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Feuerwehrjubiläum in Eiserfey

Bürgermeister Dr. Schick mit den Geehrten der Feuerwehr
Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick gratulierte den Geehrten (rechts mit Urkunden) persönlich zum Jubiläum. Foto: Anne-Kathrin Gerstlauer/pp/Agentur ProfiPress
Schirmherr Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick lobte die Wehr als „entscheidenden gesellschaftlichen Baustein“ – Landrat Günter Rosenke mahnte, verstärkt Quereinsteiger, Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund für den Dienst in der freiwilligen Feuerwehr zu gewinnen

Die Löschgruppe Eiserfey feierte am Wochenende ihren 75. Geburtstag. Gleichzeitig konnte die Jugendfeuerwehr auf ein 30-jähriges Bestehen zurückblicken. „Im Festzelt schmückten rot-weiße Fähnchen die Tische, auf der Bühne erinnerten Wimpel an das 75-jährige Bestehen.
Ebenso festlich waren die Feuerwehrleute aus den benachbarten Ortschaften in ihre Festuniformen gekleidet. Auch die Bank der Ehrengäste konnte sich sehen lassen: Die Schirmherrschaft für das Jubiläum hatte Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick übernommen. Er erinnerte an die Kollegen, die an diesem Tag im Katastrophengebiet im Kreis Borken im Einsatz waren und zitierte den früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker mit den Worten: »Die Feuerwehr ist die früheste, lebendigste und mutigste Bürgerinitiative«“, berichtet jetzt Anne-Kathrin Gerstlauer im „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Ohne die Feuerwehr fehle ein entscheidender gesellschaftlicher Baustein, denn sie helfe nicht nur bei Bränden, sondern leiste auch Erste Hilfe bei Unfällen und rette Menschen aus Gefahren, lobte der Schirmherr die Arbeit der Wehr weiter. Darüber hinaus sei sie immer bereit, bei Festen im Dorf mit ordnender Hand für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Für Mechernich, so wird Bürgermeister Schick von Manfred Hilgers in der „Kölnischen Rundschau“ weiter zitiert, sei die Feuerwehr daher ein Garant für die Sicherstellung des Feuerschutzes und nicht mehr wegzudenken.

Frauen der Eiserfeyer Feuerwehrleute

Auch die Frauen der Feuerwehrleute wurden geehrt, denn ohne ihre Unterstützung und ihre Bereitschaft, auf die Männer im Haus immer mal wieder Verzicht zu leisten, wäre eine funktionierende Feuerwehr nicht möglich. Foto: Anne-Kathrin Gerstlauer/pp/Agentur ProfiPress
Landrat Günter Rosenke erinnerte in seiner Laudatio an die Einsatz-Statistik aus dem Jahr 2009: In diesem Jahr kam es allein zu 2250 Einsätzen, 92 Menschen konnten dabei gerettet werden. Gerstlauer: „Er betonte, dass aufgrund der demographischen Entwicklung künftig verstärkt Quereinsteiger, Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund für den Dienst in der freiwilligen Feuerwehr gewonnen werden müssten.“

Löschgruppenführer Ralf Groß könne daher stolz auf seine 15 aktiven Wehrleute sein. Auch Ortsvorsteher Rudi Mießeler fand lobende Worte für die Feuerwehrmänner vor Ort, ebenso Stadtbrandinspektor Franz-Josef Keus und der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Eichen.

Hilgers weiter: „Ihr 30-jähriges Bestehen feierten die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr mit einem Wettbewerb auf dem Schulhof, an dem auch junge Feuerwehrleute aus Weyer, Lorbach, Satzvey und Kommern teilnahmen.“ Beim Löschangriff auf die Spritzwand sei Zielgenauigkeit gefragt gewesen.

„Insgesamt hatten die Jugendfeuerwehrmitglieder aus Kommern die Nase vorn und konnten den Siegerpokal in Empfang nehmen. Die jubilierenden Eiserfeyer, die außer Konkurrenz den zweiten Platz belegten, verzichteten zugunsten der Jugendlichen aus Weyer. Den 3. Platz belegte das Lorbacher Jugendfeuerwehrteam. Alle teilnehmenden Jugendwehren erhielten eine Erinnerungsurkunde“, so Hilgers weiter.

Abends dann stand ein Oktoberfest mit den Uedelhovener Dorfmusikanten im Festzelt auf dem Programm. Mit einem Festumzug am Sonntagnachmittag mit gemütlichem Ausklang ging das Jubiläumsfest schließlich für die 15 aktiven Feuerwehrmänner der Löschgruppe Eiserfey und die zehn Personen starke Jugendwehr zu Ende.

pp/Agentur ProfiPress

(31.8.2010)