Zoo-Schule. Die Schule hat zahlreiche außerschulische Partnerschaften, die jüngste mit dem Weltkonzern BAYER. Und sich auch in den Wettbewerben „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“ die regionale Führungsposition erobert. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Thomas Hambach (r.) und Oberstudiendirektor Micha Kreitz vor dem Zoohaus des Gymnasiums am Turmhof:  Das GAT ist Nationalparkschule und fester Kooperationspartner des Museums König in Bonn und der Kölner Zoo-Schule. Die Schule hat zahlreiche außerschulische Partnerschaften, die jüngste mit dem Weltkonzern BAYER. Und sich auch in den Wettbewerben „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“ die regionale Führungsposition erobert. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Haben Sie Alleinstellungsmerkmale bei der Wissensvermittlung am GAT? Wo „kitzeln“ Sie mehr Leistung aus Ihren Schülern?

Micha Kreitz: Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Also, wir bieten über die „handelsüblichen“ Gymnasial-Fächer hinaus im Differenzierungsbereich der Klassen 8 und 9 beispielsweise das Fach „Angewandte Mathematik“ und „Angewandte Chemie“ im Fach Biologie/Chemie. Dort arbeiten wir unter anderem fächerübergreifend in Bionik am Lotus-Effekt, wir lehren physische Erdkunde und nicht nur fremde Sprachen, sondern auch die Kultur anderer Länder. Damit haben wir im Differenzierungsbereich direkt zwei Schwerpunkte: einen klaren MINT-Schwerpunkt und einen sprachlich-kulturellen Schwerpunkt. Apropos Sprachen und Kultur und auf das Schlagwort „weltoffen“ bezogen:

Das GAT hat Partnerschulen in Finnland, China, Russland, mit denen auch Schüleraustausch stattfindet. Und wir haben Muttersprachler als Lehrer, die unseren Kindern und Jugendlichen authentisch Sprache und Lebensart ihrer Länder und Denkweisen anderer Mentalitäten näherbringen.

Thomas Hambach: Lassen Sie mich an der Stelle einwerfen, dass wir als Stadt und Schulträger das Gymnasium Am Turmhof ganz vehement bei dieser engagierten Form der Wissensvermittlung und Leistungsorientierung unterstützen . . .

Nämlich wie?

Thomas Hambach: Zum Beispiel durch die Anschaffung in Zusammenarbeit mit Schule und Förderverein von über 50 Dokumentenkameras, die den Unterricht revolutioniert haben.

Was sind Dokumentenkameras?

Thomas Hambach: Mit ihrer Hilfe kann man alle Schriftstücke, aber auch Dateien, elektronische Datensätze und Internetrecherchen einlesen und für alle sichtbar machen. Man kann Arbeiten einzelner Schüler an die Wand projizieren und diskutieren, man kann sie aber auch als PDF-, Word- oder Bilddatei den Klassen- und Kurskameraden zur Verfügung stellen.

Micha Kreitz: Die Dokumentenkameras sind auch mit Laptops und Handys vernetzbar. Man kann mit ihrer Hilfe präsentieren, gemeinsam an etwas arbeiten und die Ergebnisse zusammenführen, angucken, speichern und interaktiv vernetzen, auch außerhalb der Schule.

Thomas Hambach: Die Stadt hat einige Zehntausend Euros für diesen Innovationsschub im Unterricht ausgegeben. Alle Klassen und Fachräume sind mit Dokumentenkameras und Beamern ausgerüstet. Ich habe mir sagen lassen, dass selbst die älteren Lehrer damit gerne arbeiten.

