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Kinder vermissen nichts

60 Kinder aus dem Stadtgebiet Mechernich und 20 Betreuer verbrachten wieder unvergessliche Tage beim Zeltlager nach Westernart im Wald bei Holzheim. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress 60 Kinder aus dem Stadtgebiet Mechernich und 20 Betreuer verbrachten wieder unvergessliche Tage beim Zeltlager nach Westernart im Wald bei Holzheim. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress Ferienspaß-Zeltlager kommt ohne Handys und Pokémon Go aus

Mechernich-Holzheim – Keine Smartphones, weder Strom noch fließendes Wasser, stattdessen Wildwest-Feeling mit Lagerfeuer, Natur pur und viel Bewegung ganz ohne Pokémon Go: So verbringen 60 Kinder aus dem Mechernicher Stadtgebiet vier Tage ihrer Sommerferien, ohne dass sie irgendetwas vermissen würden.

„Wir haben ein paar Zwölfjährige dabei, die traurig sind, dass sie in diesem Jahr zum letzten Mal mitmachen können. Die fragen

jetzt schon, wann sie als Jugendbetreuer wiederkommen können“, erzählte nach der ersten Nacht Lagerleiter Roland Rosenthal vom Westernclub Mechernich, der das Zeltlager seit sage und schreibe 32 Jahren im Rahmen des „Mechernicher Ferienspaßes“ durchführt. Das wäre nicht weiter ungewöhnlich, denn viele derer, die als Kinder selbst beim Zeltlager dabei waren, passen heute auf die nächste Generation auf.

Normalerweise dürfen die Kinder erst die letzte Nacht „durchmachen“. In diesem Jahr war jedoch schon für die zweite Übernachtung mit dem Sternschnuppen-Regen ein Himmelsereignis angekündigt, für das Pänz und Betreuer zumindest ein paar Stunden des Schlafes opfern wollten. Obwohl der Himmel am Donnerstagnachmittag wolkenverhangen war und es auch immer wieder tröpfelte, hoffte Roland Rosenthal trotzdem darauf, viele der bis zu stündlich 170 Sternschnuppen, die von den Astronomen erwartet wurden, zu erspähen. „Die Bedingungen hier oben wären optimal“, sagte er. Denn auf dem mitten im Holzheimer Wald hochgelegenen Zeltplatz gibt es weit und breit kein Kunstlicht, das beim Naturschauspiel hätte stören können.

Einen der anstrengendsten Jobs hatten zweifellos Mark Schwalbe, Chefkoch der Feldküche und sein Gehilfe Christopher Glock. Mit Riesenmengen an Rührei mit Speck, Spiegelei und Nürnberger Würstchen sorgten sie schon zum Frühstück dafür, dass Kraft getankt werden konnte. „Die Jungs und Mädchen brauchen Energie, die sind den ganzen Tag in Bewegung“, erklärte Schwalbe. Für das Mittagessen am Mittwoch – Geschnetzeltes mit Reis, Nudeln, Salat und Obst zum Nachtisch – wurden insgesamt 52 Kilogramm Lebensmittel verarbeitet. Nach einer kleinen wohlverdienten Pause begannen schon wieder die Vorbereitungen fürs Abendessen: 21 Kilogramm Kartoffeln wollten geschält, gewaschen und gebraten werden.

Dass die Mahlzeiten nicht angeliefert, sondern täglich frisch gekocht wurden, war den besonderen Fertigkeiten von Mark Schwalbe zu verdanken, denn als gelernter Koch meisterte er es mit Bravour, für 60 Kinder und 20 Betreuer zu planen, einzukaufen und zu kochen und dafür auch noch seinen Urlaub zu opfern. Auf ein professionelles Equipment musste er auch mitten in der Walachei nicht verzichten. „Mein Chef ist so begeistert von der Sache, dass er mir alles zur Verfügung stellt“, freute sich Schwalbe über das Entgegenkommen seines Arbeitgebers, dem Bornheimer Caterer Björn Theisen.

Dank des Engagements der Betreuer, die ausnahmslos alle einige Urlaubstage opferten, konnten Kinder und Betreuer sogar auf die Dienste eines Lager-eigenen Sanitäters zählen: Michael Fink, Geschäftsführer des Beatmungs- und Intensivpflegedienstes Flair, ist seit drei Jahren mit seiner Ausrüstung vor Ort, um notfalls Erste Hilfe zu leisten. „Dramatische Insektenstiche, Prellungen, Schürfwunden“, zählt er die typischen Blessuren des Lagerlebens auf. Insektenstiche blieben diesmal die Ausnahme, eine – vielleicht auch die einzige – positive Begleiterscheinung des nass-kalten Sommerwetters in diesem Jahr. „Wir haben keine Wespen und kaum Fliegen“, stellte Roland Rosenthal fest. Das und kühle Temperaturen erleichterten diesmal auch das Lagern der Lebensmittel.

Nur auf einen Spaß mussten die Kinder wetterbedingt verzichten: Für die sonst immer willkommene Abkühlung aus dem Feuerwehrschlauch war es einfach zu kalt. Stattdessen halfen sie begeistert beim Auffüllen der Kanister, wenn einmal täglich das Löschfahrzeug mit dem täglichen Wasservorrat anrückte.

                                                                                                        pp/Agentur ProfiPress

                                                                                                                                                            (15. August 2016)

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Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress