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Rohini kann wieder lachen

Georg und Silvia Jambor zu Besuch bei Rohini und ihrer Familie in Indien
Guido und Silvia Jambor erkundigten sich in Indien nach der kleinen Rohini, die auf diesem Bild mit ihren Eltern und ihrem größeren Bruder zu sehen ist. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress
Der Vierjährigen geht es mittlerweile sehr gut – Ihr Vater hat einen Job in Kalkutta gefunden und will seine Familie nun nachholen – Der Hilfsverein „Bheemili Child Care“ möchte mit der Erweiterung einer Schule ein neues Projekt in Angriff nehmen

Ende März 2010 waren Silvia Jambor und ihr Mann Guido erneut in Indien, um sich über das Wohlergehen der kleinen Rohini zu erkunden, die Dank der Hilfsgruppe Eifel und zahlreicher Einzelspender im November 2009 ein zweites Mal am Herzen operiert werden musste.

Diesmal reisten zum ersten Mal auch Christine und Georg Schlee aus Firmenich mit nach Indien, um dort ihr körperbehindertes Patenkind zu besuchen.

„Bereits am dritten Tag vor Ort konnten wir Rohini, die tags zuvor erst mit ihrem Vater von der abschließenden Kontrolluntersuchung aus Kerala zurückgekehrt war, nebst Familie treffen“, berichtet jetzt Guido Jambor der gemeinsam mit seiner Frau und einigen Freunden den Hilfsverein „Bheemili Child Care“ gründete, der sich für indische Kinder in Not kümmert. Man sei sehr froh gewesen, ein aufgewecktes und fröhliches Kind zu treffen. „Kein Vergleich mehr mit der doch immer traurig wirkenden Rohini, die wir von den Bildern vor der OP kannten“, so Jambor.
 Rohini mit ihrer Mutter
Dieses Bild zeigt Rohini mit ihrer Mutter auf dem Weg zur Herzoperation in Kerala. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Der Vierjährigen soll es sehr gut gehen, was sich auch in den Ergebnissen der letzten Kontrolluntersuchung beim Herzspezialisten niedergeschlagen habe. Zu allem Glück hat der Vater mittlerweile auch eine Arbeitsstelle in Kalkutta gefunden, zu der er nun auch seine Familie nachholen kann. Dies war vorher, aufgrund der großen Reisestrapazen, für Rohini nicht möglich.

„Die Familie wird auch weiterhin über George Puvvada, der die ganzen Vorbereitungen für die Operation koordiniert hat, in Kontakt bleiben und uns so auf dem Laufenden halten“, berichtete Silvia Jambor.

Im Namen von Rohinis Familie und von Bheemili Child Care e.V. bedankten sich beide nochmals ganz herzlich bei Hilfsgruppenchef Willi Greuel und der Hilfsgruppe Eifel sowie den zahlreichen Einzelspendern, die schnell und unbürokratisch bei der Finanzierung der Herzoperation und Nachsorge geholfen hatten.


„Nachdem wir uns im letzten Jahr um die Gesundheitsversorgung gekümmert haben, (z.B. Hepatitis- und weitere Impfungen, Verbesserung der hygienischen Verhältnisse usw.), steht nun ein noch größeres Projekt vor der Tür: die Erweiterung des Schulgebäudes ist dringend notwendig. Eine separate Küche und zwei Schlafräume einschließlich der sanitären Anlagen sollen angebaut werden“, berichten Silvia und Guido Jambor.

Die vorhandene kleine Küche sei für die Zubereitung der Essen auf zwei großen Gaskochern viel zu klein. Die Kochstelle befinde sich an Ende eines Ganges im Gebäude.

Köchin in Indien
Die Kochstelle befindet sich an Ende eines Ganges im Gebäude. Gerade im Sommer, bei fast 50 Grad Außentemperatur, sind die Arbeitsbedingungen für die Köchinnen unerträglich. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress
Gerade im Sommer, bei fast 50 Grad Außentemperatur, seien die Arbeitsbedingungen für die Köchinnen und die Temperaturen im Gebäude für die Kinder beim Unterricht unerträglich. „Hier muss dringend eine große separate Küche angebaut werden“, sind sich die beiden sicher.

Schulerweiterung

Des Weiteren würden zwei Schlafräume mit sanitären Anlagen für die Aufnahme von Kindern aus schwierigsten sozialen Verhältnissen dringend benötigt. Silvia Jambor: „Im März haben wir zum Beispiel das Mädchen Gowri kennengelernt. Sie lebt bei ihrer mittellosen 75-jährigen Großmutter, die kaum für sich selbst sorgen kann. Ihr Vater ist Alkoholiker und lebt, genauso wie die Mutter, die die Familie verlassen hat, nicht mehr zuhause.“  Gowri geht als Zwölfjährige in die zweite Klasse, weil sie bislang nie die Möglichkeit hatte, sich für längere Zeit auf die  Schule zu konzentrieren. „Schicksale wie das von Gowri gibt es leider sehr oft. Diesen Kindern können wir dann eine Schlafmöglichkeit im Projekt bieten und sie gleichzeitig auch noch betreuen“, so Silvia Jambor, die als Teamleiterin „Organisiation“ in der Stadtverwaltung Mechernich arbeitet.

Die Kosten für die Schulerweiterung, einschließlich Grundstückskauf, werden sich auf ca. 35.000 Euro belaufen. Zur Durchführung müssen nun erst einmal Sponsoren gefunden werden.

Die Mitgliedschaft bei „Bheemili Child Care e.V.“ kostet drei Euro im Monat. Spendenkonto: Volksbank Euskirchen, BLZ 382 600 82, Kt.-Nr. 122 575 012.
Kontakt: Silvia Jambor, Merzenicher Straße 8a, 53 909 Zülpich-Sinzenich, Tel. (0 22 52) 74 44, Mobil (0 177) 801 94 37. Mail: silvia@silviajambor.de

www.bheemilichildcare.de


pp/Agentur ProfiPress

(29.6.2010)

Indische Kinder essen auf dem Fußboden
Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress



Die Zustände unter denen die Kinder leben sind alles andere als optimal. Beim Mittagessen sitzen sie einfach mit ihrem Teller am Boden.