Auch nach dem Aus weitergespielt

Das historische Foto (Repro) zeigt die Bergkapelle unter der Stabführung von Clemens Stoffels im August 1980 mit dem 1. Vorsitzenden der „Vereinigung der Berg- und Hüttenleute“ Clemens Esser. Foto/Repro: Hoffmann/pp/Agentur ProfiPressDie Bergkapelle 1870 Mechernich feierte am Wochenende ihr 140-jähriges Bestehen - Zahlreiche Mitglieder geehrt – Hoher musikalischer Standard wird bis heute gepflegt
Drei Tage lang wurde am letzten Wochenende in Mechernich kräftig gefeiert. Grund dafür war der 140. Geburtstag der Bergkapelle 1870 Mechernich, die genau wie die „Vereinigung der Mechernicher Berg- und Hüttenleute“ auf eine ereignisreiche Geschichte zurückblicken konnte.
„Am 16. Januar 1870 wurde die Kapelle von einer Schar engagierter Bergleute als »Knappen-Harmonie-Verein« gegründet.
Zweck des Vereins war seinerzeit »die Anregung und Belebung des musikalischen Sinnes im Allgemeinen und die gegenseitige Aufheiterung seiner Mitglieder durch Aufführung passender Musikstücke im Besonderen«“, berichtet Claudia Hoffmann jetzt im „Kölner Stadt-Anzeiger“. Mit einem breiten Repertoire quer durch alle Musikstile und einem hohen musikalischen Standard sei die Bergkapelle recht bald zum Aushängeschild ihrer Zunft geworden.
„Die Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1933 führt dann zu einem starken Produktionsrückgang im Bergbau. Konnte hier das Unheil noch abgewendet werden, nahm das Schicksal in den kommenden beiden Jahrzehnten seinen Lauf“, so Hoffmann weiter. Ende des Zweiten Weltkrieges habe das Mechernicher Bergwerk komplett in Schutt und Asche gelegen und damit auch die Bergkapelle erstmals vor dem Aus gestanden. Mit viel Fleiß und Mühe habe man das musikalische Schaffen aber neu belebt und auch das Interesse an Kunst und Brauchtum der Bergleute wieder geweckt.
Am Abend des 31. Dezember 1957 standen im Mechernicher Bergbaubetrieb die Räder dann jedoch endgültig still. Dennoch: Um die bergmännische Tradition zu pflegen und die 36 Mitglieder starke Bergwerkskapelle zu erhalten, wurde im Januar 1958 die „Vereinigung der Mechernicher Berg- und Hüttenleute“ unter dem Vorsitz von Bergassessor Franz Ehring gegründet, die auch heute noch als Dachorganisation der Musiker fungiert.

