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Reservisten sanieren Denkmal

Unscheinbar, auf halber Höhe zwischen dem Kreisverkehr am Mechernicher Mühlenpark und der Zufahrt zur Sommerrodelbahn Kommern, befindet sich ein Monument, das an verunglückte belgische Soldaten erinnert. Es wird zur Zeit von Mechernicher Bundeswehr-Reservisten in Eigenregie und auf eigene Kosten restauriert. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress Unscheinbar, auf halber Höhe zwischen dem Kreisverkehr am Mechernicher Mühlenpark und der Zufahrt zur Sommerrodelbahn Kommern, befindet sich ein Monument, das an verunglückte belgische Soldaten erinnert. Es wird zur Zeit von Mechernicher Bundeswehr-Reservisten in Eigenregie und auf eigene Kosten restauriert. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress Am 20. Mai 1954 verunglückte der belgische Artilleriesoldat Herve Decooman in der heutigen Stadt Mechernich tödlich – Deutsche Kameraden sanieren das Denkmal, das an seinen Tod und die Verletzungen seiner Kameraden bei einem Unfall erinnert

Mechernich-Roggendorf – Unscheinbar, auf halber Höhe zwischen Kreisverkehr und der Zufahrt zur Sommerrodelbahn Kommern, befindet sich ein Monument, das an verunglückte belgische Soldaten erinnert.

Bis zur Räumung des Truppenübungsplatzes Vogelsang pflegten die Zivilbediensteten der belgischen Streitkräfte die Anlage, nach Etablierung des Nationalparks Eifel 2001 und des Internationalen Platzes „vogelsang ip“

2006 übernahmen zunächst belgische Armeeangehörige vom Truppenübungsplatz Elsenborn aus die Pflege der Gedenkstätte an die am 20. Mai 1954 verunglückten Kameraden.

Seit einigen Jahren aber überwucherte das Denkmal. An Mauern, Treppenstufen, Kreuz und Fundamenten nagte der Zahn der Zeit. Bis die von Hauptfeldwebel d.R. Karl-Heinz Cuber geführte Bundeswehr-Reservistenkameradschaft Mechernich Anfang 2016 den Plan fasste, sich der Erinnerungsstätte des bei dem Unfall getöteten belgischen Artilleriesoldaten Herve Decooman und seiner verwundeten Kameraden anzunehmen.

Bernd Nelles bearbeitet das verrostete Kreuz, das an den Tod des belgischen Artilleristen Herve Decooman am 20. Mai 1954 erinnert, mit Winkelschleifer und Drahtbürste. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Bernd Nelles bearbeitet das verrostete Kreuz, das an den Tod des belgischen Artilleristen Herve Decooman am 20. Mai 1954 erinnert, mit Winkelschleifer und Drahtbürste. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Cuber setzte sich mit deutschen Behörden und belgischen Militärs in Verbindung. Major Patrick Janssen von Decoomans Einheit, dem 18. Bataillon d,Artillerie a Cheval, war nicht nur einverstanden, sondern hocherfreut, dass sich ehemals aktive deutsche Bundeswehrkameraden des Gedenkens an belgische Kameraden annehmen wollten.

Im Frühjahr 2017 haben Karl-Heinz Cuber und seine Reservekameraden Karl Robert Lang, Roland Schenk und Bernd Nelles die Arbeiten jetzt in Angriff genommen. Sie kommen gut voran. Loses Mauerwerk und Bodenplatten wurden neu verlegt und verfugt, Treppenstufen neu gesetzt, das vom Rost angenagte Kreuz abgeschliffen und neu lackiert.

Die Freiflächen zwischen Mauern und Bodenfliesen sollen mit weißem Kies wieder aufgefüllt werden.
 
Der Internetauftritt des ehemaligen „Kamp Vogelsang“ berichtet über den Lastwagenzusammenstoß am 20. Mai 1954, bei dem mehrere belgische Soldaten verletzt und Herve Decooman getötet wurden. Leider seien aber keine detaillierten Nachrichten mehr verfügbar.

Nach vollständiger Renovierung des Denkmals durch Mechernicher Reservisten ist in der zweiten Jahreshälfte ein kleines Zeremoniell geplant, an dem belgische Militärs und auch Repräsentanten der Stadt Mechernich teilnehmen sollen.

                                                                                                          pp/Agentur ProfiPress

                                                                                                                                                                 (31. März 2017)

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