Logo der Stadt Mechernich
Bilderleiste Kopf
Blauer Kasten
  Stadtplan // eCards // Impressum // Datenschutz // Sitemap // English
 
   Kontakt // Gästebuch
 

Blumenfrevel in Kommern

Erst eine knappe Woche zuvor hatten die Grundschüler der Katholischen Grundschule Kommern mit Feuereifer die Kästen bepflanzt, die anschließend zur Verschönerung des Ortes aufgestellt und an den Brücken befestigt wurden. Archivfoto: Paul Düster/pp/ProfiPress Erst eine knappe Woche zuvor hatten die Grundschüler der Katholischen Grundschule Kommern mit Feuereifer die Kästen bepflanzt, die anschließend zur Verschönerung des Ortes aufgestellt und an den Brücken befestigt wurden. Archivfoto: Paul Düster/pp/ProfiPress 80 Geranien dümpelten im Bleibach – Ortsvorsteher Johannes Ley empört: „Beschämend und unbegreiflich“

Nicht einmal eine Woche hielt die Blumenpracht: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag rissen – vermutlich – unbekannte Jugendliche 80 frischgepflanzte Geranien aus den Blumenkästen an vier Kommerner Brücken und warfen sie in den Bleibach. Bereits kurz nach sieben Uhr morgens rief die erste Anwohnerin bei Ortsvorsteher Johannes Ley an, um ihm den Vorfall zu melden. Ley, der auch erster Vorsitzender des Dorfverschönerungsvereins ist, war empört.

„Das ist beschämend und unbegreiflich“, ärgerte er sich. Denn erst am vergangenen Freitag hatten sich der Verein und die Katholische Grundschule Kommern gemeinsam dafür eingesetzt, dass ihr Dorf noch schöner wird.

Franz-Josef Hein und Johannes Ley fischen Geranien aus dem Bleibach
Franz-Josef Hein und Ortsvorsteher Johannes Ley (im Bleibach stehend) fischten am Donnerstagmorgen 80 frischgepflanzte Geranien aus dem Bleibach, die nach Vermutung des Dorfverschönerungsvereins von unbekannten Jugendlichen aus den Kästen gerissen und ins Wasser geworfen worden waren. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress 
Wie es seit 2002 Tradition ist, bepflanzen Kommerns Grundschüler und die Mitglieder des Dorfverschönerungsvereins zahlreiche Blumenkästen, die an den Brücken aufgehängt und im gesamten Ort verteilt werden. Vor diesem Hintergrund findet Ley die Freveltat „besonders schlimm“. „Die Kinder identifizieren sich mit ‚ihren‘ Blumenkästen und fühlen sich für sie verantwortlich. Und dann passiert so etwas“, sagte er kopfschüttelnd.

Vereinskollege Franz-Josef Hein und Ley schlüpften in Gummistiefel, stiegen in den Bleibach, fischten die Geranien heraus und setzten sie wieder ein. Die Anwohner der Brücken „In der Donau“, „In der Ackergasse“, „Pützgasse“ und „Hüllenstraße“ bitten sie, ein wachsames Auge und Ohr zu haben, ebenso natürlich auch die Anwohner der übrigen Brücken, von denen es insgesamt 13 in Kommern gibt, weshalb Ley den Ort auch gerne als „Klein-Venedig“ Mechernichs bezeichnet. Wer bemerkt, dass sich die Frevler an den Blumen erneut ihr „Mütchen“ kühlen, kann jederzeit bei Ley anrufen. „Auch nachts“, betont er. Für den Hinweis, der zur Überführung der unbekannten Blumenrupfer führt, setzt der Dorfverschönerungsverein 100 Euro aus.

Etwas Positives konnten Ley und Hein dem Vorfall trotzdem abgewinnen: „Die Geranien sind jetzt so getränkt, dass wir sie eine Woche lang nicht gießen müssen.“

pp/Agentur ProfiPress

(26.5.2011)