Thomas Hambach (l.): „Die Stadt Mechernich unterstützt ihr Gymnasium Am Turmhof ganz vehement bei seiner engagierten Form der Wissensvermittlung und Leistungsorientierung, beispielsweise durch die Anschaffung in Zusammenarbeit mit Schule und Förderverein von über 50 Dokumentenkameras, die den Unterricht revolutioniert haben.“ Micha Kreitz: „Mit ihrer Hilfe kann man alle Schriftstücke, aber auch Dateien, elektronische Datensätze und Internetrecherchen einlesen und für alle sichtbar machen. Sie sind auch mit Laptops und Handys vernetzbar. Man kann mit ihrer Hilfe präsentieren, gemeinsam an etwas arbeiten und die Ergebnisse zusammenführen, angucken, speichern und interaktiv vernetzen, auch außerhalb der Schule.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Thomas Hambach (l.): „Die Stadt Mechernich unterstützt ihr Gymnasium Am Turmhof ganz vehement bei seiner engagierten Form der Wissensvermittlung und Leistungsorientierung, beispielsweise durch die Anschaffung in Zusammenarbeit mit Schule und Förderverein von über 50 Dokumentenkameras, die den Unterricht revolutioniert haben.“ Micha Kreitz: „Mit ihrer Hilfe kann man alle Schriftstücke, aber auch Dateien, elektronische Datensätze und Internetrecherchen einlesen und für alle sichtbar machen. Sie sind auch mit Laptops und Handys vernetzbar. Man kann mit ihrer Hilfe präsentieren, gemeinsam an etwas arbeiten und die Ergebnisse zusammenführen, angucken, speichern und interaktiv vernetzen, auch außerhalb der Schule.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Aber die Stadt hilft nicht nur mit didaktischer Elektronik?

Thomas Hambach: Generell fließen Jahr für Jahr zwischen 250.000 und 400.000 Euro aus der Stadtkasse ans GAT, Personal- und Sachkosten, Gebäudeunterhaltung und Abschreibung . . .

Aber Sie investieren doch auch darüber hinaus in die Renovierung und Modernisierung Ihrer städtischen Mechernicher Schulen?

Thomas Hambach: Sicher! Hier wird seit Mitte der neunziger Jahre ganz erheblich ins öffentliche Portemonnaie gegriffen. Die Kinder sind unsere Zukunft, Bildung ist für Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und die meisten in Rat und Verwaltung unverzichtbarer Garant für die Überwindung von Armut, Lethargie und sozialen Unterschieden und Ungerechtigkeiten. Auch ich bin dieser Meinung!

Was ist speziell am Gymnasium Am Turmhof in den nächsten Jahren geplant?

Thomas Hambach: Wir stehen vor einer Generalüberholung der Aula einschließlich der aufwändigen Ton- und Bühnentechnik . . .

Micha Kreitz: Immerhin finden dort nicht nur klassische Schulveranstaltungen statt, sondern auch Aufführungen, Gottesdienste, Empfänge, Konzerte, Theater und andere kulturelle Veranstaltungen, nicht nur, aber auch solche aus unserer Reihe „Kultur Am Turmhof“, unserer Bigband „GAT the Sound“, unserer Rockband, der Musical-AG und unseres Klassik-Ensembles. Ich bin dankbar dafür, dass die Stadt hier aktuell durch eine neue Ausstattung viel ermöglicht.

Thomas Hambach: Wir haben bereits seit Jahren einige Millionen in die Sanierung unserer Schulen gesteckt. Und da gehört auch die technische Ausstattung mit dazu. Aber auch in der Gebäudeunterhaltung und Instandsetzung bleibt noch einiges zu tun: Allein aus dem Fördertopf „Schule 2020“ des Landes NRW sind in Bälde weitere 600.000 Euro für die Sanierung von Gebäuden, insbesondere der kleinen Turnhalle und für die Schulhofgestaltung zu erwarten.

Lassen Sie uns nochmal auf Attribut 1 Ihrer Selbstcharakteristik für das GAT zurückkommen, Wissensvermittlung und Leistung. Sie gehen schon länger Partnerschaften mit außerschulischen Unternehmen und Institutionen ein, um ihre Schüler mit der Wirtschaft, dem sogenannten „richtigen Leben“ und der Arbeitswelt in Berührung zu bringen. Ich habe auf Ihrer Schulhomepage gesehen, dass Sie gerade dabei sind, eine solche Kooperation mit dem Weltkonzern BAYER einzugehen?

Micha Kreitz: Das ist eigentlich noch nicht öffentlich gemacht worden, andererseits hat BAYER uns zugestanden, es schon intern auf unsere Homepage zu setzen. Nun ist es raus: Ja, das GAT ist dank Caroline Daamen gerade in das Schulförderungsprogramm Wissenschaft & Bildung von BAYER aufgenommen worden. Die Fördersumme für uns beträgt über 6000 Euro. Zum neuen Schuljahr beginnen die Projekte. Unsere hohe Qualität im Sprachenbereich wird unter anderem auch durch das „Erasmus+“-Programm mit 30.000 Euro 2017/18 gefördert.

