Schüler und Kirchen setzen ein Zeichen gegen das Vergessen
Zur Erinnerung an das Ende der jüdischen Gemeinde in Mechernich vor 70 Jahren veranstalten die evangelische und katholische Kirche sowie die weiterführenden Schulen des Kernortes am Mittwoch, 9. November, einen Gedenkgang und wünschen sich dabei die rege Beteiligung der Mechernicher Bevölkerung.
Im Jahr 1941 wurden auch die letzten Juden aus Mechernich deportiert.
Viele waren schon nach 1938 nach Köln oder Bonn gezogen, in der vergeblichen Hoffnung, in der Anonymität der Großstadt die Verfolgung überstehen zu können. Die wenigen Mitbürger jüdischen Glaubens, die 1941 – drei Jahre nach der Reichspogromnacht - noch in der Eifel geblieben waren, wurden in den Osten verschleppt und dort ermordet.
Der Gedenkgang beginnt am 9. November, um 18 Uhr an dem Platz, wo bis 1938 die Synagoge stand, an der Rathergasse, Ecke Turmhofstrasse. Von dort gehen die Teilnehmer zur Kreuzung von Weyer- und Heerstraße, wo seit gestern Stolpersteine an das Schicksal der Eheleute Kohn und ihre Kinder, die in der Shoa ums Leben kamen, erinnern. Schüler und Schülerinnen der Hauptschule Mechernich gedenken hier besonders der ermordeten Kinder aus Mechernich.
Die nächste Station ist vor dem Rathaus. Die Realschule Mechernich wird hier darstellen, dass der Mord an den Juden keine Tat Einzelner war, sondern nur durch das Mittun vieler möglich war.
Von hier aus begibt sich der Gedenkgang zum ehemaligen Wohnhaus des Bäckermeisters Andreas Girkens, wo Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums am Turmhof an diejenigen erinnern werden, die sich den Verbrechen der Nazis, oft unter Einsatz ihres Lebens, widersetzt haben.
Der diesjährige Gedenkgang endet gegen 19.30 an dem Ort, an dem die letzten jüdischen Mitbürger Mechernich verlassen mussten, am Bahnhof. Firmlinge der katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist werden hier an alle deportierten Juden aus Mechernich und das Schicksal erinnern, das sie erwartete.
Veranstalter sind - wie jedes Jahr - die Schulen und christlichen Kirchen in Mechernich. Sie hoffen auf eine rege Beteiligung, um dem Gedenken an die Ereignisse, die sich dieses Jahr zum 70. Mal jähren, einen abgemessenen Rahmen zu geben.
pp/Agentur ProfiPress
Im Jahr 1941 wurden auch die letzten Juden aus Mechernich deportiert.
Viele waren schon nach 1938 nach Köln oder Bonn gezogen, in der vergeblichen Hoffnung, in der Anonymität der Großstadt die Verfolgung überstehen zu können. Die wenigen Mitbürger jüdischen Glaubens, die 1941 – drei Jahre nach der Reichspogromnacht - noch in der Eifel geblieben waren, wurden in den Osten verschleppt und dort ermordet.
Der Gedenkgang beginnt am 9. November, um 18 Uhr an dem Platz, wo bis 1938 die Synagoge stand, an der Rathergasse, Ecke Turmhofstrasse. Von dort gehen die Teilnehmer zur Kreuzung von Weyer- und Heerstraße, wo seit gestern Stolpersteine an das Schicksal der Eheleute Kohn und ihre Kinder, die in der Shoa ums Leben kamen, erinnern. Schüler und Schülerinnen der Hauptschule Mechernich gedenken hier besonders der ermordeten Kinder aus Mechernich.
Die nächste Station ist vor dem Rathaus. Die Realschule Mechernich wird hier darstellen, dass der Mord an den Juden keine Tat Einzelner war, sondern nur durch das Mittun vieler möglich war.
Von hier aus begibt sich der Gedenkgang zum ehemaligen Wohnhaus des Bäckermeisters Andreas Girkens, wo Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums am Turmhof an diejenigen erinnern werden, die sich den Verbrechen der Nazis, oft unter Einsatz ihres Lebens, widersetzt haben.
Der diesjährige Gedenkgang endet gegen 19.30 an dem Ort, an dem die letzten jüdischen Mitbürger Mechernich verlassen mussten, am Bahnhof. Firmlinge der katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist werden hier an alle deportierten Juden aus Mechernich und das Schicksal erinnern, das sie erwartete.
Veranstalter sind - wie jedes Jahr - die Schulen und christlichen Kirchen in Mechernich. Sie hoffen auf eine rege Beteiligung, um dem Gedenken an die Ereignisse, die sich dieses Jahr zum 70. Mal jähren, einen abgemessenen Rahmen zu geben.
pp/Agentur ProfiPress
(13.10.2010)
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