Figurentheater spielte „Hart an der Grenze“

Krimiautor Ralf Kramp (Mitte) freute sich über die Umsetzung seines Buches und bekam Lust, ein neues Buch über Herbie Feldmann und seinen unsichtbaren Begleiter Julius zu schreiben. Foto: mt/pp/Agentur ProfiPressDie beiden Holzheimer Nartano und Tameer Eden eröffneten einen ganz neuen Zugang zum Eifelkrimiklassiker von Ralf Kramp – Über 60 Zuschauer kamen in die kleine Kapelle von Alendorf
Die „Criminale 2010 Nordeifel“ rückt immer näher, die Tatorte mehren sich. Auch das ansonsten friedvolle Wacholderfest in Alendorf blieb in diesem Jahr von kriminellen Machenschaften nicht verschont. Doch was hier in der kleinen Kapelle oberhalb des Dorfes an den malerischen Wacholderhängen geschah, dürfte im Rahmen der „Criminale“ ein einzigartiger Event gewesen sein.
Zwar stand, was in dieser Region durchaus nicht selten geschieht, ein Eifelkrimi von Ralf Kramp auf dem Programm, doch in einer Darstellungsform, die für diese Gattung ein absolutes Novum darstellen dürfte. Der Krimi „Hart an der Grenze“ wurde nämlich als Figurentheater-Stück aufgeführt.

Ohne Frage: Die Brocks sind unangenehme Zeitgenossen, das wird auch Herbie Feldmann (links) gleich ganz deutlich zu spüren bekommen. Foto: mt/pp/Agentur ProfiPressDes Stoffes angenommen hatten sich die beiden studierten Figurentheaterspieler Nartano und Tameer Eden aus Holzheim. Nach gut einjähriger Auseinandersetzung mit der zum Teil recht skurrilen Vorlage präsentierten sie am Samstagabend eine atemberaubende Vorstellung, in dem nicht nur selbst gebaute Figuren, die die Protagonisten des Romans zeigten, im Vordergrund standen, sondern auch die beiden Schauspieler selbst, die die unterschiedlichsten Rollen übernahmen. Figuren und Schauspieler machten quasi permanente Metamorphosen durch. Die Bühne erwies sich dabei als großer Guckkasten.
Wie bei einem Adventskalender öffneten sich immer wieder neue Kläppchen, in denen das kriminelle Geschehen rund um den Tod des amerikanischen Soldaten Dave Nizer seinen Lauf nahm. Tameer Eden als Herbie Feldmann überzeugte das Publikum in seinen zahlreichen Sprech- und Spielrollen ebenso wie seine Frau Nartano, die nicht nur als Nervensäge Neli, sondern unter anderem auch als femme fatale, Frau Klietsch, sowie als Stimme von Julius fungierte, dessen stets komischen Einwürfen das Publikum erheiterten.

Ein Artikel im Euskirchener „Blickpunkt“ bringt das Ermittlerteam Herbie (Tameer Eden) und Neli (Nartano Eden) ein großes Stück weiter. Foto: mt/pp/Agentur ProfiPressRalf Kramp selber war zur Premiere in Alendorf erschienen und gab zu, dass er die Idee, einen Figurentheaterstück aus seinem Roman zu machen, zunächst für sehr gewöhnungsbedürftig hielt, doch das Engagement der beiden Holzheimer gefiel ihm so gut, dass er sich schließlich darauf einließ.
Am Samstagabend wusste er allerdings selbst noch nicht, was ihn erwartete, denn die beiden Theaterleute hatten bis zur letzten Sekunde an dem Stück gearbeitet.
Nach der Aufführung zeigte sich der Krimischriftsteller aber mehr als erfreut, ja er war so begeistert von dem Stück, dass er, wie er sagte, „große Lust habe, doch noch wieder einen Herbie-Feldmann-Roman zu schreiben“. Es sei fantastisch, was nur zwei Leute dort hinter vor und auf der Bühne zustande brächten, wie sie nahtlos von einer Rolle in die andere schlüpften und mit welchem Elan sie bei der Sache seien.

