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Wenn die Tränen fließen…

Türkisches Brautpaar
Türkische Hochzeit in Köln: Sükran und Ersin (Szenenfoto aus dem Dokumentarfilm: Stefan Ahrendt/LVR)
LVR-Freilichtmuseum Kommern zeigt Filme über eine türkische und eine griechisch-rheinische Hochzeit – „Kulturelle Begegnungen“ sind Jahresthema des Kommerner Freilichtmuseums

Flötenklänge in den Straßen von Köln, traditionelle Henna-Bemalung mitten in Kalk und 600 Hochzeitsgäste in Ehrenfeld – wenn türkische Traditionen auf rheinische Lebensart treffen, entstehen bemerkenswerte Bilder. So auch bei der Hochzeitsfeier der Kölner Sükran und Ersin.

Ihre Familie stammt aus Anatolien, seine aus Istanbul. Im Rahmen seines Jahresthemas „Kulturelle Begegnungen“ zeigt das LVR-Freilichtmuseum Kommern am Sonntag, 11. Juli, von 12 bis 15 Uhr in seinem  inszenierten „Internet-Café“ und nebenan in einem Kinoraum einen Dokumentarfilm über das Ereignis.

Die Hochzeit von Sükran und Ersin in Köln, angefangen von der Brautwerbung über den Henna-Abend bis zur eigentlichen Hochzeitsfeier, hat der Volkskundler Dr. Berthold Heizmann vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte Bonn 2008 in einem 48-minütigen Dokumentarfilm mit dem Titel „Wenn die Tränen fließen…“ festgehalten.

Noch ein weiterer Film, etwa 30 Minuten lang, wird an diesem Tag gezeigt: Der berichtet über eine griechisch-rheinische Hochzeit in Bonn-Beuel. Dazu haben Regisseur Dr. Berthold Heizmann und sein Kollege Dr. Alois Döring vom Bonner Institut Theódoros und Tanja bei ihrer Hochzeit begleitet. Die Rheinländerin und der Grieche haben 2001 in der griechisch-orthodoxen Metropolie in Beuel geheiratet. Der Film zeigt, wie in die Hochzeit nach orthodoxem Ritus auch rheinische Brauchelemente eingeflossen sind und das Fest eine Brücke zwischen Menschen, Religionen und Kulturen geschlagen hat.

Mit einem Gespräch zwischen Regisseur Dr. Berthold Heizmann und Dr. Josef Mangold, Direktor des LVR-Freilichtmuseums Kommern, wird um 12 Uhr der Filmsonntag im musealen Internet-Café eröffnet. Das Internet-Café bildet übrigens den Rahmen für die Sonderausstellung „verbunden?!“, in der Menschen mit Migrationshintergrund ihre Lebenserfahrungen im Rheinland vorstellen.