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Mehr Platz für Feuerwehr und Feste

Löschgruppenführer Jörg Opielka (l.) und Ortskartellvorsitzender Bernd Abel sind verantwortlich für die Umbaumaßnahme vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress Löschgruppenführer Jörg Opielka (l.) und Ortskartellvorsitzender Bernd Abel sind verantwortlich für die Umbaumaßnahme vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress Feuerwehrgerätehaus und Dorfgemeinschaftshaus in Wachendorf wird in Eigenleistung erweitert – Kosten für Ortskartell sinken, weil Räume gemeinsam genutzt werden – Wahllokal trotz Bauarbeiten

Mechernich-Wachendorf – Wachendorfs Löschgruppenführer Jörg Opielka ist – zumindest im Vergleich zu einem Großteil seiner Altersgenossen – das, was man in der Eifel als „schmales Hemd“ bezeichnet. Doch selbst für Opielka ist es fast unmöglich, sich bei geöffneter Tür des Löschfahrzeugs vor einem Spind im Wachendorfer Feuerwehrgerätehaus umzuziehen.

Selbst durchzwängen kann er sich eigentlich kaum. Unhaltbare Zustände für die Feuerwehr, bei deren Einsätzen es auf jede Sekunde ankommen kann.

Es muss sich also dringend etwas tun. Bereits vor vier Jahren hatten sich deshalb Feuerwehr, Ortskartell und Ortsvorsteher mit dem Gebäudemanagement der Stadt Mechernich zusammengesetzt, um Lösungsmöglichkeiten zu finden. Dabei wurde sogar ein Neubau auf der grünen Wiese diskutiert. Letztendlich hat sich aber eine Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses und des benachbarten Dorfgemeinschaftshauses als sinnvollste Maßnahme herauskristallisiert.

Seit Anfang März sind die freiwilligen Helfer des Ortskartells und damit auch der drei Vereine (Feuerwehr, Junggesellen, Alte Herren) fleißig bei der Arbeit – auch vereinsfremde packen mit an. Es wurde ausgeschachtet, eine Bodenplatte gegossen und, teils mit einem Bagger, Klinker abgeschlagen. Immer wieder stoßen die Wochenend-Bauarbeiter auch auf Besonderheiten: So befindet sich unter dem Dorfgemeinschaftshaus ein Raum für Quellwasser. Diese Grube musste auch bei der Planung berücksichtigt werden.

„Das ist sehr viel Arbeit und teilweise auch echter Piddelskram“, sagte Ortskartellchef Bernd Abel. Bis zu 20 Leute sind, hauptsächlich an den Samstagen, im Einsatz. Unglaublich, aber wahr: „Wir kamen im März auf exakt 500 Mannstunden Arbeit“, sagte Abel. Eigenleistung ist gefragt, die Stadt stellt die Materialkosten.

90 Quadratmeter mehr Platz


Insgesamt werden Dorfgemeinschaftshaus und Feuerwehrgerätehaus um 90 Quadratmeter erweitert. Dazu wird über die gesamte Länge des Dorfgemeinschaftshauses straßenseitig angebaut. Wenn der Anbau fertig ist, wird für den Durchbruch die bisherige Außenwand abgerissen. „Eventuell werden wir dabei vom THW in Euskirchen unterstützt“, sagte Opielka. Unter der Anleitung von Egon Prast und Lutz Thienert, zwei „Vereinsfremden“, wurde am ersten April-Wochenende bereits fleißig gemauert.

Vor den bisherigen Thekenraum, der unter anderem auch als Wahllokal genutzt wird, werden Duschen und Toiletten errichtet. Der Thekenraum wird zum Schulungs- und Mannschaftsraum für die Feuerwehr umfunktioniert. Die Theke selbst wandert in den Anbau vor dem Dorfgemeinschaftshaus. An die Theke wird, im Bereich des bisherigen Dorfsaals, ein Kühlhaus errichtet. Die bisherigen Toiletten werden zu Lagerräumen umfunktioniert. Und die Spinde der Feuerwehr werden aus der Fahrzeughalle in den bisherigen Mannschaftsraum verlegt, der bei Schulungen aus allen Nähten platzte, wenn alle 29 aktiven Wehrleute da waren.

Besonders wichtig ist die mögliche Offenheit zwischen Dorfgemeinschaftshaus und Feuerwehrgerätehaus. So können die neuen, behindertenfreundlichen Toiletten sowohl von Feuerwehr als auch bei Festen im Bürgerhaus genutzt werden. Das gleiche gilt für den Schulungsraum, also den ehemaligen Thekenraum, der ebenfalls bei Festen genutzt werden kann. „Wer zum Beispiel Kommunion hier feiert, kann in dem Raum wunderbar das Buffet aufbauen“, hat Jörg Opielka direkt einen Tipp parat. Diese gemeinsame Nutzungsmöglichkeit hat auch finanzielle Auswirkungen: Die laufenden Kosten für das Dorfgemeinschaftshaus, für die das Ortskartell und damit auch die Dorfvereine aufkommen, sinken, weil die Feuerwehr einen größeren Bereich einnimmt.

Wenn alles optimal läuft, könnten die Arbeiten im Herbst abgeschlossen sein. Das hängt aber auch von der Unterstützung durch die freiwilligen Helfer sowie der Terminlage externer Unternehmen ab, auf die die Wachendorfer Heinzelmännchen angewiesen sind. „Wenn wir dieses Jahr fertig werden, sind wir auch sehr zufrieden“, sagte Opielka.

In Absprache mit der Stadt Mechernich finden die Landtagswahl am 14. Mai und die Bundestagswahl am 24. September trotz Umbaus im Dorfgemeinschaftshaus statt.

                                                                                                        pp/Agentur ProfiPress

                                                                                                                                                                (21. April 2017)

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Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress
Foto: Thomas Schmitz
Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress