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Burg Satzvey wurde zum „Nimmerland“

Tobias Novo als Peter Pan
Mit jugendlichem Charme verkörperte Tobias Novo einen hinreißend-sympathischen Peter Pan. Foto: Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress
„Peter Pan und Käpt’n Hook“ begeisterten trotzt wechselhaften Wetters gut 180 Kinder – Zwischendurch rasch die Kulissen trockengewischt – Um das Überleben der Fantasie gekämpft

Normalerweise ist der Theaterbesucher es gewohnt, dass er still auf seinem Theaterstuhl sitzen bleibt, während sich hinter dem Vorhang die Kulissen ändern. Anders bei einem Wander-Theater. Hier wandert das Publikum nämlich von Szene zu Szene. So auch am Samstagnachmittag in der Burg Satzvey.

180 Kinder bei der Freilichtauffuehrung von Peter Pan vor der Burgkulisse Satzvey
Lautstark plädierten rund 180 Kinder am Samstagnachmittag für die Freilassung des wegen Diebstahls von zwei Äpfeln zu einer Gefängnisstrafe verurteilten Peter Pan.  Foto: Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress
Dort wurde eine Freilichtaufführung von „Peter Pan und Käpt'n Hook“ präsentiert. „Dabei stellten die zwischendurch immer wieder einsetzenden, heftigen Regenschauern das Ensemble um Regisseur Olaf Sabelus und sein Publikum vor eine große Herausforderung. Bis kurz vor Beginn der Aufführung hatte man Zweifel, dass alle fünf Handlungsorte des Stücks, von denen nur zwei überdacht waren, auch bespielt werden konnten“, berichtet Claudia Hoffmann jetzt im „Kölner Stadt-Anzeiger“. Besonders gefährlich hätte es für die Schauspieler auf dem großen Piratenschiff werden können, wo mit vielen Stunt- und Actioneinlagen der große Showdown geplant gewesen sei. 

Elfenkoenigin zwischen Baeumen auf einer Schaukel stehend
Zur Elfenkönigin gab es glücklicherweise eine telefonische Standleitung, so dass diese stets bei Problemen „angerufen“ werden konnte. Foto: Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress
Doch nachdem der Regen nachgelassen hatte, habe man Bänke und Kulissen rasch trockengeputzt.  „In seiner Inszenierung folgt Regisseur Sabelus in weiten Teilen der Originalfassung des im Jahre 1904 uraufgeführten Theaterstücks von Sir James Matthew Barrie“, so Hoffmann weiter. Tempo- und effektreich sei das modifizierte Stück mit vielen wunderbaren Gags dahergekommen. So habe beispielsweise die telefonische Standleitung zur Elfenkönigin und Peters Schabernack, bei dem er unter anderem einen so großen Knoten in eine Elfengitarre gemacht habe, für große Heiterkeitsstürme bei den rund 180 kleinen Zuschauern gesorgt. Im Laufe der zweistündigen Aufführung wurde dann der Turnierplatz von Burg Satzvey zum Strand der Zauberinsel „Nimmerland“, deren Schatz der macht- und geldgierige Pirat Hook in seinen Besitz bringen wollte. Nach einem spektakulären Duell mit ausgefeilter Fecht-Choreografie gewinnt Peter schließlich den Kampf ums Überleben einer der kreativsten menschlichen Fähigkeiten, der Fantasie, und kehrt zurück in die Gegenwart, in der jetzt alles ein wenig schöner geworden ist“, so der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

pp/Agentur ProfiPress

(14.6.2010)