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Neues aus der Kardiologie

Professor Jan Schrickel (r.) von der Uniklinik Bonn führt eine Ablation gemeinsam mit dem Mechernicher Chefarzt Dr. Peter Wirtz durch. Foto: Jennifer Grundtner/pp/Agentur ProfiPress Professor Jan Schrickel (r.) von der Uniklinik Bonn führt eine Ablation gemeinsam mit dem Mechernicher Chefarzt Dr. Peter Wirtz durch. Foto: Jennifer Grundtner/pp/Agentur ProfiPress Mit „Feuer“ und „Eis“ gegen Herzrhythmusstörungen: Im Kreiskrankenhaus Mechernich werden Herzprobleme erfolgreich mit neuen Verfahren behandelt

Mechernich – Rhythmusstörungen im Vorhof lassen das Herz schneller oder unregelmäßig schlagen. Zu den Folgen gehören Atemnot, Herzrasen, Herzstolpern, ein Druckgefühl in der Brust, ungewöhnliche Müdigkeit, Kurzatmigkeit oder Schwindel. Bleiben Vorhofarrhythmien unerkannt und unbehandelt, steigt das Risiko, einen

Schlaganfall zu erleiden oder an einer Herzschwäche zu erkranken.

Dr. Peter Wirtz, Chefarzt der Kardiologie im Kreiskrankenhaus Mechernich, und sein Team führen seit April vergangenen Jahres Ablationsbehandlungen bei Vorhofrhythmusstörungen durch. Ablationen sind kathetergestützte Spezialeingriffe am Herzmuskelgewebe. Krankhafte elektrische Erregungsherde werden verödet und Herzrhythmusstörungen so beseitigt. Das Verfahren kommt insbesondere zum Einsatz, wenn sich eine Rhythmusstörung nicht durch Medikamente kontrollieren lässt. Nach einer Ablation kehrt das Herz oft dauerhaft in seinen natürlichen Takt zurück.

Die Kryoballon-Behandlung ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem die Pulmonalvene, eine Quelle für das Entstehen von Vorhofflimmern, mit einem Kältemittel statt mit Hitze vom Herzen isoliert wird. Foto: Medtronic/pp/Agentur ProfiPress
Die Kryoballon-Behandlung ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem die Pulmonalvene, eine Quelle für das Entstehen von Vorhofflimmern, mit einem Kältemittel statt mit Hitze vom Herzen isoliert wird. Foto: Medtronic/pp/Agentur ProfiPress
Vorhofflimmern, die häufigste Herzrhythmusstörung, wird durch die kathetergeführte elektrische Isolation der Pulmonalvenen sowohl mit Hochfrequenzstrom (Feuer) als auch durch die Applikation eines Kälteballons (Eis) behandelt. Der Kälteballon wird über den linken Vorhof in die Mündung der Lungenvene platziert und mit einem Gas, welches den Ballon auf arktische Temperaturen abkühlt, gefüllt. Dabei wird über die gesamte Fläche des Ballons das elektrisch leitende Gewebe verödet und verliert seine Leitfähigkeit.

Leidet ein Patient unter Herzrhythmusstörungen, sollte zunächst der Hausarzt die Basisdiagnostik wie EKG und Langzeit-EKG durchführen.

Treten die Herzrhythmusstörungen nur gelegentlich, allerdings mit starken Symptomen auf, rät Dr. Peter Wirtz zu einer elektrophysiologischen Untersuchung. Diese führt Wirtz gemeinsam mit seinem Oberarzt Dr. med. (Syr) Wasim Schehab durch, der im Rahmen seiner ärztlichen Ausbildung über ein Jahr bei einem renommierten und international anerkannten Rhythmologen an der Universitätsklinik in Münster tätig war.

Die Ablationsverfahren werden gemeinsam mit Prof. Dr. med. Schrickel, Leiter der Sektion Elektrophysiologie an der Universitätsklinik Bonn durchgeführt. Schrickel verfügt über eine hohe Expertise und war maßgeblich an der Weiterentwicklung von Ablationsverfahren beteiligt. „Von seiner fachlichen Kompetenz profitieren nicht nur meine Ärzte und ich selbst, auch die Patienten sind in den bestmöglichen Händen. Und das spüren sie“, erklärt Wirtz.

                                                                                                         pp/Agentur ProfiPress

                                                                                                                                                             (30. Januar 2017)