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Aufruf zur Haus- und Straßensammlung

Seit Jahren übernehmen Soldaten der Mechernicher Garnison die traditionelle Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge in der Kernstadt Mechernich sowie in Kommern. In den weiteren Ortschaften der insgesamt 42 Dörfer und Weiler des Stadtgebietes übernehmen diese Aufgabe Ortsvorsteher, Feuerwehr und weitere Freiwillige. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress Seit Jahren übernehmen Soldaten der Mechernicher Garnison die traditionelle Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge in der Kernstadt Mechernich sowie in Kommern. In den weiteren Ortschaften der insgesamt 42 Dörfer und Weiler des Stadtgebietes übernehmen diese Aufgabe Ortsvorsteher, Feuerwehr und weitere Freiwillige. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. vom 1. bis 20. November 2011 - Auftaktveranstaltung zur Sammelaktion am Freitag, 28. Oktober, auf dem Wochenmarktplatz in Mechernich

Sehr geehrte Damen und Herren,
werte Freunde des Volksbundes,

zunächst möchte ich mich bei allen, die Sie tatkräftig und persönlich engagiert die letzte Haus- und Straßensammlung unterstützt haben, nochmals ganz herzlich bedanken. Viele Bürgerinnen und Bürger, Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr und der Reserve, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sowie Schüler/innen in NRW helfen alljährlich dem Volksbund bei seiner landesweiten Haus- und Straßensammlung.

In Kürze steht die nächste Sammlung an, die sich über den Zeitraum vom 01. Nov. bis zum 20. Nov. 2011 erstreckt. Ich möchte Sie nun alle in unserer schönen Stadt bitten, den guten Zweck erneut durch eine für Sie zumutbare Spende zu unterstützen. Weisen Sie die ehrenamtlich tätigen Sammler mit ihrer Sammeldose oder Sammelliste an Ihrer Wohnungs- bzw. Haustüre nicht einfach ab. Bedenken Sie, dass Sie  mit Ihrer Spende einen Beitrag für eine bessere, friedvolle Welt leisten.

Der Leitspruch des Volksbundes „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden „ gilt den Lebenden und den Toten. Er wirbt für mehr Menschlichkeit und setzt Zeichen gegen das Vergessen.
 Helmut Külzer, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Oberstleutnant Rainer Kleusch
Helmut Külzer, der städtische Beauftragte für den Volksbund, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Oberstleutnant Rainer Kleusch bei einer früheren Auftaktveranstaltung. Diese findet auch in diesem Jahr wieder auf dem Mechernicher Wochenmarkt statt, und zwar am Freitag, 28. Oktober, um 10 Uhr. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Für Ihre Spende gibt es 7 wichtige Gründe:

1.
Die Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft sind sichtbare Zeugnisse menschlichen Versagens; nach internationalem wie nationalem Recht und zur Mahung bleiben sie dauernd bestehen.

2. 
Kriegsgräberstätten sind Begegnungsorte der Lebenden, Treffpunkte der Generationen, Lernorte der Geschichte.

3. 
Kriegsgräberfürsorge bedeutet auch: über Gräbern Freunde zu gewinnen, gemeinsame Geschichte wach zu halten, für mehr Frieden zu werben.

4. 
Geschichte ist nie abgeschlossen, nicht bloße Vergangenheit; Geschichte holt uns immer wieder ein.

5. 
Kriegsgräber sind eben nicht nur Vergangenheit, sondern auch Gegenwart und leider auch wohl Zukunft.

6. 
Junge Menschen aus West- und Osteuropa lernen sich bei der gemeinsamen Arbeit an Kriegsgräbern oder bei Seminaren in den Jugendbegegnungsstätten oder bei anderen Aktivitäten des Volksbundes näher kennen und verstehen.

7. 
Kriegsgräberfürsorge – wie sie der Volksbund versteht – ist unabhängig von Parteien und Konfessionen und bietet allen Gruppierungen unserer Gesellschaft die Möglichkeit, sich aktiv für ein friedvolles wie tolerantes Miteinander einzusetzen, über Gräber und Grenzen hinweg.

Helmut Külzer und Oberstleutnant Oliver Danz
Helmut Külzer (v.l.), Standesbeamter der Stadt Mechernich, und Oberstleutnant Oliver Danz als Vertreter des Standortältesten der Mechernicher Bundeswehr baten die Bürger im vergangenen Jahr um Spenden für die Kriegsgräberfürsorge. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Der Sammelzweck dieser nunmehr anstehenden Haus- und Straßensammlung lautet:

Ausbau und Instandsetzung von Kriegsgräberstätten im Ausland und damit verbunden die Unterstützung der Workcamps des Volksbundes im In- und Ausland sowie von Projekten im Rahmen der Friedenserziehung in den Jugendbegegnungsstätten des Volksbundes. Seit vielen Jahren werden derartige Workcamps mit russischen und deutschen Jugendlichen in Rshew durch den Volksbund organisiert. Es ist ein wichtiges Stück Versöhnungsarbeit, die geleistet wird.


Der Volksbund ist im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland für alle deutschen Kriegstoten zuständig. Die Bundesregierung hilft dort, wo die Mittel des Volksbundes nicht mehr ausreichen.

Deutsche Kriegsgräber gibt es in ca. 100 Ländern der Erde. So befinden sich in direkter Obhut des Volksbundes derzeit 827 Kriegsgräberstätten mit den Gräbern von ca. 2,3 Millionen Toten in 45 Ländern.

Um besonders auf den Sammelzweck und die Organisation des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. hinzuweisen, findet am Freitag, dem 28. Oktober 2011, um 10.00 Uhr in Mechernich, auf dem Wochenmarktplatz eine Auftaktveranstaltung zur groß angelegten Sammelaktion statt, unter Mitwirkung des 1. stellvertretenden Bürgermeisters Peter Wassong,  sowie einer stattlichen Abordnung der hiesigen Bundeswehr. Auch unsere Ortsvorsteher sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. Musikalisch begleitet wird die Aktion von Peter Züll und einigen seiner Musiker.

Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Mechernich sind sehr herzlich eingeladen und aufgerufen, diese Veranstaltung zu besuchen. Entsprechendes Infomaterial über den Volksbund liegt für Sie bereit.

Aus diesen Ausführungen ist die Notwendigkeit erkennbar, den Volksbund unbedingt durch eine Geldspende zu unterstützen. Die Vielzahl der Aufgaben, die natürlich ständig mit erheblichen Kosten verbunden sind,  können  ansonsten nicht bewältigt werden, sie sind einfach nicht finanzierbar.  Haben Sie also ein Einsehen und leisten Sie Ihren Beitrag für den guten Zweck.

Hierfür bereits jetzt ein herzliches vergelt‘ s Gott.

Ihr
Bürgermeister

Dr. Hans Peter Schick
Stadtverbandsvorsitzender