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Umgehung Roggendorf in drei Jahren

Hans Reiff rechts u.a.
Kreistagsfraktionschef Hans Reiff (rechts), hier mit Staatssekretär Ernst Burgbacher aus dem Bundeswirtschaftsministerium, dem Dauner Bundestagsabgeordneten Dr. Edmund Peter Geisen und dem Europaabgeordneten Alexander Graf Lambsdorff gab wichtige Neuigkeiten zu Straßenbauprojekten in der Stadt Mechernich und in der ganzen Eifelregion bekannt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Neuigkeiten für die Stadt Mechernich bei Gespräch der Liberalen mit der Regionalniederlassung Ville-Eifel des Landesbetriebes Straßenbau NRW: A-1-Weiterbau bis 2018 abgeschlossen, Raststätte Satzvey und eigene Abfahrt Satzvey nicht weiter wahrscheinlich

Die Ortsumgehung Roggendorf soll ab dem Jahr 2013 gebaut werden: Das war eine der Neuigkeiten für die Stadt Mechernich, die FDP-Mandatsträger aus der Region Eifel/Aachen am Samstag bei einer Klausurtagung mit Edgar Klein, dem Leiter des Straßenbauamtes Euskirchen, erfuhren. Das Problem sei allerdings die Finanzierung. Die Entscheidungsgewalt über die Freigabe der benötigten 9,9 Millionen Euro habe das Land NRW.
Leider wurde bei diesem Gespräch auch klar, dass trotz des auf rheinland-pfälzischer Seite bereits laufenden und auf NRW-Seite geplanten Weiterbaus der Eifelautobahn A 1 keine eigene Autobahnauffahrt für Satzvey in Frage kommt. FDP-Kreistagsfraktionschef Hans Reiff sagte der Agentur ProfiPress: „Das ist schade, denn für die Auffahrt Satzvey haben wir lange auf allen Ebenen gekämpft!“

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ schreibt über die FDP-Klausurtagung: „Mit Edgar Klein, dem Leiter der Regionalniederlassung Ville-Eifel des Landesbetriebes Straßenbau NRW, hatte sich die FDP-Kreistagsfraktion einen Referenten organisiert, der umfassend zum Stand der Planung aller Straßenbaumaßnahmen in seinem Arbeitsbereich informieren konnte.“

Die größte Maßnahme, die zur Sprache kam, ist der erwähnte Lückenschluss der A 1, der in zwei Bauabschnitte unterteilt ist. Der erste Abschnitt reicht über sechs Kilometer von Blankenheim bis Lommersdorf und soll etwa 45,6 Millionen Euro kosten. Der Vorentwurf der Planung für diesen Abschnitt ist beendet. Augenblicklich befindet sich die Maßnahme in der offiziellen Planfeststellung. Die Fertigstellung ist laut Bericht der „Kölnischen Rundschau“ für das Jahr 2018 vorgesehen. 

Der zweite Bauabschnitt reicht von Lommersdorf bis zur Landesgrenze. Ein Teil dieses Abschnitts führt durch Rheinland-Pfalz. Das Land NRW muss dennoch 100 der insgesamt 122 Millionen Euro an Kosten übernehmen. Allein 90 Millionen kostet die Brücke über die Ahr. Der Vorentwurf für diesen Bauabschnitt soll 2011 vorliegen. Die restlichen 13 Kilometer des Lückenschlusses muss das Land Rheinland-Pfalz übernehmen.

Erst wenn der A1-Ausbau realisiert werde, könne auch eine von der FDP gewünschte Rast- und Tankstelle bei Satzvey entstehen, zitiert die „Rundschau“ Hans Reiff weiter: „Das brächte rund 100 Arbeitsplätze.“

Die „Kölnische Rundschau“ berichtet über das Treffen der zwölfköpfigen Liberalen-Delegation mit Edgar Klein und zitiert Kreistagsfraktionschef Hans Reiff weiter: „Zu Zeiten der rot-grünen Landesregierung ist in Düsseldorf ein Planfeststellungsverfahren pro Jahr genehmigt worden, bei CDU und FDP bis zu 15.“ Reiff befürchte, dass bei einer erneuten SPD-Grünen-Regierung viel längere Bau-Wartezeiten anstünden.

pp/Agentur ProfiPress

(22.6.2010)