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Leicht rückgängige Schülerzahlen, aber sichere Schulstadt

Gut ist es um die Mechernicher Schullandschaft bestellt – trotz insgesamt rückläufiger Schülerzahlen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress Gut ist es um die Mechernicher Schullandschaft bestellt – trotz insgesamt rückläufiger Schülerzahlen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress Stadt Mechernich präsentiert Schulentwicklungsplan – Neue Buslinie für weiterführende Schulen

Mechernich – Zwei Mechernicher Schulen werden mit Ende des kommenden Schuljahres 2017/2018 der Geschichte angehören: Die städtische Haupt- ebenso wie die städtische Realschule laufen aus, an ihre Stelle ist die überaus erfolgreiche Gesamtschule getreten. Und der Standort in Satzvey der Stephanus-Förderschule Bürvenich wird bereits mit Beginn des Schuljahres aufgelöst.

Die Schulträgerschaft übernimmt der Kreis Euskirchen, die frei werdenden Räume in Satzvey wird die Freie Veytalschule nutzen.

Darüber informierten in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Soziales Fachbereichsleiter Holger Schmitz und Teamleiter Willi Göbbel. Sie präsentierten den Politikern den Schulentwicklungsplan.

Dass es mittelfristig weniger Kinder gibt, macht sich auch in den vier Grundschulen bemerkbar, allerdings ist die Entwicklung hier unterschiedlich. „Die Grundschule Satzvey musste erstmals Kinder von außerhalb abweisen, weil die Zweizügigkeit nicht ausreichte“, berichtete beispielsweise Rektor Stefan Plack.

In Lückerath dagegen zeigt sich, dass es in diesem Umfeld zurzeit keine größeren Neubaugebiete gibt. Um jedoch dem weiteren Schwund an Kindern entgegenzuwirken, bestehen Überlegungen, die Schülerströme zu steuern. Dies läuft seit einigen Jahren auf freiwilliger Basis zwischen Grundschulen und dem Schulträger Stadt Mechernich. Im Zweifelsfalle müssen aber auch wieder Schuleinzugsgebiete festgelegt werden.

Politischer Wille ist es, die vier vorhandenen Grundschulstandorte als eigenständige Schulen langfristig zu sichern. Außerdem ist es aus finanzieller Sicht nicht vertretbar, an einigen Standorten wegen eines kurzfristigen Schülerüberhangs bauliche Erweiterungsinvestitionen zu tätigen, wenn absehbar ist, dass an anderen Grundschulstandorten räumliche Überhänge wegen zurückgehender Schülerzahlen zu erwarten sind.

Statt der früher üblichen zwölf Eingangsklassen sieht der Schulentwicklungsplan für die vier Grundschulen in den Schuljahren 2018/2019 bis 2020/2021 auch schon einmal nur noch zehn vor. „Die Einschulungszahlen von 300 und mehr sind Vergangenheit“, so Schmitz und Göbbel. In Zukunft wird sich diese Zahl zwischen 222 und 284 Kindern bewegen. Die beiden zuständigen städtischen Mitarbeiter gehen davon aus, dass im Schuljahr 2018/2019 die Gesamtzahl der Grundschüler erstmals unter 1.000 sinken wird.

Nichtdestotrotz ließ Holger Schmitz keinen Zweifel daran, dass alle vier Standorte auch in Zukunft erhalten bleiben. „Wir sind hoffnungsfroh, dass wir das mit mindestens zwei Eingangsklassen je Schulstandort hinbekommen.“

Mit sinkenden Schülerzahlen kämpft das städtische Gymnasium Am Turmhof. Dass es am GAT Richtung Dreizügigkeit geht, liegt nicht ausschließlich am demografischen Wandel. Hier laufen bereits unterschiedliche Anstrengungen, die Abwanderungstendenz in die benachbarten Gymnasien zu verringern.

Dreizügig bleibt die Grundschule Kommern. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress
Dreizügig bleibt die Grundschule Kommern. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress
Eine erste Maßnahme war die Einführung einer Extra-Buslinie ab Mai von Weiler am Berge über Rißdorf, Lessenich, Wachendorf und Antweiler nach Mechernich zusätzlich zur bestehenden Linie 867. „Diese zusätzliche Linie ermöglicht den Kindern aus diesen Orten eine spätere Abfahrt um 20 bis 30 Minuten“, erläutert Willi Göbbel. Außerdem wird das pädagogische Konzept aktuell am GAT überarbeitet und soll die Arbeit und Angebote klarer herausstellen und weitere Verbesserungen beinhalten.

Ihre Erfolgsgeschichte schreibt die junge Gesamtschule der Stadt Mechernich auch in Zukunft weiter. Hier geht man weiterhin von der Fünfzügigkeit aus. „Der aktuelle Jahrgang 8 hat sogar sechs Parallelklassen, weil ehemalige Sekundarschüler aus Kall übernommen wurden“, berichtet Willi Göbbel.

Im Schuljahr 2019/2020 soll eine Oberstufe eingerichtet werden. „Die Anmeldezahlen lassen einen gesicherten Betrieb mit den Jahrgangsstufen 11 bis 13 erwarten“, lautet die Prognose von Schmitz und Göbbel. Allerdings wird der Raum langsam knapp. Zwar bieten Haupt- und Realschule die erforderlichen 40 Klassen- und Kursräume. Doch bei den darüber hinaus benötigten Mehrzweckräumen und Räumen für die Differenzierung und für den Ganztag besteht ein Defizit. Eventuell bieten sich Ausweichmöglichkeiten im Schulzentrum. Hier besteht in den kommenden Jahren intensiver Prüfungs- und gegebenenfalls Handlungsbedarf.

Mittelfristig geht man bei der Stadt davon aus, dass die Gesamtzahl der Mechernicher Schüler von aktuell 2.816 um 219 auf 2.596 sinkt. Das entspricht einem Rückgang von acht Prozent, für den die Ursache jedoch weniger im demografischen Wandel zu sehen ist, sondern durch das verkürzte Abitur, wodurch ein Jahrgang „fehlt“.

„Im Vergleich zum letzten Schulentwicklungsplan ist die Entwicklung sehr positiv“, konstatierte Erster Beigeordneter Thomas Hambach. Er sieht die Mechernicher Schullandschaft „gefestigt“. Der Ausschuss verabschiedete den Plan einstimmig.
                                                                                                            pp/Agentur ProfiPress


                                                                                                                                                                      (30. Juni 2017)