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Mit Tanz und Musik zu neuen Erfahrungen

Tanzpädagogin Christiane Nürnberg leitet die Kinder an. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress Tanzpädagogin Christiane Nürnberg leitet die Kinder an. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress An der Mechernicher Grundschule wird Landesbildungsprogramm „JeKits“ mit Schwerpunkt „Tanzen“ umgesetzt

Mechernich – Jeden Montag, von 11 bis 13.30 Uhr, legen die Zweitklässler der städtischen katholischen Grundschule Mechernich Hefte, Bücher und Stifte beiseite. Sie ziehen sich die Schuhe von den Füßen und bewegen sich zu Musik.

Seit Beginn dieses Schuljahres wird an der Schule in Kooperation mit der Musikschule Schleiden das Landesprogramm

„JeKits - Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“, ein kulturelles Bildungsprogramm und landesweites Nachfolgeprogramm von „Jedem Kind ein Instrument“, umgesetzt. In Mechernich hatte man sich eigentlich für den Schwerpunkt „Instrumente“ beworben. „Bewilligt wurde aber Tanzen“, sagt Musiklehrerin Simone Gruschke, die das Projekt gemeinsam mit der Tanzpädagogin Christiane Nürnberg realisiert.

Den Fokus legen sie dabei auf die Improvisation. Inspirieren lassen sich die Kinder beispielsweise von Bildern, die ihnen Christiane Nürnberg zeigt, etwa von Seeanemonen, die ihre Tentakel in der Strömung des Wassers bewegen. Zu ruhiger Musik ahmen die Kinder die Bewegung nach. Dann stellt ihnen die Tanzpädagogin die Aufgabe, zu einer großen und starren Koralle zusammenzuwachsen, ohne sich gegenseitig zu berühren.

Gar nicht so einfach: Ohne Berührung zur „Koralle“ zusammenwachsen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Gar nicht so einfach: Ohne Berührung zur „Koralle“ zusammenwachsen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
„Das ermöglicht den Kindern Rhythmuserfahrung und Raumwahrnehmung“, erklärt sie. Wo bin ich, wo sind meine Grenzen, wo sind die Grenzen des anderen: Das seien Erfahrungen, die die Grundschüler beim gemeinsamen Tanz machten. Hinter dem Projekt steht der Gedanke der „kulturellen Teilhabegerechtigkeit“: „JeKits“ will möglichst vielen Kindern den Zugang zu musikalisch-tänzerischer Bildung eröffnen, unabhängig von ihren persönlichen und sozio-ökonomischen Voraussetzungen.

Um Horizonterweiterung geht es Christiane Nürnberg und Simone Gruschke nicht nur bei der Bewegung, sondern auch bei der Musik.

Deshalb kommt diese in vielen verschiedenen Stilrichtungen zum Einsatz. „Querbeet“ nennt Nürnberg den Mix, der auch Lieder aus den Charts umfasst, zu denen dann auch schon einmal mit Begeisterung eine Choreographie einstudiert und – wie kürzlich beim Schulfest – aufgeführt wird.

„Das erste Jahr bietet eine tänzerische Grundbildung für alle Zweitklässler, die Teilnahme ist verpflichtend. Im zweiten Jahr können dann interessierte Kinder ihre Fähigkeiten im Ensemble vertiefen“, berichtet Schulleiter Ulrich Lindner-Moog. Während das erste JeKits-Jahr kostenfrei ist, muss im zweiten Jahr ein monatlicher Elternbeitrag gezahlt werden.

                                                                                                          pp/Agentur ProfiPress

                                                                                                                                                                    (27. Juni 2017)