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Gute Zahlen 2011, tolle Pläne 2012

Die VR-Bank Nordeifel eG lässt ihre Mitglieder nicht im Regen stehen. Wie stark die genossenschaftliche Gemeinschaft tatsächlich ist, belegen die Zahlen und Daten, die Vorstandsvorsitzender Bernd Altgen (Mitte) gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Wolfgang Merten (rechts) und Mark Heiter bei der Jahrespressekonferenz vorlegte. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress Die VR-Bank Nordeifel eG lässt ihre Mitglieder nicht im Regen stehen. Wie stark die genossenschaftliche Gemeinschaft tatsächlich ist, belegen die Zahlen und Daten, die Vorstandsvorsitzender Bernd Altgen (Mitte) gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Wolfgang Merten (rechts) und Mark Heiter bei der Jahrespressekonferenz vorlegte. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress Jahrespressekonferenz der VR-Bank Nordeifel mit Bilanz 2011 schon im Januar - Auch rund 900 Mechernicher Kunden vertrauen der „Hausbank der Region“ – Vorstandsvorsitzender Bernd Altgen und Vorstandsmitglied Wolfgang Merten zu Besuch bei Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: Suche nach Gemeinsamkeiten und gemeinsamen Vorhaben – VR-Bank Nordeifel bezieht Position zum Ausbau der Regionalität ihres erfolgreichen Geschäftsmodells von Menschen für Menschen – Plus 8,5 Prozent auf über eine halbe Milliarde Bilanzsumme – Plus 1400 auf 22.000 Mitglieder - Kunden fliehen vor Spekulationsblasen in seriöse Einlagen – Halbe Mio Dividende und Bonifikation für Miteigentümer, drei Millionen fürs Eigenkapital

Auch rund 900 Mechernicher Kunden der VR-Bank Nordeifel eG vertrauen „ihrer“ Hausbank der Region. Erst in der vergangenen Woche hatten sich Vorstandsvorsitzender Bernd Altgen und Vorstandsmitglied Wolfgang Merten mit dem Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick getroffen, um Gemeinsamkeiten und eventuelle gemeinsame Vorhaben auszuloten. Die VR-Bank Nordeifel begleitet neben den Privatkunden auch zahlreiche Geschäftskunden aus dem Stadtgebiet – und möchte diesen Service für Firmenkunden auch weiter ausbauen.  

Bei der Jahrespressekonferenz präsentierte die „Hausbank der Region“, die es sich zum Ziel gesetzt hat, mit einem regionalen Konzept von Menschen der Region für Menschen der Region erfolgreich zu sein, die Zahlen und Fakten des gerade verflossenen Geschäftsjahres 2011. Das genossenschaftliche Institut gehört seinen 22.000 Mitgliedern, das sind 40 Prozent der Euskirchener Südkreisbevölkerung. 73 Prozent ihrer Kunden sind auch Miteigentümer der VR-Bank Nordeifel. 

Gebäude der VR-Bank Nordeifel
Von Menschen der Region für Menschen der Region: Das genossenschaftliche Erfolgsmodell der VR-Bank Nordeifel eG. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress
Gute Geschäftszahlen für 2011, noch mehr genossenschaftliche Demokratie 2012 und der weitere Ausbau der Regionalität in einem ganz speziell auf die Region Nordeifel zugeschnittenen Geschäftsmodell waren die Kernaussagen der Jahrespressekonferenz der VR-Bank Nordeifel, die Vorstandsvorsitzender Bernd Altgen und seine Kollegen Mark Heiter und Wolfgang Merten in Schleiden machten. „Wir alle in der Nordeifel profitieren zusammen“, brachte es der Vorstandsvorsitzende auf den Punkt.

„Andere mögen sich aus der Region zurückziehen“, konstatierte Altgen auf Nachfrage der Journalisten: „Wir nicht. Im Gegenteil: Wir sind und bleiben die Hausbank dieser Region und wir werden nach örtlich individuellen intelligenten Lösungen für die jeweiligen Ortschaften und Teilregionen suchen.“ Als Beispiel nannte er das Beratungsbüro von Willi Gerhards in Dreiborn, das individuelle Betreuung der Mitglieder und Kunden über zwölf Stunden an sechs Tagen der Woche ermöglicht.