Thomas Hambach: In den Medien konnte und kann man auch verfolgen, dass das Gymnasium Am Turmhof Partnerschaften und Kooperationen unter anderem bereits mit der Deutschen Mechatronics in Mechernich eingegangen ist, dies mit dem LVR-Freilichtmuseum Kommern in Kürze tuen wird, aber auch mit anderen Schulen im In- und Ausland. Das GAT, Herr Kreitz, berichtigen Sie mich, ist auch Nationalparkschule und über Ihren Kollegen Andreas Maikranz auch fester Kooperationspartner des Museums König in Bonn und der Kölner Zoo-Schule.

Was halten Sie von der bilingualen Schule, also wenn der Unterricht aller Fächer nicht nur in Deutsch, sondern beispielsweise auch in Englisch und Französisch erteilt wird?

Micha Kreitz: Das GAT ist keine bilinguale Schule, aber wir haben bereits heute Projektkurse „American Sports“, also Sportunterricht in der Oberstufe in englischer Sprache, bei dem auch angelsächsische Sportarten eingeübt und betrieben werden. Englischsprachige Module im  Biologieunterricht bzw. andersherum werden gestärkt. In diesem Jahr haben wir dies mit dem Thema Zoo in beiden Fächern wieder aufleben lassen.

Was ist mit Wettbewerbsteilnahmen? Fördern die den Wettbewerbsgedanken?

Micha Kreitz: Doch, aber nicht „auf Deibel komm raus“ . . . Man darf die Jugendlichen da nicht hin zerren, das muss von innen kommen und mit Freude betrieben werden. Aber ich glaube, wir haben den richtigen Schlüssel gefunden, gerade unsere Mathe-, Sprach-, Physik-, Biologie-, Chemie- und Lese-Asse zu motivieren. Sie haben schon mit großem Erfolg an diversen Schüler-Olympiaden teilgenommen.

Thomas Hambach: „Man darf das nicht unterschätzen: Man kann eine Schule schlechtreden. Man kann aber auch die wirkliche Arbeit herausstellen: Das Gymnasium Am Turmhof braucht sich nicht zu verstecken und bietet eine sehr gutes und breites Angebot. Und es hat eine Menge hervorragender Persönlichkeiten hervorgebracht. Wenn jeder und jede, die am GAT fürs Leben gelernt hat, hier das Rüstzeug bekommen hat, die Welt, jeder an seinem Platz ein bisschen besser zu machen, als sie vorher war, dann hat das GAT einen guten Job gemacht.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Thomas Hambach: „Man darf das nicht unterschätzen: Man kann eine Schule schlechtreden. Man kann aber auch die wirkliche Arbeit herausstellen: Das Gymnasium Am Turmhof braucht sich nicht zu verstecken und bietet eine sehr gutes und breites Angebot. Und es hat eine Menge hervorragender Persönlichkeiten hervorgebracht. Wenn jeder und jede, die am GAT fürs Leben gelernt hat, hier das Rüstzeug bekommen hat, die Welt, jeder an seinem Platz ein bisschen besser zu machen, als sie vorher war, dann hat das GAT einen guten Job gemacht.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Und „Jugend forscht“? Das ist doch das Non-Plus-Ultra aller diesbezüglicher Wettbewerbe. Ihr Lehrer Michael Schmitz hat unlängst in einer Gesprächsrunde sehr überzeugt erklärt: „Wir werden DIE Jugend-forscht-Schule in der Region“. Ist das sein Ernst?

Micha Kreitz: In der Tat, das ist unser Ernst. Wir sind schon als „Jugend -forscht-Schule“ zertifiziert, haben in den vergangenen Jahren hervorragend abgeschnitten und Preise gewonnen. Übrigens als beste Schule der Region… Und wir haben auch die richtigen Lehrer, das umzusetzen. Unser neuer Kollege Michael Schultes z.B. leitet die Jugend-forscht-AG, wir fördern aber auch darüber hinaus den Spaß am Ausprobieren und Experimentieren. Caroline Daamen hatte die Idee zu Experimentiernachmittagen schon für die Fünftklässler. Dabei leiten „fitte“ Oberstufenschüler den wissenschaftlichen Nachwuchs an. Ich denke, wir werden in Zukunft regelmäßig Projekte bei den naturwissenschaftlichen Olympiaden und „Jugend forscht“ am Start haben.

