Der Märchenkönig hieß Josef (van de Gey)
Zu einer märchenhaften Begegnung kam es am Gymnasium Am Turmhof Mechernich: Zwar wuselten keine Feen, Prinzen oder Hexen durch die Gänge des GAT, dafür aber neun Schüler der Grundschulen Kommern, Lückerath und Mechernich. Sie hatten im Herbst an einem Schreibwettbewerb des Gymnasiums teilgenommen und dabei so großes Talent bewiesen, dass sie von der Initiatorin des Wettbewerbs, Deutschlehrerin Michelle Minzenbach, zu einer Schreibwerkstatt an die weiterführende Schule eingeladen worden waren.

Im Schreibrausch sind hier Leon Post (5b), Lukas Oberzier (5b), Melina Reitz (5b) und Paula Zöll (Grundschule Lückerath). Foto: Michelle Minzenbach/pp/Agentur ProfiPress Dabei ließen sie gemeinsam mit Fünftklässlern ihrer Fantasie freien Lauf und verfassten eigene Märchen.
Was nach einer Aufgabe klingt, die höchste Konzentration verlangt – immerhin unterliegen Märchen strengen stilistischen Regeln –, begann jedoch recht aktionsreich: Um ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen, sollten sich die insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler in alphabetischer Reihenfolge ihrer Vornamen aufstellen. Zunächst ein wenig orientierungslos, schafften sie es schließlich recht schnell, durch Absprachen untereinander zur Lösung zu kommen.

Teamarbeit war angesagt in der Schreibwerkstatt, die Deutschlehrerin Michelle Minzenbach gemeinsam für Viert- und Fünftklässler veranstaltete. Kai Salmon (5b), Daher durfte Tom Hennecke (Grundschule Lückerath) ruhig einmal zu Kai Salmon (5 b) hinüber schielen. Foto: Michelle Minzenbach/pp/ Agentur ProfiPress
Dass diese Übung den gewünschten Effekt hatte, bewies die Antwort von Grundschülerin Caja Bank auf die Frage nach Parallelen zwischen der gelösten Aufgabe und der bevorstehenden Schreibwerkstatt: „Nachdem wir aufeinander gehört haben, haben wir die Reihenfolge gut hinbekommen. Und wenn wir gemeinsam ein Märchen schreiben wollen, ist es auch wichtig, die Vorschläge von allen anzuhören und darüber zu sprechen.“
Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf ging es an die Arbeit. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt . Kleine Inspirationskärtchen als „Ideenlieferanten“ lehnten fast alle Schüler ab – und das vollkommen zu Recht, wie Deutschlehrerin Minzenbach später feststellte. „Einen tyrannischen Riesen, der vom Volk das Kappen seiner Zehennägel einfordert oder einen bodenlosen Alchemisten, der eine Prinzessin um ihr Gold bringen will, da er selber keines herstellen kann, können nur Kinder ersinnen“, kommentierte sie anerkennend den Einfallsreichtum der kleinen Schriftsteller.
Eine kleine Abweichung von den Märchenriten gestattete sich die Gruppe rund um Luca Ingenhaag: Sie benannten den König ihrer Geschichte nach dem Direktor des Gymnasiums, Josef van de Gey, da dessen Geburtstag an diesem Tag in der Schule gefeiert wurde.
Die Grundschüler traten im Anschluss an die Schreibwerkstatt gut gestimmt den Heimweg an. „Ich freue mich jetzt schon auf meine neue Schule!“, verabschiedete sich Klara Tekath.
pp/Agentur ProfiPress
Im Schreibrausch sind hier Leon Post (5b), Lukas Oberzier (5b), Melina Reitz (5b) und Paula Zöll (Grundschule Lückerath). Foto: Michelle Minzenbach/pp/Agentur ProfiPress Dabei ließen sie gemeinsam mit Fünftklässlern ihrer Fantasie freien Lauf und verfassten eigene Märchen.
Was nach einer Aufgabe klingt, die höchste Konzentration verlangt – immerhin unterliegen Märchen strengen stilistischen Regeln –, begann jedoch recht aktionsreich: Um ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen, sollten sich die insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler in alphabetischer Reihenfolge ihrer Vornamen aufstellen. Zunächst ein wenig orientierungslos, schafften sie es schließlich recht schnell, durch Absprachen untereinander zur Lösung zu kommen.
Teamarbeit war angesagt in der Schreibwerkstatt, die Deutschlehrerin Michelle Minzenbach gemeinsam für Viert- und Fünftklässler veranstaltete. Kai Salmon (5b), Daher durfte Tom Hennecke (Grundschule Lückerath) ruhig einmal zu Kai Salmon (5 b) hinüber schielen. Foto: Michelle Minzenbach/pp/ Agentur ProfiPress
Dass diese Übung den gewünschten Effekt hatte, bewies die Antwort von Grundschülerin Caja Bank auf die Frage nach Parallelen zwischen der gelösten Aufgabe und der bevorstehenden Schreibwerkstatt: „Nachdem wir aufeinander gehört haben, haben wir die Reihenfolge gut hinbekommen. Und wenn wir gemeinsam ein Märchen schreiben wollen, ist es auch wichtig, die Vorschläge von allen anzuhören und darüber zu sprechen.“
Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf ging es an die Arbeit. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt . Kleine Inspirationskärtchen als „Ideenlieferanten“ lehnten fast alle Schüler ab – und das vollkommen zu Recht, wie Deutschlehrerin Minzenbach später feststellte. „Einen tyrannischen Riesen, der vom Volk das Kappen seiner Zehennägel einfordert oder einen bodenlosen Alchemisten, der eine Prinzessin um ihr Gold bringen will, da er selber keines herstellen kann, können nur Kinder ersinnen“, kommentierte sie anerkennend den Einfallsreichtum der kleinen Schriftsteller.
Eine kleine Abweichung von den Märchenriten gestattete sich die Gruppe rund um Luca Ingenhaag: Sie benannten den König ihrer Geschichte nach dem Direktor des Gymnasiums, Josef van de Gey, da dessen Geburtstag an diesem Tag in der Schule gefeiert wurde.
Die Grundschüler traten im Anschluss an die Schreibwerkstatt gut gestimmt den Heimweg an. „Ich freue mich jetzt schon auf meine neue Schule!“, verabschiedete sich Klara Tekath.
pp/Agentur ProfiPress
(4.4.2011)
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