„Wir haben ein Alleinstellungsmerkmal, die Mitgliedschaft. Wir sind das einzige Unternehmen der Region, das seinen Kunden gehört.

Wir machen ein regionales Bankenkonzept von Menschen für Menschen der Eifel“, sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Altgen in der Pressekonferenz. Den Weg anderer Institute, die die Schließung bis zu einem Drittel ihrer Geschäftsstellen angekündigt haben, mochten die VR-Bank-Vorstände „nicht kommentieren“. Nur, so Bernd Altgen: „Wir gehen einen vollständig anderen Weg.“ Auf Nachfrage der Presse versicherte er zudem, dass die VR-Bank Nordeifel eG auch langfristig in allen sechs Nordeifel-Kommunen mit persönlichen Ansprechpartnern präsent bleiben werde.

Dazu gehört es auch, nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2011 mit 8,5 Prozent Steigerung der Bilanzsumme auf eine gute halbe Milliarde Euro, knapp 500 000 Dividende und Bonifikation für gute Geschäftsbeziehungen an die Miteigentümer auszuzahlen sowie gut drei Millionen in die Eigenkapitalreserven zu legen. Bernd Altgen: „Wir wirtschaften solvent und solide, wie man das von Eifelern erwarten darf! Auch die 5 Mio. Euro an Kaufkraft, die von der VR-Bank Nordeifel in die Region fließen, sprechen eine deutliche Sprache.“

Konkret hat die VR-Bank Nordeifel beispielsweise in den Kommunen Dahlem/Nettersheim kein Personal abgezogen, sondern noch zwei weitere jüngere Mitarbeiter nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung eingestellt. Vorstandsmitglied Mark Heiter: „Auch wenn bei uns 75 Prozent der Girokontenbewegung online abgewickelt werden und im vergangenen Jahr 118,5 Millionen Euro Bargeld an unseren insgesamt 19 Geldautomaten von den Kunden selbst abgehoben wurden, ziehen wir als VR-Bank Nordeifel aus diesen Rahmenbedingungen andere Schlüsse als andere!“

Freiräume nutzen für Beratung und Begleitung

Bernd Altgen: „Wir erhöhen unsere Präsenz und nutzen die Zeit, die nicht mehr für Geldabheben und Überweisungen gebraucht wird, um verstärkt unserer Rolle als genossenschaftliche Berater und Begleiter nachzukommen.“ Denn, so Altgen: „Meine Finanzsituation kann ich nicht mit einem Blechkasten besprechen.“ Seit 1996 bereits biete die Eifeler Hausbank Beratungszeiten während zwölf Stunden des Tages an – in Geschäftsstellen, Heimbüros oder bei den Kunden und Mitgliedern daheim.

Wolfgang Merten, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Bernd Altgen
Vergangene Woche trafen sich Vorstandsvorsitzender Bernd Altgen (r.) und Vorstandsmitglied Wolfgang Merten mit dem Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (m.), um Gemeinsamkeiten und eventuelle gemeinsame Vorhaben auszuloten. Die VR-Bank Nordeifel begleitet neben den rund 900 Privatkunden auch zahlreiche Geschäftskunden aus dem Stadtgebiet Mechernich. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Nirgends ist man näher bei den Menschen als zu Hause“, sagte der für den Markt und seine Betreuung zuständige VR-Bank-Vorstand Wolfgang Merten. Modelle wie die Dreiborner Bankenagentur hält er für ausbaufähig. Andererseits hätten 110 der 134 Ortschaften im Geschäftsgebiet „nie eine eigene Geschäftsstelle gehabt.“ Man werde, so Merten, „wie in den vergangenen 132 Jahren weiter um die jeweils örtliche und fachlich beste Lösung“ ringen.