Thomas Hambach: Sowas steht und fällt mit dem Engagement des Kollegiums. Ich habe von außen einen sehr guten Eindruck. Ich habe das Gefühl, hier ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen . . .

Micha Kreitz: Das ist tatsächlich so. Viele engagieren sich weit über das notwendige Maß und nehmen auch in ihrer Freizeit gerne Zusatzaufgaben und eigene Qualifikationsmaßnahmen in Angriff. Zum Beispiel auf dem sprachlich-kulturellen Sektor, finanziell gefördert durch das eben erwähnte europäische Programm „Erasmus+“.

Das hatten wir eben schon kurz mit englischsprachigem Biologieunterricht und „American Sports“. Sie vermitteln auch universitätsgängige Sprachzertifikate wie Cambridge und Sie haben Partnerschulen in Finnland, Russland und China? Damit belegen Sie ihr zweites Attribut fürs GAT, die Weltoffenheit?

Micha Kreitz: Aber ja und 2017/18 kommt auch noch das DELF-Zertifikat dazu! Wir haben an dieser Schule einen sprachlich-kulturellen Schwerpunkt. Die Schüler sollen nicht nur einen selbstsicheren Umgang mit Wörtern und Grammatik bekommen, sondern auch im Umgang mit Menschen und Kulturen. Es geht um mehr als Vokabeln, wenn man sich mit der Geschichte und den mentalen Eigenheiten anderer Völker auseinandersetzt.

Dazu gehört auch der Umgang mit den Menschen selbst?

Thomas Hambach: Natürlich! Das Gymnasium Am Turmhof ist seit jeher – auch im Schüleraustausch – eine tragende Säule unserer Städtepartnerschaft mit dem südfranzösischen Nyons, die in diesem Jahr 50jähriges Bestehen feiert. Man muss sich vor Augen halten, dass diese Freundschaft zwischen Deutschen und Franzosen aus Eifel und Provence von dieser Schule ausgegangen ist in der Person von Wolfgang Müller, der hier zuletzt als Studiendirektor unterrichtet hat.

Micha Kreitz: Schüleraustausche betreiben wir mittlerweile auch mit Finnland, England, China und Russland. Unsere Schüler beteiligen sich auch in den Sprachen, die wir „über den Durst“ anbieten, an Wettbewerben wie der Big Challenge, dem Russisch-Wettbewerb und dem Übersetzungswettbewerb der Kunststiftung NRW in Französisch.

Schulleiter (l.) und Erster Beigeordneter diskutierten auch über bilingualen Unterricht.  Das GAT ist keine bilinguale Schule, verfügt aber über bilinguale Unterrichtsmodule wie „American Sports“,  Sportunterricht in der Oberstufe in englischer Sprache, bei dem auch angelsächsische Sportarten ausgeübt werden. Kreitz: „Englischsprachige Module im Biologieunterricht bzw. andersherum werden gestärkt. In diesem Jahr haben wir dies mit dem Thema Zoo in beiden Fächern wiederaufleben lassen.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Schulleiter (l.) und Erster Beigeordneter diskutierten auch über bilingualen Unterricht.  Das GAT ist keine bilinguale Schule, verfügt aber über bilinguale Unterrichtsmodule wie „American Sports“,  Sportunterricht in der Oberstufe in englischer Sprache, bei dem auch angelsächsische Sportarten ausgeübt werden. Kreitz: „Englischsprachige Module im Biologieunterricht bzw. andersherum werden gestärkt. In diesem Jahr haben wir dies mit dem Thema Zoo in beiden Fächern wiederaufleben lassen.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Bliebe nach Leistung und Weltoffenheit das dritte Attribut Ihrer Selbsteinschätzung als Schule: Wie vermitteln sich die Menschen im Gymnasium Am Turmhof gegenseitig ihre Wertschätzung? Oder anders gefragt: Wie lernen Kinder und Jugendliche unter Ihrer Anleitung, leistungsorientierte, sprach- und kulturgewandte und doch menschenfreundliche und liebenswürdige Zeitgenossen zu werden?

