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Miteinander der Kulturen

Zur Feier kamen am Donnerstagnachmittag Vertreter aus Politik, Verwaltung und Kirche mit den jugendlichen Besuchern des Jugendtreffs zusammen, um die neugestalteten Räume einzuweihen.  Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress Zur Feier kamen am Donnerstagnachmittag Vertreter aus Politik, Verwaltung und Kirche mit den jugendlichen Besuchern des Jugendtreffs zusammen, um die neugestalteten Räume einzuweihen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress Der Mechernicher Jugendtreff „Jo4you“ wurde nach umfangreicher Modernisierung neueröffnet – Täglich kommen bis zu 50 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Nationen und Kulturen – Eine Mädchengruppe befindet sich im Aufbau

Blaue Küchenmöbel vor sonnengelben Wänden mit rotem Klatschmohn: So freundlich und einladend präsentierte sich am Donnerstagnachmittag bei der Neueröffnung nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten der Jugendtreff „Jo4you“, auch K.O.T. (Kleine Offene Tür) genannt.


Eingang zur KOT Mechernich
„Jo4you“ oder  - etwas nüchterner - K.O.T. (Kleine Offene Tür) heißt der Jugendtreff, der seit 2006 vom katholischen Pfarrverband Mechernich in Kooperation mit der Stadt Mechernich betrieben wird. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Zahlreiche Vertreter von Stadt, Kirche, Politik und Kreisjugendamt waren der Einladung von Regionaldekan Erik Pühringer gefolgt, um den verschönerten Jugendtreff im Schulzentrum mit einer kleinen Feier einzuweihen. Der katholische Pfarrverband Mechernich betreibt die Einrichtung als Hauptträger in Kooperation mit der Stadt Mechernich als „kleinem Träger“, wie es Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick formulierte.

„Außerschulisches Bildungs- und Freizeitangebot“ sei der Anspruch, der hinter der Abkürzung K.O.T. stehe, sagte Pühringer in seiner Ansprache und stellte klar: „Die Bildung, die hier geschieht, ist mindestens so interessant wie in der Schule – aber ohne Notendruck.“

Neben den vielfältigen Angeboten wie Kochen, Fußball, Basteln und Themen wie Erdkunde oder Politik sei es vor allem der Gewinn an sozialer Kompetenz, den die jungen Besucher der K.O.T. hätten und der von großer Bedeutung für die Integration von Jugendlichen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern sei. Nicht zu unterschätzen, so Pühringer, sei jedoch auch der Freizeitaspekt „in einer Zeit der Verkopfung“: „Hier können Jugendliche auch völlig zwecklos ihre Zeit verbringen.“

Küche der KOT Mechernich
In freundlichen Farben präsentiert sich nach der Modernisierung der Jugendtreff im städtischen Schulzentrum Mechernich. Dort herrschte am Tag der Neueröffnung reger Andrang. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Der Umbau habe sich gelohnt, sagte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick anerkennend und hob das „reibungslose Nebeneinander“ von Schule und K.O.T hervor. An die anwesenden Jugendlichen appellierte der erste Bürger der Stadt: „Versucht auch die Jugendlichen, die abseits stehen und vielleicht Flausen im Kopf haben, hierher zu holen. Manchen muss man gut zureden, um sie zu integrieren.“ Mit diesen Worten unterstrich auch er die Bedeutung des Jugendtreffs für das soziale Miteinander. Unter diesem Aspekt wertete Bürgermeister Schick die K.O.T. als „Investition für die Zukunft“.

Regionaldekan Erik Pühringer bei der Einweihungsfeier
„Die K.O.T. ist ein Angebot, das allen offen steht“, betonte Regionaldekan Erik Pühringer als Vorsitzender des katholischen Pfarrverbandes Mechernich, der den Jugendtreff als Hauptträger, gemeinsam mit der Stadt Mechernich, betreibt. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Auch Hans Schmitz in seiner Funktion als stellvertretender Landrat ging auf die präventive Aufgabe des Jugendtreffs ein. Dass die K.O.T.s in Mechernich und andernorts funktionierten, sei das Anliegen der Kreispolitik, sagte der SPD-Politiker und betonte: „Dabei handelt es sich um eine freiwillige Aufgabe, die der Kreis gerne übernimmt.“ Der Kreis fördert die Einrichtung mit der Finanzierung von 1,8 Fachkraftstellen. Kreisjugendamtsleiter Erdmann Bierdel lobte hinsichtlich knapper Kassen das Mechernicher Engagement für den K.O.T. „in schweren Zeiten“. „Macht Werbung dafür. Macht es zu einem lebendigen Ort“, wünschte auch er sich von den Jugendlichen.

Kinder beim Billardspielen
Viel Platz für Billard und Tischtennis haben die Kinder und Jugendlichen in den renovierten Räumen der K.O.T., dem gemeinsam betriebenen Jugendtreff von der katholischen Kirche als Hauptträger und Stadt. Foto: Renate Hotse/pp/ Agentur ProfiPress
Beim anschließenden Rundgang mit Diplom-Pädagogin und K.O.T.-Leiterin Anja Lehmann  konnten sich die Gäste vom Gelingen der grundlegenden Modernisierung überzeugen. Zurzeit sind sie und ihre Mitarbeiter Siglinde Gehring und Gunnar Simon damit beschäftigt, eine Mädchengruppe aufzubauen, denn noch sind es überwiegend Jungs, die den Jugendtreff besuchen.

Täglich nutzen bis zu 50 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 18 Jahren verschiedener Nationen und Kulturen die K.O.T. als Anlaufstelle.


Geöffnet ist der Jugendtreff montags, von 15 bis 18 Uhr, dienstags bis donnerstags, von 15 bis 21 Uhr sowie freitags, von 13 bis 21 Uhr.

Auch eine eigene Homepage gibt es: www.jo4you.de.

pp/Agentur ProfiPress    

(6.5.2011)