Dazu gehört auch die Überlegung, in den Geschäftsstellen der VR-Bank Nordeifel Geno-Post-Filialen einzurichten, bei denen die Menschen ihren Brief- und Paketverkehr abwickeln können. Auch andere Dienstleistungen werden geprüft. Wolfgang Merten: „Wir wollen die Attraktivität unserer Geschäftsstellen steigern!“

Seine Kollegen Bernd Altgen (Steuerung) und Mark Heiter (Produktion) und der dem Vorstand direkt beigestellte Prokurist Roland von Wersch (Entwicklung von Strategie und Kultur, Management von Mitgliedschaft, Regionalentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit) nutzten die frühe Jahrespressekonferenz bereits im Januar auch dazu, verbindliche Aussagen über das abgelaufene Geschäftsjahr zu treffen - und entsprechende Zahlen, Fakten und Zusammenhänge vorzulegen, die sich sehen lassen dürfen.

73 Prozent der Kunden und 40 % der Bevölkerung sind Mitglied

Die Zahl der VR-Bank-Mitglieder stieg im Laufe des Jahres 2011 um 1392 auf nunmehr 22 000. Damit sind rund 40 Prozent der Einwohner in der Region und sogar 73 Prozent der Kunden Miteigentümer der genossenschaftlich organisierten VR-Bank. Mit dem historischen Willy-Brandt-Spruch „Mehr Demokratie wagen“ kündigte Vorstandsvorsitzender Bernd Altgen für 2012 insgesamt sechs regionale Mitgliederversammlungen an, bei denen die 22 000 Mitglieder ihre eigenen Delegierten für die jährliche Vertreterversammlung nominieren.

Seit dem Platzen künstlich aufgeblähter Spekulationsblasen seit 2008 haben viele Eifeler den Verlockungen der Großbanken oder konkurrierenden Direktbanken abgesagt, und ihr Geld stattdessen bei der Hausbank der Region seriös angelegt, so die Vorstandsmitglieder. Was zur Folge hatte, dass die Einlagen seit Ende 2007 um sage und schreibe 94 Millionen Euro wuchsen.

Die Bilanzsumme kletterte im gleichen Zeitraum um 113 Millionen auf jetzt über eine halbe Milliarde Euro (550 Millionen), allein im vergangenen Jahr um 43 Millionen oder 8,5 Prozent. „Einlagen sind ein Zeichen des Vertrauens zu uns“, konstatierte Vorstandsvorsitzender Bernd Altgen, „und die Zahlen drücken aus, wie stark das Vertrauen der Mitglieder und Kunden in unsere Bank ist.“ Sein Kollege Mark Heiter: „Kredite sind ein Spiegelbild der Investitionstätigkeit.“ Und die ist zurzeit überschaubar, zumindest, was die Bautätigkeit der Eifeler im Südkreis angeht.

Die erhofften Zuwächse im Kreditgeschäft von vier Prozent sind 2011 nicht eingetreten, so Mark Heiter, was zum Teil auch daran lag, dass es wegen der allgemeinen Flucht in Sachwerte - verstärkt im letzten Quartal 2011 - zu Sondertilgungen von Immobilienkrediten kam. Unter dem Strich hat die VR-Bank Nordeifel 2011 aber immerhin neue Kredite über 58,6 Millionen Euro vergeben, 31 Millionen im privaten, 27,5 Millionen im gewerblichen Bereich. Altgen: „Richtig ist aber auch, dass wir die Investitionstätigkeit in der Region, und dazu zähle ich den ganzen Kreis Euskirchen, weiter mit Krediten unterstützen.“ Ein offensives Angebot, auch an Wirtschaft, Kommunen und Institutionen.

Familienmanagement und „Jahr der Genossenschaften“

Vorstand

Bei der VR-Bank Nordeifel profitieren alle: Die Mitglieder, die Bank selbst, die Region und die Menschen der Region, von denen 145 mit der Hausbank der Region auch einen Arbeitgeber fanden, wie Vorstandsvorsitzender Bernd Altgen (v.l.) sowie seine Vorstandskollegen Mark Heiter und Wolfgang Merten berichteten. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress
Bei der Gewinnausschüttung hat sich auch im dritten Jahr seit Reduzierung einer fixen Dividende die Bonifikation von Geschäftsguthaben je nach Qualität und Häufigkeit der getätigten Bankgeschäfte bewährt. Und zwar für die Mitglieder, die ja allesamt Geschäftsanteile gezeichnet haben, auf die sie Jahr für Jahr diese Bonifikation erhalten.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung sollen für 2011 insgesamt 492.947 Euro an die Mitglieder ausgeschüttet werden, bestehend aus konstant 129.000 Euro Grunddividende und 363.947 Euro Bonifikation. Das sind unter dem Strich knapp 160.000 Euro mehr als 2008, dem Jahr, in dem letztmals nur eine dienstleistungsunabhängige Dividende gezahlt wurde.

