Bundeswehr: Standort Mechernich bleibt
Der Bundeswehr-Standort Mechernich bleibt. Am heutigen Mittwochnachmittag gab Bundesverteidigungsminister Thomas de Mazière im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin bekannt, welche Militärstandorte in Deutschland zukünftig geschlossen werden.
Laut einer Auflistung des Verteidigungsministeriums gehört Mechernich nicht dazu.
Im Rahmen der Bundeswehrreform müssen allerdings aber auch in Mechernich personelle Abstriche gemacht werden. Von bislang 830 Dienstposten (DP) werden 600 übrig bleiben. So werden das Führungsunterstützungsregiment 28 (100 DP), die Sanitätsstaffel SKUKdo Tle Mechernich (20 DP) und das SysZentrum FlaRak (85 DP) aufgelöst. Das Kalibrierzentrum der Bundeswehr verliert 25 Dienstposten. Unangetastet bleiben dagegen das Kraftfahrausbildungszentrum und das Materialdepot.

„Wir sind froh, dass der Standort bleibt“, sagt Thomas Hambach, Erster Beigeordneter. Foto: Archivfoto/pp/Agentur ProfiPress„Wir sind froh, dass der Standort bleibt“, sagt der Erste Beigeordnete Thomas Hambach. Aber: „Der Teilbereich Logistik wird aber Ende 2013 noch einmal separat geprüft werden. Die Zielrichtung liegt dann auf dem Jahr 2018, wie uns das Verteidigungsministerium in einem Brief mitgeteilt hat.“ Dass seine Gefühle zwiespältig sind, daraus macht Hambach keinen Hehl: „Auf der einen Seite empfinden wir Glück, auf der anderen Seite bleibt die Erkenntnis: Die Entscheidung ist aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.“
Hans Mießeler, Personalratsvorsitzender des Materialdepots/Distributionszentrums, ist dagegen erleichtert: „Es ist eine Entscheidung für den Standort Mechernich. Wir haben die Nachricht durchweg positiv aufgenommen. Bei vielen Mitarbeitern ist zu spüren, dass die Anspannung von ihnen abfällt.“ Zudem sieht Mießeler durch die Schließung anderer Depots bundesweit Chancen für das Mechernicher Depot: „Wir sehen ein großes Spektrum an Arbeit auf uns zukommen.“ Denn, da ist sich Mießeler sicher: „Die Arbeit wird nicht weniger.“
Bundestagsabgeordneter Detlef Seif, der der Arbeitsgruppe Verteidigung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion angehört: „Natürlich wären wir zufriedener, wenn gar keine Stellen gestrichen worden wären.“ Gemessen aber im Bundesvergleich zu anderen Standorten habe Mechernich im speziellen und der Kreis Euskirchen insgesamt „überdurchschnittlich viel Personal“ behalten, so der 49Jährige MdB aus Euskirchen. Seif, den die Agentur ProfiPress während der Sitzungen im Bundestag erreichte, macht das an vier Gründen fest: Zum ersten beträfen die Kürzungen vor allem Einheiten, die bislang Wehrdienstleistende ausgebildet haben. Das aber sei in Euskirchen und Mechernich nicht der Fall gewesen, so Seif. Zum zweiten würden beide genannten Standorte einen „hohen Grad an Spezialisierung“ aufweisen. Als Beispiele nennt er in Euskirchen das Amt für Geoinformationswesen und in Mechernich das Materialdepot. Gerade die Mechernicher hätten in punkto Technik, so bei der Einführung von SAP-Software, „immer ihre Hausaufgaben gemacht.“ Der dritte Punkt sei die Verwurzelung der Bundeswehr in der Gesellschaft, die an beiden Standorten sehr gut gelungen sei. Und der vierte Punkt? „Ein Quäntchen Glück“, gibt Detlef Seif unumwunden zu.
