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Weltweiter Erfolg mit Chiptuning

Christoph Schaffrath, Geschäftsstellenleiter von „mcchip-dkr“ in Mechernich-Obergartzem, überprüft das Fahrzeug im Allrad-Leistungs-Prüfstand. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress Christoph Schaffrath, Geschäftsstellenleiter von „mcchip-dkr“ in Mechernich-Obergartzem, überprüft das Fahrzeug im Allrad-Leistungs-Prüfstand. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress Blick hinter die Kulissen von „mcchip-dkr“ in Mechernich-Obergartzem für eine Betriebsreportage der Zukunftsinitiative Eifel

– Unternehmen ist auf Softwareoptimierung und Fahrzeugumbauten spezialisiert – Geschäftsverbindungen in mehr als 20 Länder – Optimale Lage in der Eifel zwischen Nürburgring und Ballungszentren – Markt für Fahrzeugoptimierung in der Landwirtschaft erschlossen





Nordeifel/Mechernich-Obergartzem
- Ein Blick in das Entwicklungszentrum von „mcchip-dkr“ lässt die Herzen von Autoliebhabern höherschlagen. Im Gewerbegebiet Mechernich-Obergartzem sind die Tore der Werkstatt geöffnet: Rechts ein riesiger Toyota Tundra aus Dubai, links ein sportlicher, roter Ferrari und dazwischen ein Youngtimer, scheinbar direkt von der Rennstrecke. „Mcchip-dkr“ ist auf Softwareoptimierung spezialisiert – Fahrzeuge aus der ganzen Welt werden hier in der Eifel getunt und umgebaut.

Angefangen hat Unternehmensgründer und Softwareentwickler Danny Kubasik in der heimischen Garage in Antweiler. Vor fünf Jahren hat er sein „Headquarter“ am Christian-Schlömer-Ring in Obergartzem eingerichtet. „Die Auftragslage steigt stetig, wir können fast monatlich neue Händler dazugewinnen“, sagt Geschäftsstellenleiter Christoph Schaffrath. Verbindungen bestehen schon in mehr als 20 Länder, darunter Australien, China, Thailand, USA, Argentinien, Russland, Schweiz, Polen und Schweden.

Beim Chiptuning werden die Steuergeräte von Serienfahrzeugen ausgelesen, die Daten am Computer verändert und wieder eingelesen, um mehr PS und weniger Kraftstoffverbrauch zu erzielen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Beim Chiptuning werden die Steuergeräte von Serienfahrzeugen ausgelesen, die Daten am Computer verändert und wieder eingelesen, um mehr PS und weniger Kraftstoffverbrauch zu erzielen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Beim Chiptuning werden die Steuergeräte von Serienfahrzeugen ausgelesen, die Daten am Computer verändert und wieder eingelesen. Der Effekt: Mehr PS, weniger Kraftstoffverbrauch. Bei Dieselfahrzeugen lassen sich so für PKWs im Jahresdurchschnitt etwa fünf bis acht Prozent des Verbrauchs einsparen, bei LKWs und Agrarfahrzeugen sogar bis zu 15 Prozent.

Entwickelt und überprüft wird der Prozess vor Ort im eigenen Allrad-Leistungs-Prüfstand. Hier kommt es auf die kleinsten Details an. So erweiterte sich mit der Zeit das Geschäftsfeld von „mcchip-dkr“ auf komplette Fahrzeugumbauten. Christoph Schaffrath berichtet vom bisher spannendsten Projekt:

„Wir haben einen Audi R8 komplett umgebaut, also erstmal alles demontiert inklusive Karosserie und Innenraum.“ Mit Carbon Exterieur, Kompressor Kit, Abgasanlage und einem speziell entwickelten Fahrwerk konnte das Auto (mit Straßenzulassung) am Ende stolze 950 PS vorweisen.

Auch jetzt arbeitet das Team wieder an einem außergewöhnlichen Projekt: Für einen Kunden aus Thailand haben die Mitarbeiter einen Porsche 964 Turbo komplett bis auf die nackte Karosserie entkleidet, um ihn wieder neu aufzubauen. „Bis alle Details stimmen kann es vielleicht ein Jahr dauern, aber am Ende soll das Auto aussehen wie aus dem 90er-Jahre Hollywood-Film »Bad Boys«“, verrät Christoph Schaffrath.

Im Gewerbegebiet Mechernich-Obergartzem hat „mcchip-dkr“ jetzt angebaut. Auf fast 1.500 Quadratmetern verfügt das Unternehmen über acht Montage- und drei Schweißplätze, Werkstatt und Büros sowie einen eigenen Raum für die großen CNC-Maschinen. „Die brauchen wir für unsere vielen Sonderanfertigungen“, so Christoph Schaffrath.

Christoph Schaffrath mit dem Muster einer Downpipe. Unter dem neuen Label „mcpipes“ sollen sie demnächst in Mechernich-Obergartzem entwickelt und hergestellt werden. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Christoph Schaffrath mit dem Muster einer Downpipe. Unter dem neuen Label „mcpipes“ sollen sie demnächst in Mechernich-Obergartzem entwickelt und hergestellt werden. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Tatsächlich soll demnächst auch ein eigenes Produkt auf den Markt kommen. In einem Neubau entsteht derzeit die Produktionsstätte für die „mcpipes“. Unter diesem neuen Label sollen Downpipes (auf Deutsch: Hosenrohre) für verschiedene Fahrzeugtypen entwickelt und hergestellt werden. Denn diese Abgasrohre gehören zu den entscheidenden Bauteilen, wenn es darum geht, mehr Leistung für das Fahrzeug zu generieren.

„Entwickelt im Motorsport – gebaut für die Straße“, für dieses Motto hat „mcchip-dkr“ die perfekte Lage in der Eifel gefunden. „Wir befinden uns genau zwischen einer wahnsinnig tollen Rennstrecke,

der Nordschleife am Nürburgring, und den Ballungsgebieten Köln, Bonn und Aachen“, sagt der Geschäftsstellenleiter. Die Nähe zum Nürburgring nutzt das Unternehmen nicht nur dazu, um sich selbst am Motorsport zu beteiligen, sondern auch, um Erfahrungen mit anderen Teams auszutauschen. Schaffrath: „Davon profitieren auch unsere Kunden, denn diese Erfahrungen fließen natürlich in unsere Entwicklungen mit ein.“


Die Lage in der ländlichen Eifel bringt aber noch einen weiteren Standortvorteil mit sich, denn gerade für landwirtschaftliche Betriebe lohnt sich die Optimierung des Kraftstoffverbrauchs zum Beispiel von Traktoren und Schleppern. So hat sich „mcchip-dkr“ auch in diesem Bereich seinen Markt erschlossen.

Darüber hinaus bietet das Betriebsgelände in Mechernich-Obergartzem ausreichend Platz für die gerade realisierten und noch geplanten Erweiterungen. „Die Eifel wird einfach immer attraktiver für Unternehmen“, sagt Christoph Schaffrath.

Aktuell zählt Danny Kubasik 18 Mitarbeiter zu seinem Team – ein Großteil davon sind „Eifeler Jungs“. „Bei uns warten jeden Tag neue Herausforderungen, da ist jeder Mitarbeiter gefragt“, sagt der Geschäftsstellenleiter. Aus diesem Grund sei das Unternehmen auch so erfolgreich: „Ein Fahrzeug von A bis Z umbauen und die Software entsprechend anpassen – es gibt nicht viele, die das können.“

                                                                                                           pp/Agentur ProfiPress

                                                                                                                                                                (10. Januar 2017)


Weitere Bilder:





Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
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