Logo der Stadt Mechernich
Bilderleiste Kopf
Blauer Kasten
  Stadtplan // eCards // Impressum // Datenschutz // Sitemap // English
 
   Kontakt // Gästebuch
 

Kastanienallee wieder grün

Halmut Schmitz und Theo Wolfgarten
Helmut Schmitz (links) und Theo Wolfgarten am 12. Juli 2010 vor stattgrüner Kulisse unter dem Blätterdach der Kastanienallee Wachendorf. Foto: ml/pp/Agentur ProfiPress
Stadt Mechernich und engagierte Bürger können einen Erfolg im Feldzug gegen die Rosskastanienminiermotte verzeichnen, die 2009 alles ratzekahl gefressen hatte – Im November soll prophylaktisch wieder Laub gesammelt, gehäckselt und kompostiert werden, um Larven und Eiern den Garaus zu machen

Vergangenes Jahr um diese Zeit sah die berühmte Kastanienallee zwischen Schloss und oberem Ortsrand von Wachendorf kahlgefressen, braun und ziemlich traurig aus.

Helmut Schmitz und Theo Wolfgarten vor kahlgefressenen Bäumen
Die selbe Stelle, ein Jahr vorher: Die Rosskastanienminiermotte hatte alles kahlgefressen, die wenigen Blätter, die noch an den Bäumen hingen, waren gelb und braun. Foto: ml/pp/Agentur ProfiPress
Die dort seinerzeit massenhaft vorkommende  Rosskastanienminiermotte (lat. Cameraria ohridella) hatte bereits im zweiten Jahr hintereinander zugeschlagen und die herrliche Allee bereits im Sommer entlaubt.

Fachbereichsleiter Helmut Schmitz (rechts) von der Stadtverwaltung Mechernich und Wachendorfs Ortsvorsteher Theo Wolfgarten schlugen damals Alarm. Sie baten die Bevölkerung um ihre Mithilfe. Statt Chemieeinsatz, der zeitweise auch erwogen worden war, riefen die beiden zur großen Laubsammel- und Vernichtungsaktion auf, um Eiern und Larven des Schädlings im Kreiskompostwerk den Garaus zu machen. 74 Freiwillige und städtische Bauhofmitarbeiter folgten dem Appell, kratzten alles befallene Laub zusammen und schafften es fort.

„Wie man sehen kann, war die Aktion ein voller Erfolg“, vermeldeten Helmut Schmitz und Theo Wolfgarten jetzt, ein Jahr später, bei einem erneuten Ortstermin in der Wachendorfer Kastanienallee. Dieses Jahr ist alles sattgrün und prächtig anzuschauen. Die Miniermotte ist zwar nach wie vor vorhanden, aber es gab keine massenhafte Verbreitung mehr.

Ortsvorsteher Theo Wolfgarten mit einem befallenen Rosskastanienblatt
Ortsvorsteher Theo Wolfgarten (rechts) hatte diesmal extra aus Euskirchen ein befallenes Rosskastanienblatt mitgebracht, um zu demonstrieren, wie von der Rosskastanienminiermotte zerstörtes Laub aussieht. Foto: ml/pp/Agentur ProfiPress
Gleichwohl kündigten Schmitz und Wolfgarten für Mitte November erneut eine prophylaktische Laubsammelaktion an, bei der das Kastanienlaub wieder zusammengerecht, abtransportiert, gehäckselt und kompostiert werden soll. Helmut Schmitz: „Sicher ist sicher – wir wollen keine neue Massenpopulation riskieren!“

Wer mithelfen will, kann sich schon jetzt bei Ortsvorsteher Theo Wolfgarten (Tel. 0 22 56/ 77 46) anmelden.

Im vergangenen Jahr hatten sich die Kastanienminiermotten vom  Frühjahr bis zum Juni bereits das dritte Mal vermehrt. Die dritte Population sorgte für den Laubabwurf bereits im Juni. Die lediglich bis zu 5 mm kleinen Falter legen ihre Eier auf den Blattoberseiten der befallenen Bäume ab.

Die Larven fressen sich ihre Gänge parallel des Blattnervs ins Innere. Im zweiten und dritten Larvenstadium wird die Mine zu einem kreisförmigen Gebilde ausgebaut. Deshalb färben sich die Blätter der Kastanien frühzeitig im Jahr braun und fallen schließlich ab.


pp/Agentur ProfiPress

(13.7.2010)


Mottenaktion im vergangenen Jahr
Foto: gte/pp/Agentur ProfiPress




74 Freiwillige und Bauhofmitarbeiter packten bei der Laubvernichtungsaktion am 14. November 2009, dem "Tag der Kastanie", mit an, darunter auch der in Wachendorf lebende katholische Pfarrer Felix Dörpinghaus.









Wachendorfer Kastanienallee
Foto: ml/pp/Agentur ProfiPress      






Die Wachendorfer Kastanienallee birgt einen wunderbaren Spazierweg unter ihrem Blätterdach - wenn sie nicht gerade von der Rosskastanienminiermotte befallen ist.