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Jugendfeuerwehr lief auf Stelzen

Jugendfeuerwehr der Stadt Mechernich beim Zeltlager in Prüm
Im Zeltlager in Prüm ging es rund: Zahlreiche Aktionen standen auf dem Programm. Doch der Mechernicher Feuerwehrnachwuchs legte auch noch nebenher eine Prüfung ab. Foto: Privat/pp/ Agentur ProfiPress
Mechernicher Floriansjünger reisten ins Zeltlager nach Prüm – Zahlreiche Ferienaktionen erlebt, aber auch Übungen absolviert – Höhepunkt war die Abnahme der „Jugendflamme“

Die Jugendfeuerwehr der Stadt Mechernich rückte kürzlich ins Zeltlager nach Prüm aus.

Ein Vorauskommando von fünf Leuten hatte dort zunächst einige Vorbereitungen getroffen. Dazu zählten unter anderem der Aufbau der Küche und eines Zeltpavillons sowie das Positionieren des Getränke-Kühlwagens.
Ein kleines Unwetter beschwerte die Arbeit und beschädigte das bereits aufgebaute Zelt sowie den Banner der Jugendfeuerwehr. Auch die Elektrik wurde nicht verschont, was aber schnell wieder behoben werden konnte.

Ein gemieteter Bus der Traditionsfirma „Schäfer Reisen“ sowie ein paar Feuerwehrfahrzeuge brachten schließlich die restlichen Betreuer und die Jugendlichen zum Zeltlagerplatz. Nach dem Aufbau der Zelte wurde zunächst einmal die Umgebung erkundet.

Größere Verletzungen blieben zum Glück aus. Allerdings führten auch kleinere Verletzungen wie Mücken- und Wespenstiche zu Besuchen im Krankenhaus. Auch der Besuch der Birresborner Eishöhlen stand auf dem Plan. Dieser erfüllte zwar nicht ganz die Erwartungen der Mannschaft, gab aber nachmittags eine Inspiration zu einer Übung mit anschließender Wasserschlacht zwecks Abkühlung auf dem Zeltplatz. Der Spaß war riesig, und die Abkühlung war sehr erfrischend bei dem warmen Wetter. Abkühlung verschaffte darüber hinaus das Freibad auf dem Campingplatzgelände.

Als Programmpunkt für den Abend war eine Nachtwanderung geplant. Dabei wurde die Aufgabe gestellt, unterwegs ein paar Stelzen zu bauen um damit auf dem Zeltplatz einige Meter zu laufen. Die Ausarbeitung dieser Aufgabe übernahm Winfried Melling.

Das Material zum Bau der Stelzen konnte unterwegs im Wald entweder ,,gekauft oder geliehen‘‘ oder auf dem Weg zu vier Kontrollpunkten eingesammelt werden. Die Jugendlichen besaßen ein Punktekonto, von dem sie an den einzelnen Kontrollstationen Dachlatten, Nägel oder Schrauben, einen Hammer, eine Säge oder einen Akku-Schrauber  kaufen konnten, um die Stelzen zusammen zu bauen. Jede Gruppe hatte andere Ideen, die aber alle mehr oder weniger zum Erfolg führten. Den ersten Platz holte sich die Jugendgruppe aus Kommern.

Am Samstag besuchte die Jugendfeuerwehr den Eifelzoo in Lünebach bei Pronsfeld. Dort gab es etliche Tiere zu bewundern und speziell die jüngeren Teilnehmer hatten jede Menge Spaß.

Danach fand die Abnahme der Jugendflamme der Stufe eins und zwei statt. Der Abnahmeberechtigte des Kreises Euskirchen, Jürgen Züll, reiste dafür extra an. Trotz vorheriger Bedenken einiger Jugendlichen, fiel keiner der Bewerber durch. Schon am  Tag vorher hatten manche Bewerber mit  den Betreuern geübt. Die Stufe eins wurde 22-mal abgenommen, die Stufe zwei 29-mal. Für das leibliche Wohl der Teilnehmer im Zeltlager sorgte der Koch Walter Janster.

Am Sonntag ging es dann gegen Mittag wieder mit dem Bus und den Feuerwehrfahrzeugen in Richtung Heimat. Insgesamt haben 70 Personen am Zeltlager teilgenommen.

Julia Breuer/pp/Agentur ProfiPress

(9.8.2010)