In Nordrhein-Westfalen hat die Bundeswehr insgesamt 43 Standorte. Wie bislang bekannt wurde, werden in NRW die Standorte Kerpen und Königswinter geschlossen. Die Schließungen sollen bis 2017 abgeschlossen sein.
pp/Agentur ProfiPress
Laut einer Auflistung des Verteidigungsministeriums gehört Mechernich nicht dazu.
Im Rahmen der Bundeswehrreform müssen allerdings aber auch in Mechernich personelle Abstriche gemacht werden. Von bislang 830 Dienstposten (DP) werden 600 übrig bleiben. So werden das Führungsunterstützungsregiment 28 (100 DP), die Sanitätsstaffel SKUKdo Tle Mechernich (20 DP) und das SysZentrum FlaRak (85 DP) aufgelöst. Das Kalibrierzentrum der Bundeswehr verliert 25 Dienstposten. Unangetastet bleiben dagegen das Kraftfahrausbildungszentrum und das Materialdepot.
„Wir sind froh, dass der Standort bleibt“, sagt Thomas Hambach, Erster Beigeordneter. Foto: Archivfoto/pp/Agentur ProfiPress„Wir sind froh, dass der Standort bleibt“, sagt der Erste Beigeordnete Thomas Hambach. Aber: „Der Teilbereich Logistik wird aber Ende 2013 noch einmal separat geprüft werden. Die Zielrichtung liegt dann auf dem Jahr 2018, wie uns das Verteidigungsministerium in einem Brief mitgeteilt hat.“ Dass seine Gefühle zwiespältig sind, daraus macht Hambach keinen Hehl: „Auf der einen Seite empfinden wir Glück, auf der anderen Seite bleibt die Erkenntnis: Die Entscheidung ist aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.“
Hans Mießeler, Personalratsvorsitzender des Materialdepots/Distributionszentrums, ist dagegen erleichtert: „Es ist eine Entscheidung für den Standort Mechernich. Wir haben die Nachricht durchweg positiv aufgenommen. Bei vielen Mitarbeitern ist zu spüren, dass die Anspannung von ihnen abfällt.“ Zudem sieht Mießeler durch die Schließung anderer Depots bundesweit Chancen für das Mechernicher Depot: „Wir sehen ein großes Spektrum an Arbeit auf uns zukommen.“ Denn, da ist sich Mießeler sicher: „Die Arbeit wird nicht weniger.“
Bundestagsabgeordneter Detlef Seif, der der Arbeitsgruppe Verteidigung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion angehört: „Natürlich wären wir zufriedener, wenn gar keine Stellen gestrichen worden wären.“ Gemessen aber im Bundesvergleich zu anderen Standorten habe Mechernich im speziellen und der Kreis Euskirchen insgesamt „überdurchschnittlich viel Personal“ behalten, so der 49Jährige MdB aus Euskirchen. Seif, den die Agentur ProfiPress während der Sitzungen im Bundestag erreichte, macht das an vier Gründen fest: Zum ersten beträfen die Kürzungen vor allem Einheiten, die bislang Wehrdienstleistende ausgebildet haben. Das aber sei in Euskirchen und Mechernich nicht der Fall gewesen, so Seif. Zum zweiten würden beide genannten Standorte einen „hohen Grad an Spezialisierung“ aufweisen. Als Beispiele nennt er in Euskirchen das Amt für Geoinformationswesen und in Mechernich das Materialdepot. Gerade die Mechernicher hätten in punkto Technik, so bei der Einführung von SAP-Software, „immer ihre Hausaufgaben gemacht.“ Der dritte Punkt sei die Verwurzelung der Bundeswehr in der Gesellschaft, die an beiden Standorten sehr gut gelungen sei. Und der vierte Punkt? „Ein Quäntchen Glück“, gibt Detlef Seif unumwunden zu.
In Nordrhein-Westfalen hat die Bundeswehr insgesamt 43 Standorte. Wie bislang bekannt wurde, werden in NRW die Standorte Kerpen und Königswinter geschlossen. Die Schließungen sollen bis 2017 abgeschlossen sein.
pp/Agentur ProfiPress
(26.10.2011)
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