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Bronzeplatten am Ehrenmal gestohlen

Dieter Cuber, bei der Stadt Mechernich zuständig für Friedhofsangelegenheiten, zeigt auf die kahlen Mauern des Ehrenmals. Alle 15 Bronzeplatten wurden gestohlen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress Dieter Cuber, bei der Stadt Mechernich zuständig für Friedhofsangelegenheiten, zeigt auf die kahlen Mauern des Ehrenmals. Alle 15 Bronzeplatten wurden gestohlen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress Metalldiebe haben zugeschlagen – Stadt Mechernich hat Anzeige erstattet

Mechernich – Fassungslos steht Dieter Cuber, Mitarbeiter des Mechernicher Standesamtes und zuständig für Friedhofsangelegenheiten, am Ehrenmal an der Alten Kirche in Mechernich. Dort, wo die Namensplatten das Gedenken an die gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege bewahrten, erinnern nur noch helle Stellen und Löcher im Mauerwerk an die Gedenkschriften. Ehrenlose Täter haben sämtliche Platten säuberlich abmontiert und samt den Schrauben mitgenommen. I

nsgesamt 15 Bronzeplatten wurden gestohlen, den Sachschaden beziffert Dieter Cuber auf zirka 70.000 Euro.

„Vermutlich waren das Metalldiebe“, erklärt Cuber. Abgesehen vom materiellen Schaden, macht ihn diese pietätlose Tat einfach nur traurig. „Hinter jedem Namen steht ein Schicksal, eine Geschichte. Für die Angehörigen ist das ganz schlimm.“

Einer Anwohnerin war der Frevel am Donnerstagmorgen aufgefallen. Beim Anblick der kahlen Mauer hatte die Frau zunächst an eine Reinigungsaktion gedacht, weil die Platten fein säuberlich abgeschraubt worden waren.

Die Metalldiebe hinterließen Löcher und ein verschobenes Mauerstück. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Die Metalldiebe hinterließen Löcher und ein verschobenes Mauerstück. Foto: Renate Hotse/ pp/Agentur ProfiPress
Auf ihre Nachfrage bei Dieter Cuber hin erkundigte er sich beim städtischen Bauhof, ob die Gedenktafeln tatsächlich zu Reinigungszwecken abgenommen worden seien. Dabei stellte sich heraus, dass Metalldiebe am Werke gewesen waren. Die Stadt hat Anzeige bei der Polizei erstattet.

Wie der Ersatz für die gestohlenen Bronzeplatten aussehen wird, steht derzeit noch nicht fest. Unklar sei auch, so Dieter Cuber, ob noch alle Namen vorhanden seien. Die Namen mehrerer hundert gefallener Soldaten waren eingraviert.


                                                                                                            pp/Agentur ProfiPress

                                                                                                                                                                      (06. April 2017)