Neli (Mitte) möchte von Herbie Feldmann (links) mehr beachtet werden. Aber der hat nur Augen für die schöne Frau Klietsch (Nartano Eden). Foto: mt/pp/Agentur ProfiPressAuch das Publikum war schlichtweg begeistert. Obwohl man nur mit 50 Zuschauern gerechnet hatte, kamen weit über 60. Schnell mussten daher noch weitere Kirchenbänke herangeschafft werden. Tameer Eden freute sich besonders, dass Pfarrer Hans-Peter Meuser den doch recht ungewöhnlichen Spielstandort möglich gemacht hatte, und er hoffte, „dass nicht zu viele unflätige Sätze im Gotteshaus gefallen sind“.

Ohne Frage: Die Brocks sind unangenehme Zeitgenossen, das wird auch Herbie Feldmann (links) gleich ganz deutlich zu spüren bekommen. Foto: mt/pp/Agentur ProfiPressDes Stoffes angenommen hatten sich die beiden studierten Figurentheaterspieler Nartano und Tameer Eden aus Holzheim. Nach gut einjähriger Auseinandersetzung mit der zum Teil recht skurrilen Vorlage präsentierten sie am Samstagabend eine atemberaubende Vorstellung, in dem nicht nur selbst gebaute Figuren, die die Protagonisten des Romans zeigten, im Vordergrund standen, sondern auch die beiden Schauspieler selbst, die die unterschiedlichsten Rollen übernahmen. Figuren und Schauspieler machten quasi permanente Metamorphosen durch. Die Bühne erwies sich dabei als großer Guckkasten.
Wie bei einem Adventskalender öffneten sich immer wieder neue Kläppchen, in denen das kriminelle Geschehen rund um den Tod des amerikanischen Soldaten Dave Nizer seinen Lauf nahm. Tameer Eden als Herbie Feldmann überzeugte das Publikum in seinen zahlreichen Sprech- und Spielrollen ebenso wie seine Frau Nartano, die nicht nur als Nervensäge Neli, sondern unter anderem auch als femme fatale, Frau Klietsch, sowie als Stimme von Julius fungierte, dessen stets komischen Einwürfen das Publikum erheiterten.

Ein Artikel im Euskirchener „Blickpunkt“ bringt das Ermittlerteam Herbie (Tameer Eden) und Neli (Nartano Eden) ein großes Stück weiter. Foto: mt/pp/Agentur ProfiPressRalf Kramp selber war zur Premiere in Alendorf erschienen und gab zu, dass er die Idee, einen Figurentheaterstück aus seinem Roman zu machen, zunächst für sehr gewöhnungsbedürftig hielt, doch das Engagement der beiden Holzheimer gefiel ihm so gut, dass er sich schließlich darauf einließ.
Am Samstagabend wusste er allerdings selbst noch nicht, was ihn erwartete, denn die beiden Theaterleute hatten bis zur letzten Sekunde an dem Stück gearbeitet.
Nach der Aufführung zeigte sich der Krimischriftsteller aber mehr als erfreut, ja er war so begeistert von dem Stück, dass er, wie er sagte, „große Lust habe, doch noch wieder einen Herbie-Feldmann-Roman zu schreiben“. Es sei fantastisch, was nur zwei Leute dort hinter vor und auf der Bühne zustande brächten, wie sie nahtlos von einer Rolle in die andere schlüpften und mit welchem Elan sie bei der Sache seien.

Neli (Mitte) möchte von Herbie Feldmann (links) mehr beachtet werden. Aber der hat nur Augen für die schöne Frau Klietsch (Nartano Eden). Foto: mt/pp/Agentur ProfiPressAuch das Publikum war schlichtweg begeistert. Obwohl man nur mit 50 Zuschauern gerechnet hatte, kamen weit über 60. Schnell mussten daher noch weitere Kirchenbänke herangeschafft werden. Tameer Eden freute sich besonders, dass Pfarrer Hans-Peter Meuser den doch recht ungewöhnlichen Spielstandort möglich gemacht hatte, und er hoffte, „dass nicht zu viele unflätige Sätze im Gotteshaus gefallen sind“.
pp/Agentur ProfiPress
(9.8.2010)

Foto: mt/pp/Agentur ProfiPress
Am Ende der Vorstellung gab es für Ralf Kramp, Tameer und Nartano Eden (v.l.) in der Alendorfer Kirche ein paar Blumen.




















