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Mehr EU-Mittel für die Eifel

Hans Reiff
Der Kreistagsfraktionsvorsitzende Hans Reiff und andere Liberale trafen sich in Aachen mit der regionalen Technologietransfergesellschaft AGIT und dem Verein „Regio Aachen“. Foto: Archiv/gte//pp/ Agentur ProfiPress
Liberale der Region Aachen intervenieren bei der Aachener Technologietransfergesellschaft AGIT – Arbeiten 16 unterschiedliche Wirtschaftsförderungsstellen in der Regio Aachen zusammen, aneinander vorbei oder gegeneinander?

Vor allem für die Förderung von Forschung und Entwicklung wird die Europäische Union seit 2007 und bis einschließlich 2011 insgesamt 110 Millionen Euro in die Region Aachen fließen lassen. Das Gros dieser so genannten „Ziel-2-Mittel“ haben die RWTH Aachen und mit ihr kooperierende Firmen eingestrichen. Teile der Kreise Düren und Heinsberg – und der komplette Kreis Euskirchen gingen dabei leer  aus. Mit dieser nicht gerade euphorischen Erkenntnis kehrte jetzt der Euskirchener FDP-Kreistagsfraktionsvorsitzende Hans Reiff aus einer gemeinsamen Konferenz der Liberalen mit der regionalen Technologietransfergesellschaft AGIT in Aachen und dem Verein „Regio Aachen e.V.“ zurück.

Sowohl die Technik-Agentur Euskirchen als auch das Holzkompetenzzentrum in Nettersheim sowie der Verein Wald und Holz sollen für drei Jahre mit dem Gehalt für drei Vollzeit-Stellen gefördert werden.
Die Stelleninhaber sollen nach Mitteln und Wegen suchen, wie man die Wertschöpfungskette für Holz (eine Stelle im Holzkompetenzzentrum) beziehungsweise für Papier (zwei Stellen bei der Technikagentur) in der Region verlängern könnte.

Etwa durch die Ansiedlung weiterverarbeitender und veredelnder Betriebe. Hans Reiff: „Wir müssen uns als bedeutender Holzproduzent Gedanken darüber machen, warum wir Holz ernten und sägen, aber zum Hobeln und Weiterverarbeiten in andere Regionen abtransportieren.“

Besprochen wurde auch die Effizienzsteigerung der Wirtschaftsförderung in der Aachener Region. 16 unterschiedliche Wirtschaftsförderungs-institutionen sind hier tätig, so Hans Reiff: „Und man fragt sich, ob alles, was die einzelnen Gebietskörperschaften und Institutionen unternehmen, auch aus einem Guss ist, oder ob hier nicht viel Aktion zu weniger Effizienz führt.“

Es sei politische Aufgabe, diesen Sektor unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls neu zu strukturieren, wer, was und wie auf regionaler Ebene, in den Kreisen und bei den Kommunen in Sachen Wirtschaftsförderung unternehmen soll.

Ebenfalls politisch will die FDP erreichen, dass bei den eingangs erwähnten Ziel-2-Mitteln ab dem Jahr 2014 auch die Region ein Mitspracherecht bei der Vergabe der Gelder bekommt. Reiff: „Es soll dabei bleiben, dass die Europäische Union die Kriterien festlegt, nach denen gefördert werden soll, aber wir vor Ort müssen mehr Spielraum bei der Vergabe bekommen.“

An dem Gespräch im Büro der Regio Aachen nahmen neben AGIT-Geschäftsführer Ulrich Schirowski und Manfred Bausch, der stellvertretende Geschäftsführer des „Regio Aachen e.V.“ sowie von der FDP die Bundestagsabgeordneten Petra Müller und Gabriele Molitor, Kreistagsfraktionsvorsitzender Hans Reiff, der stellvertretende Bezirksparteivorsitzende Dr. Werner Pfeil sowie der Dürener Kreistagsfraktionschef Rudi Frischmuth teil.

Auch Peter Rauw vom Kreisverband Euskirchen und der Aachener Fraktionsvorsitzende Wilhelm Helg wirkten bei den Beratungen mit. Europaparlamentarier Alexander Graf Lambsdorff musste kurzfristig absagen, weil er von der EU als Wahlbeobachter nach Ghana entsendet worden war.

pp/Agentur ProfiPress

(24.6.2010)