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Überfall mit Torte und Konfetti

Radio-Euskirchen-Chefredakteur Norbert Jeub ist seit 20 Jahren im Dienst – und freute sich über die gigantische, mit einem größtenteils essbaren Kopfhörer verzierte Torte. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur Profipress Radio-Euskirchen-Chefredakteur Norbert Jeub ist seit 20 Jahren im Dienst – und freute sich über die gigantische, mit einem größtenteils essbaren Kopfhörer verzierte Torte. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur Profipress Seit 20 Jahren ist Norbert Jeub Chefredakteur von Radio Euskirchen – Team überraschte ihn während er live auf Sendung war – Erfolgreichster Radiosender im Kreis Euskirchen

Euskirchen-Euenheim – Was ein echter Profi am Mikrofon ist, der moderiert auch weiter, wenn das Studio gestürmt wird und es knallt. Überrascht war Radio-Euskirchen-Chefredakteur Norbert Jeub am Freitagmorgen aber schon, als kurz nach 9 Uhr das Team mitten in das Live-Gespräch mit Moderator Joachim Wulkop platzte.


Redakteurin Susanne Edl hielt eine große Torte in der Hand, Reporterin Brynja Becker zündete die Konfettikanone, deren Inhalt sich über das Moderationspult verteilte. Doch Jeub, der am 1. April sein 20. Dienstjubiläum als Chefredakteur von Radio Euskirchen feiert, machte weiter und berichtete den Zuhörern, was gerade in seinem Studio vor sich ging – ehe Susanne Edl ein zweites Mikro übernahm und die Hintergründe erklärte.

Vom Überfall seines Teams und dem Konfettiregen auf seinem Moderationspult ließ sich Norbert Jeub nicht abbringen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur Profipress
Vom Überfall seines Teams und dem Konfettiregen auf seinem Moderationspult ließ sich Norbert Jeub nicht abbringen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur Profipress
Jeub war sichtlich gerührt und gab das auch zu. „Ich muss jetzt noch ein Tränchen verdrücken“, sagte er zu seinem „verrückten“ und großartigen Team. Kurze Zeit später gratulierten auch Dietmar Henkel, Geschäftsführer der Radio Euskirchen GmbH & Co. KG, sowie Monika Schiffer und Carsten Düppengießer vom Vorstand der Veranstaltergemeinschaft Radio Euskirchen. Wie Dietmar Henkel wusste, ist Norbert Jeub aktuell der Chefredakteur, der am längsten bei einem nordrhein-westfälischen Lokalsender tätig ist.

Jeub selbst war völlig ahnungslos, dass seine Mitarbeiter etwas mit ihm vorhatten: „Ich hatte auf den Kalender geguckt, gesehen, dass der 1. April ein Samstag ist und gedacht: Da passiert nix.“

Aber da hatte er die Rechnung ohne sein Team gemacht, auch wenn Ablenkungsmanöver nötig waren. „Jo Wulkop sagte, dass er ein wichtiges Telefonat habe und wir den Talk vorziehen müssten. Ich habe mich zwar gefragt, wieso er nicht hinterher telefonieren kann, aber Privates geht ja immer vor“, erzählte Jeub augenzwinkernd.

Als Norbert vor 20 Jahren erstmals die Räume in der alten Euenheimer Grundschule betrat, die zum Zuhause von Radio Euskirchen werden sollten, hatte niemand die Erfolgsgeschichte vorhersagen können. Die Zimmer waren leer, auf dem Boden kniete ein Mann, der den Teppichboden verlegen sollte. Möbel? Fehlanzeige. „Ich habe mir zuerst mal im BZE einen Schultisch und einen Stuhl geliehen“, erzählt Jeub und meint das Berufsbildungszentrum Euskirchen in direkter Nachbarschaft.

Chefredakteur Norbert Jeub (3.v.r.) mit seinem Team und Monika Schiffer (3.v.l.), Vorsitzende der Veranstaltergemeinschaft, und deren Vorstandskollege Carsten Düppengießer (4.v.l.). Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur Profipress
Chefredakteur Norbert Jeub (3.v.r.) mit seinem Team und Monika Schiffer (3.v.l.), Vorsitzende der Veranstaltergemeinschaft, und deren Vorstandskollege Carsten Düppengießer (4.v.l.). Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur Profipress
„In nächster Zeit melden sich Leute, die bauen dir ein Studio“ – so lautete die Regieanweisung der Betreibergesellschaft. Jeub selbst nutzte die fünf Monate bis zum Sendestart am 31. August 1997, um den Kreis Euskirchen kennenzulernen und sich bekanntzumachen. Immerhin war er gerade erst in den Kreis Euskirchen gezogen, zuvor lebte er in Bonn, wo er sechs Jahre als Chef vom Dienst und Interims-Chefredakteur bei Radio Bonn/Rhein-Sieg tätig gewesen war und auch die Redaktion dieses Senders mit aufgebaut hatte.

„Ich suchte Personal, Themen und Quellen, besuchte jeden Ort im Kreisgebiet und jedes Rathaus“, erinnert sich Jeub. Es schlug ihm auch Skepsis entgegen.

„Wie soll ein lokaler Radiosender gegen den mächtigen WDR bestehen?“ Doch Jeub und sein Team straften diese Skeptiker Lügen. Seit dem Sendestart ist Radio Euskirchen die Nummer eins im Kreisgebiet. „Wir haben alles, was andere auch senden, sind aber näher an den Menschen – nicht nur vom Standort her, sondern auch inhaltlich“, verrät Jeub das Erfolgsrezept.

                                                                                                          pp/Agentur ProfiPress

                                                                                                                                                                   (03. April 2017)

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