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110 Jahre Theater in Glehn

Mit zehn Akteuren auf der Bühne hat der Theaterverein "Eintracht" Glehn heute fast so viel Personal auf der Bühne wie jene 13 unerschrockenen Theaterenthusiasten, die den Verein 1901 aus der Taufe hoben. Am 13., 14. und 15. Mai geben die abgebildeten Akteure den Schwank "Baby wider Willen". Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress Mit zehn Akteuren auf der Bühne hat der Theaterverein "Eintracht" Glehn heute fast so viel Personal auf der Bühne wie jene 13 unerschrockenen Theaterenthusiasten, die den Verein 1901 aus der Taufe hoben. Am 13., 14. und 15. Mai geben die abgebildeten Akteure den Schwank "Baby wider Willen". Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress Theaterverein „Eintracht“ gibt zu seinem Jubiläum am 13., 14. und 15. Mai ein langes Theaterwochenende im Dorfsaal „Alte Post“ mit dem Schwank „Baby wider Willen“ – Erlös der Freitagspremiere ist für die Hilfsgruppe Eifel bestimmt – Am 9. Mai 1901 gründeten 13 Theaterverrückte im heute zur Stadt Mechernich gehörenden Dorf den Theaterverein für „Gott, Kaiser und Vaterland“

Sein 110 jähriges Bestehen feiert der Theaterverein „Eintracht“ Glehn vom 13. bis 15. Mai mit drei großen Vorstellungen der  dreiaktigen Kommödie „Baby wider Willen“ im Dorfsaal „Zur alten Post“. Der Erlös der Premiere am Freitag, 13. Mai, ab 19 Uhr ist für die Hilfsgruppe Eifel für krebs- und leukämiekranke Kinder bestimmt.

Die zehnköpfige Schauspielertruppe um die Regisseure Christiane Wolff und Manuel Vitt hat gerade mal drei Ensemble-Mitglieder weniger als jene 13köpfige Schar theaterverrückter Glehner, die sich am 9. Mai 1901 ganz im Sinne von „Gott, Kaiser und Vaterland“, wie es im Gründungsprotokoll heißt, zum „Theaterverein Eintracht“ zusammenschlossen. 1902 waren es bereits 25 Mitglieder, heute sind es 121, darunter 13 Kinder und Jugendliche.

Auch die schauspielerischen Leistungen haben seit der Gründung im Kaiserreich beträchtlich zugenommen. Das Glehner Ensemble hat im Kreis der allesamt hervorragend agierenden Nordeifeler Theatervereine einen ausgezeichneten Ruf.

Am langen Theaterwochenende - Freitag, 13. Mai (19 Uhr), Samstag, 14. Mai (20 Uhr) und Sonntag, 15. Mai (19 Uhr) -, stehen in einem herrlichen Schwank Ingrid Heid, Stephanie und Stephan Braun, Simone Breuer, Margret Mathia, Annette Nikolay, Christian Blum und Ludger Bröders auf der Bühne.

Im Mittelpunkt des Stücks steht allerdings keiner der genannten, sondern ein kleines Kind. Es beginnt damit, dass in dem Stück dem Bürgermeister von Schlingelheim (Stephan Braun), getrieben von seiner ehrgeizigen Mutter (Ingrid Heid), ein kommunalpolitischer Termin wichtiger ist, als seine Frau (Stephanie Braun) nach ihrer Kur am Bahnhof abzuholen.

Darsteller des Theatervereins Glehns bei einem Stück

Ludger Bröders (Mitte) mimt im Stück einen Landstreicher, der im Kinderwagen nicht das fragliche "Baby wider Willen" transportiert, sondern Wermut, Rotwein und "Schabau". Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Die verschnupfte Gattin schnappt sich am Bahnhof ihr vermeintliches Gepäck, erwischt aber unter anderem die Babytasche einer anderer Zugreisenden, in dem ein Kleinkind schlummert.

Damit beginnen turbulente Verwicklungen im Bürgermeisterhaushalt, denen schließlich die Kripokommissarin Pia Schellenbrink (Annette Nikolay) auf die Spur kommt. Neben den drei Hauptakteuren im Bürgermeisterhaushalt spielen auch die von Simone Breuer dargestellte Rathausangestellte Sonja (Simone Breuer), der Straßenkehrer Peter (Christian Blum), die notorisch nörgelnde Nachbarin (Margret Mathia) und der von Ludger Bröders glänzend gemimte Landstreicher Theo entscheidende Rollen.

Wie Manuel Vitt im Vorfeld des 110jährigen Theatervereinsjubiläums mitteilte, ist der Erlös der Freitagspremiere für die Hilfsgruppe Eifel für krebs- und leukämiekranke Kinder bestimmt. Die jeweils um 19 Uhr beginnenden Vorstellungen am Freitag, 13. Mai, und Sonntag, 15. Mai, sind außerdem „rauchfrei“. Wer auch während der Vorstellung gerne Tabak konsumiert, sollte sich samstags, 14. Mai, (Beginn 20 Uhr) Karten an der Abendkasse besorgen.

Einlass ist jeweils eine Stunde vorher, Vorverkauf und/oder Tischreservierung gibt es traditionell in Glehn nicht. Erwachsene zahlen sechs, Kinder drei Euro Eintritt.

pp/Agentur ProfiPress

(5.5.2011)


Kurze Zusammenfassung der Geschehnisse (Chronik) des Theatervereins "Eintracht" Glehn ... (pdf)