Das Foto zeigt die Geehrten mit dem Geschäftsführer des Volksmusikerverbandes, Erich Schnichels (rechts), und den 1. Vorsitzenden der Mechernicher Bergkapelle, Karl-Heinz Schmitz (2. von rechts). Foto: Hoffmann/pp/Agentur ProfiPressManfred Hilgers berichtet in der „Kölnischen Rundschau“ von den zahlreichen Ehrungen an diesem Festabend. „Zusammen mit Erich Michels zeichnete Dietmar Claßen die langjährigen Mitglieder der Bergkapelle aus. Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Julian Marmagen und Janina Melzer mit dem Abzeichen in Bronze ausgezeichnet. Das Abzeichen in Altsilber für 20 Jahre aktive Musikertätigkeit erhielten Jan Bergmann, Andreas Hensch, Ute Kallf, Daniel und Andrea Marmagen sowie Markus Simons.“ Mit dem goldenen Abzeichen für 30-jährige Zugehörigkeit seien sodann Michael Melzer, Norbert Schnotale und Frank Weiermann geehrt worden. Eine Ehrenurkunde für 40-jährige Zugehörigkeit hätten Peter-Lorenz Könen und Heiner Marmagen erhalten.
Poth dirigiert seit 20 Jahren
Ausgezeichnet worden sei weiterhin Dirigent Ulrich Poth für seine 20-jährige Tätigkeit. Hilgers: „Poth hat die Bergkapelle zu dem gemacht, was sie heute ist. Er entwickelte sie zu einem modernen Blasorchester mit einem breit gefächerten Repertoire.“ Zudem sei vor fünf Jahren das Jugendorchester gegründet worden, das zum Jubiläum eine Kostprobe seines Könnens gab.
„Dass der hohe musikalische Standard bis heute gepflegt wird, auf den auch der Vorsitzende Karl-Heinz Schmitz zu Recht stolz ist, zeigte dann am Samstagnachmittag der hervorragende Auftritt des 20-köpfigen Jugendorchesters der Bergkapelle“, so der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Mit dem Stadttambourcorps Mechernich und den Musikvereinen aus Weyer, Sistig-Krekel und Strempt sei das Festprogramm weitergegangen. Die Bigband der Prinzengarde und die „Von-Stülp-Revival-Band“ hätten an den Abenden das Festzelt zum Kochen gebracht. Am Sonntagnachmittag habe die Bergkapelle die kurzfristig angereisten Limbachtaler Musikanten begrüßt, die den Ausklang des festlichen Wochenendes gestalteten.
pp/Agentur ProfiPress
„Die Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1933 führt dann zu einem starken Produktionsrückgang im Bergbau. Konnte hier das Unheil noch abgewendet werden, nahm das Schicksal in den kommenden beiden Jahrzehnten seinen Lauf“, so Hoffmann weiter. Ende des Zweiten Weltkrieges habe das Mechernicher Bergwerk komplett in Schutt und Asche gelegen und damit auch die Bergkapelle erstmals vor dem Aus gestanden. Mit viel Fleiß und Mühe habe man das musikalische Schaffen aber neu belebt und auch das Interesse an Kunst und Brauchtum der Bergleute wieder geweckt.
Am Abend des 31. Dezember 1957 standen im Mechernicher Bergbaubetrieb die Räder dann jedoch endgültig still. Dennoch: Um die bergmännische Tradition zu pflegen und die 36 Mitglieder starke Bergwerkskapelle zu erhalten, wurde im Januar 1958 die „Vereinigung der Mechernicher Berg- und Hüttenleute“ unter dem Vorsitz von Bergassessor Franz Ehring gegründet, die auch heute noch als Dachorganisation der Musiker fungiert.

Das Foto zeigt die Geehrten mit dem Geschäftsführer des Volksmusikerverbandes, Erich Schnichels (rechts), und den 1. Vorsitzenden der Mechernicher Bergkapelle, Karl-Heinz Schmitz (2. von rechts). Foto: Hoffmann/pp/Agentur ProfiPressManfred Hilgers berichtet in der „Kölnischen Rundschau“ von den zahlreichen Ehrungen an diesem Festabend. „Zusammen mit Erich Michels zeichnete Dietmar Claßen die langjährigen Mitglieder der Bergkapelle aus. Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Julian Marmagen und Janina Melzer mit dem Abzeichen in Bronze ausgezeichnet. Das Abzeichen in Altsilber für 20 Jahre aktive Musikertätigkeit erhielten Jan Bergmann, Andreas Hensch, Ute Kallf, Daniel und Andrea Marmagen sowie Markus Simons.“ Mit dem goldenen Abzeichen für 30-jährige Zugehörigkeit seien sodann Michael Melzer, Norbert Schnotale und Frank Weiermann geehrt worden. Eine Ehrenurkunde für 40-jährige Zugehörigkeit hätten Peter-Lorenz Könen und Heiner Marmagen erhalten.
Poth dirigiert seit 20 Jahren
Ausgezeichnet worden sei weiterhin Dirigent Ulrich Poth für seine 20-jährige Tätigkeit. Hilgers: „Poth hat die Bergkapelle zu dem gemacht, was sie heute ist. Er entwickelte sie zu einem modernen Blasorchester mit einem breit gefächerten Repertoire.“ Zudem sei vor fünf Jahren das Jugendorchester gegründet worden, das zum Jubiläum eine Kostprobe seines Könnens gab.
„Dass der hohe musikalische Standard bis heute gepflegt wird, auf den auch der Vorsitzende Karl-Heinz Schmitz zu Recht stolz ist, zeigte dann am Samstagnachmittag der hervorragende Auftritt des 20-köpfigen Jugendorchesters der Bergkapelle“, so der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Mit dem Stadttambourcorps Mechernich und den Musikvereinen aus Weyer, Sistig-Krekel und Strempt sei das Festprogramm weitergegangen. Die Bigband der Prinzengarde und die „Von-Stülp-Revival-Band“ hätten an den Abenden das Festzelt zum Kochen gebracht. Am Sonntagnachmittag habe die Bergkapelle die kurzfristig angereisten Limbachtaler Musikanten begrüßt, die den Ausklang des festlichen Wochenendes gestalteten.
pp/Agentur ProfiPress
(8.7.2010)




















