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Biotonne: Damit im Winter nichts festfriert

Die Diplom-Geografin Karen Beuke ist bei der Kreisverwaltung für das Thema Abfallwirtschaft zuständig. Foto: Lothar Mehren/Kreisverwaltung Euskirchen Die Diplom-Geografin Karen Beuke ist bei der Kreisverwaltung für das Thema Abfallwirtschaft zuständig. Foto: Lothar Mehren/Kreisverwaltung Euskirchen Interview mit Karen Beuke von der Abfallberatung der Kreisverwaltung

Bei Minusgraden gibt es öfters Probleme bei der Entsorgung der Biotonne. Manche Tonnen können nicht vollständig entleert werden, da die feuchten Abfälle in der Tonne festfrieren. Andere werden von der Müllabfuhr nicht mitgenommen, da sie falsch befüllt sind – ganz unabhängig von der Jahreszeit.

Karen Beuke, Abfallberaterin der Kreisverwaltung Euskirchen, kennt die Problematik. Und sie weiß auch, wie man die Biotonne richtig befüllt.


Frau Beuke, was ist beim Befüllen der Biotonne grundsätzlich zu beachten?

Wichtig ist, dass man vorab den Boden der Tonne mit etwas geknicktem Karton, Eierkartons oder zusammengeknülltem Zeitungspapier auslegt. Außerdem sollte man die Bioabfälle mit trockenen, kompostierbaren Abfällen mischen, zum Beispiel mit zerkleinerten Ästen. Auch untergemischte, zerrissene Eierkartons oder etwas zerknülltes Zeitungspapier führen zu einer besseren Belüftung der Abfälle und verhindern ein Verdichten.

Wie sollte man mit Kaffeefiltern und anderen feuchten Küchenabfällen umgehen, damit sie nicht festfrieren?

Kaffeefilter samt Inhalt, Tee, Obst- und Gemüsereste sollte man in Zeitungspapier einwickeln. Alternativ kann man auch Papiermüllbeutel nehmen. Bitte die Abfälle nie in der Tonne festdrücken, da sie sonst verklumpen. Im ungünstigsten Fall löst sich der Biomüll dann auch ohne Frost nicht mehr aus der Tonne. Wenn möglich, sollte man die Tonne in der Garage oder an einem anderen frostsicheren Platz abstellen.

Was ist eigentlich mit sogenannten Stärketüten? Kann man die für Bioabfall verwenden?

Nein, bitte nicht - auch wenn auf den Stärketüten oder deren Verpackung der Hinweis „kompostierbar“ oder sogar „für die Biotonne“ aufgedruckt ist. Diese sogenannten „Biofolien-Abfallbeutel“ kompostieren zwar tatsächlich, allerdings brauchen sie dafür zu lange. Am Kompostwerk Mechernich wird innerhalb von nur zwei Wochen Frischkompost und nach zusätzlichen zwei Wochen Fertigkompost erzeugt. In dieser Zeit sind die Biofolien noch nicht verrottet. Deshalb müssen sie am Kompostwerk aussortiert werden. Das ist sehr aufwändig und damit auch teuer. Fallen solche Tüten bei der Abholung auf, kann die Biotonne sogar wegen falscher Befüllung stehen gelassen werden.


Info-Kasten
Die Abfallberatung des Kreises Euskirchen beantwortet gerne Fragen zum Thema (Telefon 02251 / 15 - 371 oder -241; E-Mail: abfallberatung@kreis-euskirchen.de). Weitere Informationen rund um die Entsorgung von Abfällen finden Sie auch auf der Homepage des Kreises (http://www.kreis-euskirchen.de/) im Bereich Umwelt / Abfallwirtschaft.

                                                                                                Kreisverwaltung Euskirchen

                                                                                                                                                           (30. Dezember 2016)