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Karnevalistische Jubiläumsparade im Mai

\"Feytaler Jecken\"
Bei den „Feytaler Jecken“ ist die Vorfreude auf die Narrenparade außerhalb der Session schon sehr groß. Foto: Bernhard Romanowski/pp/Agentur ProfiPress
„Feytaler Jecken“ werden 44 Jahre alt – Besuch aus Süsterseel im Selkant – Bürgermeister auf eigenem Umzugswagen – Nur auf Kamelle müssen die Zuschauer verzichten

Die KG „Feytaler Jecken“ wird 44 Jahre alt, und da dies bekanntlich eine karnevalistische Zahl ist, nimmt der Verein das Jubiläum zum Anlass, um am Pfingstsonntag, 23. Mai, gemeinsam mit befreundeten Vereinen richtig schräg zu feiern. Da wird es sogar einen närrischen Festumzug geben. „Die Schirmherrschaft der Jubiläumsparade hat Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick übernommen. Für ihn sowie für weitere Ehrengäste stellt die KG für die Parade einen eigenen Wagen bereit“, berichtet Bernhard Romanowski jetzt im „Kölner Stadt-Anzeiger“. Rund 50 Karnevalsfreunde werden aus Süsterseel im Selfkant, der westlichsten Gemeinde Deutschlands, anrücken. Sie begleiten Michael Hochgürtel in sein Eifeler Heimatdorf, den es seinerzeit aus Liebesgründen in den Selfkant verschlug. „Auf Kamelle müssen die Besucher bei dem Festzug leider verzichten. Dennoch haben sich die Eiserfeyer Tollitäten - Prinz Heinz I. (Heimersheim),

erste Tanzgarde dere Eiserfeyer KG
Die erste Tanzgarde der Eiserfeyer KG sorgte vor 44 Jahren mit ihren Darbietungen für viel Beifall. Foto/Repro: Bernhard Romanowski/pp/Agentur ProfiPress
Jungfrau Erika (Erich Wahlen) und Bauer Frank (Koch) - schon über alternatives Wurfmaterial Gedanken gemacht“, verrät Romanowski weiter.
Im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ ließ Beate Mießeler, die Geschäftsführerin der „Feytaler Jecken“ und Ehefrau des Prinzen, die Anfänge der Vereinsgeschichte Revue passieren. Demnach wurde bereits in den 1950er Jahren Karneval in Eiserfey gefeiert, und zwar, wie Mießeler betont, lange bevor in Mechernich oder einem anderen Ort des heutigen Stadtgebiets ein „Zoch“ ging. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ weiter: „Originale wie

»Post Jupp«, »Schröder Klimm«, und »Feld Peter« sowie »Schicks Hein« und »Ohlenhards Hubert« zeichneten nach dem Zweiten Weltkrieg für die Wiederbelebung des Fastelovends in Eiserfey verantwortlich. Bis zum Ende der 1990er Jahre übernahm »Schorsch Möhs« die künstlerische Gestaltung der Wagen.“ In den ersten Jahren sei der Zug am Karnevalssonntag gegangen, so Romanowski, später habe man ihn auf Rosenmontag verlegt. Die erste Sitzung in den 1950er Jahren sei in Eiserfey übrigens vom örtlichen Sportverein organisiert worden. Im März 1966 wurde das närrische Treiben im Ort dann auf eine Vereinsbasis gestellt. Maria Esser, die damalige Wirtin der Gaststätte „Zur Römerstube“, habe 200 Mark in eine Zigarrenschachtel gepackt und sie den „Jecken“ mit den Worten überreicht: „So, Jonge, jetzt könnt ihr de Karnevalsverein jründe.“ Das Jubiläumsfest der KG „Feytaler Jecken“ startet am Sonntag, 23. Mai, um 9.15 Uhr mit einem Gottesdienst im Saal der Gaststätte „Zur Römerstube“. Mit von der Partie sind Mitglieder des örtlichen Rhythmus-Chors.
Ein Frühschoppen wird ab 10.30 Uhr angeboten. Erwartet wird dazu die karnevalistische Traditionsgruppe „De Vänte“ aus Eiserfey. Um 13 Uhr folgt dann der Empfang der befreundeten Vereine zu den Klängen des Musikvereins Weyer.
Der Festumzug mit Karnevalsvereinen, Festwagen, Musik- und Kostümgruppen sowie den Tanzgarden setzt sich um 14.30 Uhr in Bewegung. Den Abschluss markiert ein gemütliches Beisammensein in der „Römerstube“. Wer sich an der Parade beteiligen möchte, kann sich unter 0 24 84 / 91 10 30 bei Heinz Heimersheim melden.
www.kg-eiserfey.com

pp/Agentur ProfiPress

(12.05.2010)