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„Jecke Fründe ston zesamme“

Die koelsche Mundartband \"De Raeuber\"
Die kölsche Mundartband „De Räuber“ brachte die Stimmung in der Vussemer Sporthalle gleich zu Beginn auf Betriebstemperatur. Foto: Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress
Die befreundeten Karnevalsvereine aus Eiserfey und Vussem feierten gemeinsam ihre jecken Geburtstage – Die Mundartband „De Räuber“ sorgte neben den Formationen „Lückenfüller“ und „Colör“ für Riesenstimmung in der Vussemer Sporthalle

Die Jecken aus Eiserfey blicken derzeit auf 44 Lenze zurück, die aus Vussem auf 33. Was lag da näher, als dieses karnevalistische Jubiläum gemeinsam mit einem großen Fest zu feiern? Und damit es auch so richtig krachte, hatte man die Top-Band „De Räuber“ und natürlich alle Karnevalsbegeisterten unter dem Motto „7

Publikum in der Vussemer Sporthalle
Die Karnevalsbegeisterten feierten in der Vussemer Sporthalle zwei ausgelassene Geburtstage. Foto: Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress
mal 11 Jahre Karneval im Feytal“ in die Vussemer Sporthalle eingeladen. „Heinz Heimersheim, Vorsitzender der Eiserfeyer Jecken und Prinz der Session 2009/2010, freute sich ebenso wie sein Vorstandskollege aus Vussem, Wolfgang Schneider, über die große Resonanz“, berichtet Claudia Hoffmann jetzt im „Kölner Stadt-Anzeiger“. Unter den fast 500 bestens gelaunten Besuchern seien auch zahlreiche Gründungsmitglieder gewesen, die sich an die Anfänge der beiden Vereine erinnert hätten. „In Eiserfey wurde Karneval bereits in den 1950er Jahren gefeiert. Lange bevor in den umliegenden Ortschaften ein Karnevalszug ging, hatten

\"De Raeuber\" mit dem Fanclub aus Heimerzheim vor dem Reisebus
Aus Heimerzheim rückten diese Fans der Räuber an, die von dem Konzert restlos begeistert waren. Foto: Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress
eine Hand voll Eiserfeyer unter der künstlerischen Leitung von »Schorsch« Möhs nämlich einen Umzug mit Wagen auf die Beine gestellt, der zunächst am Karnevalssonntag, später dann am Rosenmontag durch die Straßen zog“, weiß der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Im März 1966 habe die Wirtin der „Römerstube“, Maria Esser, den Grundstein gelegt, indem sie 200 D-Mark in eine Zigarrenschachtel packte, die sie den engagierten Narren in die Hand drückte, damit diese ihren Karnevalsverein gründen konnten. Hoffmann weiter: „Bis auch in Vussem ein Karnevalsverein aus der Taufe

gehoben wurde, sollten noch elf Jahre vergehen: Auf kleinere Veranstaltungen wie Grillfeste und »Bunte Abende mit Tanz« folgte 1979 die erste Prunksitzung.“
In den letzten fünf Jahren seien die Nachbarkarnevalsvereine immer näher zusammengerückt, besuchten sich gegenseitig zu ihren Veranstaltungen und arbeiteten auch am Samstagabend mit 30 Helfern gemeinschaftlich hinter den Kulissen.
Die fünf Räuber seien schließlich, so schreibt Michael Schnitzler in der „Kölnischen Rundschau“ „unter tosendem Beifall verabschiedeten“ worden. Spätestens da sei jedem klar geworden, „dass die Karnevalsvereine aus Vussem und Eiserfey mit den kölschen Urgesteinen beim Publikum den richtigen Nerv getroffen hatten.“

Anschließend betrat die Hellenthaler Band „Lückenfüller“ die Bühne. Schnitzler konstatiert: „Die vier Hellenthaler Ralf Völler, Karl-Heinz Hassel, Jürgen Ehrhardt und Guido Schülter waren trotz ihres Bandnamens eine echte Bereicherung des Vussemer Konzerts.“  Angesichts der großartigen Atmosphäre hätte anschließend auch die Formation „Colör“ mit dem Vussemer Publikum leichtes Spiel gehabt, wenn gleich die vier selbst ernannten „Töchter Kölns“ ohnehin nie Probleme gehabt hätten, „mit ihrer energiegeladenen Show einen Saal zum Kochen zu bringen“. 

pp/Agentur ProfiPress

(09.06.2010)