Micha Kreitz: Der Ton macht auch im Umgang die Musik. Wertschätzung ist insofern der ganzen Schulgemeinschaft des GAT als Grundmelodie unterlegt und wird tagtäglich von uns gelebt. Es ist viel gewonnen, wenn dieser Grundton verhindert, dass jemand angepflaumt oder runtergeputzt wird. Im günstigsten Fall passiert das Gegenteil: Fairness, Zuvorkommenheit und gegenseitige Rücksichtnahme bestimmen den Schulalltag. Gleichzeitig müssen klare Regeln innerhalb einer großen

Schulgemeinschaft gelten. Institutionalisiert führen wir in diesem Rahmen übrigens das Programm Lions Quest „Erwachsen werden“ in Klasse 5 und 6 durch… das prägt unseren Alltag spürbar positiv.

Thomas Hambach: Das würden wir als Schulträger uns natürlich auch wünschen. Ein solcher Imagetransfer würde auch die Anmeldungszahlen beflügeln. Tatsächlich macht uns Sorge, dass viele Eltern noch immer ihre Kinder auf Gymnasien anderer Kommunen schicken, obwohl wir mit dem GAT eine von Leistungsanspruch, Weltorientierung UND Wertegerüst her hervorragende Alternative in den eigenen Stadtgrenzen anbieten, die auch den zu Recht oder Unrecht hochgelobten Privatschulen Paroli bieten kann.

Die Busfahrzeiten waren ein Argument, warum es sinnvoller sein soll aus dem Raum Antweiler/ Wachendorf in die Kreisstadt oder nach Münstereifel zu fahren?

Thomas Hambach: Das stimmt aber nicht. Das ist ein Vorurteil, beziehungsweise eine Milchmädchenrechnung. Was die Kinder da morgens an Zeit sparen, das verlieren sie nachmittags auf dem Nachhauseweg und für ihre Freizeit. Wir haben seit Mai dennoch eine zusätzliche Buslinie eingerichtet, um die Fahrzeiten aus dem östlichen Stadtgebiet nach Mechernich mit bis zu 30 Minuten späteren Abfahrtzeiten zu optimieren. Damit dürfte das Argument rein faktisch zu großen Teilen aus der Welt sein. Gegen eingefleischte Vorurteile, welche Schule warum besser sein soll als die andere, lässt sich allerdings nicht mit Busfahrplänen argumentieren. Dafür müssen wir erst einmal die Stimmung und die Wünsche bei den Eltern und Schülern kennenlernen.

Micha Kreitz: Deshalb führen wir in Zukunft verstärkt Befragungen von Schülern, Eltern und Kollegen durch. Und zwar nicht mehr nur im ersten Halbjahr der Klasse 5, sondern künftig auch in den Jahrgängen 8 und der Q 1 (11). Wir – das sind zurzeit 60 Lehrer und sieben Referendare – wollen noch stärker Rückmeldungen auf unsere Arbeit und unser Engagement, die Ausstattung des Schulgebäudes etc. bekommen.

Thomas Hambach: Und daraus Rückschlüsse ziehen! Mit diesem Feedback werden Schule und Schulträger die richtigen Weichen in die Zukunft stellen können. Ich hoffe nur, dass sich der Imagewandel am GAT schnell und gründlich herumspricht. Man darf das nicht unterschätzen: Man kann eine Schule schlechtreden. Man kann aber auch die wirkliche Arbeit herausstellen: Das Gymnasium Am Turmhof braucht sich nicht zu verstecken und bietet eine sehr gutes und breites Angebot. Und es hat eine Menge hervorragender Persönlichkeiten hervorgebracht. Wenn jeder und jede, die am GAT fürs Leben gelernt hat, hier das Rüstzeug bekommen hat, die Welt, jeder an seinem Platz ein bisschen besser zu machen, als sie vorher war, dann hat das GAT einen guten Job gemacht.

Ich danke Ihnen für das Gespräch!

                                                                                                        pp/Agentur ProfiPress

                                                                                                                                                                (14. Juli 2017)


Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
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