„Kera-Miken“ von Hermann J Kassel
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Seit 16 Jahren hat der gebürtige Oberhausener Hermann J Kassel sein Atelier in der Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat. Foto: pp/Agentur ProfiPress Bei den „Kera-Miken“ handelt es sich um gefäßähnliche Gebilde aus Ton, die noch aus der im vergangenen Jahr geschlossenen „Wolf Keramikmanufaktur“ in Firmenich stammen. Die Gebilde entstehen während der Herstellung von Gebrauchskeramik und werden normalerweise für den nächsten Gießvorgang zerrieben und der Rohmasse wieder beigefügt. Hermann J Kassel, der unter anderem industrielle Prozesse mit Hilfe seiner Ausstellungstücke sichtbar machen will, hat das Innere der circa 22 Zentimeter hohen und etwa acht Zentimeter im Durchmesser messenden „Kera-Miken“ in kräftige bis zarte Farbtöne getaucht. Die Hälse und Ränder dieser tönernen Gebilde sind zart und ausgerissen wie Papier, einige Öffnungen sind halb geschlossen, andere öffnen sich weit wie aufblühende Blütenkelche. Dem Betrachter erschließen sich dadurch Assoziationen wie eine Wiese mit bunten Blumen oder Seeanemonen, die sich filigran in der Meeresströmung wiegen.
Die Exponate von Hermann J Kassel sind noch bis zum 4. September in der Galerie Idelmann (Cranger Straße 36 in 45894 Gelsenkirchen-Buer) zu sehen. Weitere Informationen zu der Ausstellung und dem Künstker sind unter www.idelmann.eu oder unter www.hermann-j-kassel.de zu erfahren.
pp/Agentur ProfiPress
(30.06.2011)
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