Vorstandsvorsitzender Bernd Altgen betonte: „Wir sind die größte Personengemeinschaft der Region.“ Gemeinschaftlich und genossenschaftlich werde man mit den Menschen der Eifelregion noch eine Menge zu Wege bringen. Damit kündigte er schon jetzt eine Veranstaltung der VR-Bank Nordeifel für 1.600 Unternehmen im Kreis Euskirchen an, die am Donnerstag, 22. März, ab 19 Uhr im Kursaal Gemünd zur Bildung eines Netzwerks „Familienfreundliche Unternehmen im Kreis Euskirchen“ führen soll.

Am Ende einer solchen regionalen Vernetzung könnte möglicherweise eine Familiengenossenschaft stehen, so Altgen, die gezielte Hilfe für die Familien in der Kindererziehung und in der Pflege von Angehörigen organisiert. Aber das hänge stark vom Engagement und der Vernetzungsbereitschaft von Unternehmen, Arbeitnehmern und Dienstleistungsanbietern zusammen.

Überhaupt will sich die VR-Bank Nordeifel 2012, dem von der UNO deklarierten „Internationalen Jahr der Genossenschaften“, weiter in Schulen und Dörfern für die Bildung genossenschaftlicher Lösungsmodelle engagieren, die beispielsweise Träger von Bürgerläden oder Schulkiosken sein können.

In der Jahrespressekonferenz wurde auch deutlich dass die VR-Bank Nordeifel das Interesse zweier Universitäten auf sich gezogen hat. Michael Tschöpel, ein Doktorand am genossenschaftlichen Lehrstuhl bei Professor Theresia Theurl an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, befragt zurzeit 2.000 Mitglieder der VR-Bank Nordeifel nach ihren Erfahrungen und Erfolgen in der Hausbank der Region. Auch das Seminar für Genossenschaftswesen an der Uni Köln arbeitet in der Eifel mit an der Ausweitung der VR-Bank Nordeifel zum „multifunktionalen gesellschaftlichen Nutzen“ der ganzen Region.

Acht Qualitätsgarantien mit Geldprämien unterlegt

Teil der Informationsunterlagen, die die VR-Bank Nordeifel den Teilnehmern ihrer Jahrespressekonferenz am 24. Januar in Schleiden mit auf den Weg gab, waren die Qualitätsgarantien für Mitglieder 2012, eine Broschüre, der die 22.000 Miteigentümer der VR-Bank Nordeifel in Kürze bestimmte Serviceleistungen für Qualität und Sicherheit entnehmen können. So bekommt jedes Mitglied auf Wunsch einen höchst individuellen, also maßgeschneiderten „Finanzplan“ entworfen. Sollte bei dieser Neuordnung der Geldgeschäfte nicht mindestens ein finanzieller Vorteil von 50 Euro herausspringen, zahlt die Bank dem betreffenden Mitglied diese 50 Euro aus. Wer bei einem der 145 VR-Bank-Beschäftigten Anregung oder Kritik oder eine Idee anmeldet und nicht binnen dreier Tage eine Rückmeldung erhält, bekommt zehn Euro. Zudem gibt es noch sechs weitere Garantien für Mitglieder der VR-Bank Nordeifel.

Abschließend versprach der Vorstand, dass es für das erfolgreiche Mitgliederforum 2011 mit Dr. Heiner Geißler zum Thema „Werte schaffen Werte“ 2012 eine würdige Folgeveranstaltung geben wird: Der Journalist, Buchautor und „Wertebotschafter“ Ulrich Wickert wird am 26. September als Stargast des Mitgliederforums 2012 im Kino Vogelsang erwartet. Mit Bezug auf die 1.100 Plätze dort prognostizierte der Vorstandsvorsitzende Altgen schmunzelnd: „Die Hütte bekommen wir voll.“


pp/Agentur ProfiPress

(25.1.2012)