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Eifeler Hilfe für Indiens Ureinwohner

Aus Blättern und Gräsern stellen Adivasi-Frauen einfache Essuntensilien her. Foto: Franz Richter/pp/Agentur ProfiPress Aus Blättern und Gräsern stellen Adivasi-Frauen einfache Essuntensilien her. Foto: Franz Richter/pp/Agentur ProfiPress Die Eifeler Brunnenhilfe Indien (EBI) lädt zum Gottesdienst, indischen Fastenessen und Vortrag am Sonntag, 2. April ein

Mechernich/Eifel – Für den Misereor-Sonntag, 2. April lädt die Eifeler Brunnenhilfe Indien (EBI) ab 10.45 Uhr ein zu einem von ihr gestalteten Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist ein. Im Anschluss findet ab etwa 12 Uhr im Pfarrheim Johanneshaus das traditionelle indische Fastenessen statt.


Dr. Franz Richter von der Brunnenhilfe wird vom aktuellen Projekt der EBI berichten. Dabei handelt es sich inzwischen um das neunte Hilfsprojekt, das von der Brunnenhilfe unterstützt wird. Es ist das zweite Projekt in Zusammenarbeit mit der Andheri-Hilfe Bonn.

Stolz präsentiert diese Frau ihre Ernte. Foto: Franz Richter/pp/Agentur ProfiPress
Stolz präsentiert diese Frau ihre Ernte. Foto: Franz Richter/pp/Agentur ProfiPress
Arbeitsgebiet ist das Stammesgebiet von Ureinwohnern, der Adivasi, in elf abgelegenen Dörfern im Südosten des indischen Bundesstaates Jharkand. „Die Situation der Adivasi ist vor allem durch Armut, schlechte Gesundheitsversorgung und Bildung geprägt. Die Ackerflächen leiden häufig an Wassermangel, sind ausgelaugt und sehr stark durch Wind- und Wassererosion gefährdet“, berichtet Richter.

Der indische Partner ist die in der Millionenstadt Pune ansässige und in mehreren Bundesstaaten in Sachen Armutsbekämpfung tätige Hilfsorganisation „Watershed Organisation Trust“ (WOTR). Diese Organisation leitet und überwacht die Arbeiten und Maßnahmen vor Ort.

Das Projekt wurde 2015 mit der Gründung von Dorfentwicklungskomitees und von Frauengruppen eingeleitet, der Schwerpunkt lag darin, mit Hilfe des starken Zusammengehörigkeitsgefühls der Adivasi die Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern.


Die Menschen wurden in den Bereichen Gartenbau, Vermarktung von Gemüse und Schweinezucht geschult. Außerdem wurde angeregt, dass sich Landwirte zu kleinen Kooperativen zusammenschließen. Auch eine inzwischen gut besuchte Gesundheitsstation wurde eingerichtet. Richter: „Dies ist besonders wichtig, da viele Stammesmitglieder keinen Zugang zu Ärzten oder Krankenhäusern haben.“

Eines von elf abgelegenen Adivasi-Dörfern im Südosten des indischen Bundesstaates Jharkand, wo die Eifeler Brunnenhilfe Hilfe zur Selbsthilfe leistet. Foto: Franz Richter/pp/Agentur ProfiPress
Eines von elf abgelegenen Adivasi-Dörfern im Südosten des indischen Bundesstaates Jharkand, wo die Eifeler Brunnenhilfe Hilfe zur Selbsthilfe leistet. Foto: Franz Richter/pp/Agentur ProfiPress
Schwerpunkte des Projekts aber sind umfangreiche Erosionsschutzmaßnahmen an Feldern durch die Errichtung von Erdwällen, den Neubau und die Entschlammung von Teichen und der Bau von Dämmen in Erosionsrinnen, die sich bei Starkregen bilden.

„Alle diese Maßnahmen haben jetzt schon zu einem deutlichen Anstieg des Grundwasserspiegels geführt. Außerdem wurde der Bodenabtrag stark reduziert“, freut sich Fran Richter.


Ein nicht zu unterschätzender Effekt sei die Schaffung von Arbeit in den Dörfern; das hierbei verdiente Geld konnte zu einem Teil wieder in landwirtschaftliche Aktivitäten investiert werden, deren Ertrag allen zu Gute kommt.

Am Sonntag, 2. April wird über diese bereits begonnenen Maßnahmen berichtet sowie über geplante Maßnahmen wie Wasserauffangsysteme und die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit berichtet.

Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

                                                                                                          pp/Agentur ProfiPress

                                                                                                                                                                 (15. März 2017)