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„Rentnergang“ saniert Friedhofswege

Rentner aus Vussem
Bei der Arbeit (von links): Alfred Brell, Bernhard Hoffmann, Josef Reinartz, Heinrich Reinartz und Johannes Klinkhammer. Foto: ml/pp/Agentur ProfiPress
Ortsvorsteher Johannes Klinkhammer stellt „seine“ Vussemer  Arbeitskolonne vor - Pensionierte Bürger halten in den Dörfern der Stadt Mechernich das Gemeinschaftsleben auf Trab und öffentliche Anlagen in Schuss

Wer in Rente geht, gehört noch lange nicht zum alten Eisen. In vielen Dörfern der Stadt Mechernich sind es gerade die Pensionierten, die das Gemeinschaftsleben auf Trab und öffentliche Anlagen in Schuss halten. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Stadtrat und Verwaltung fördern dieses bürgerschaftliche Engagement nach Kräften.

Jetzt machte der Vussemer Ortsvorsteher und Mechernicher Ratsherr Johannes Klinkhammer einmal mehr auf „seine“ Vussemer Rentnerband um die Gebrüder Heinrich und Josef Reinartz, Bernhard Hoffmann, Alfred Brell, Wilfried Hellwig und Michael Wielspütz aufmerksam.

Die emsige Truppe ist seit Herbst 2009 dabei, sämtliche Wege und Pfade auf dem Vussemer Waldfriedhof mit rotem Kies aufzufüllen. Damit bekommt der Gottesacker nicht nur ein schmuckes, einheitliches Bild. Das Begehen der Gräberreihen wird für die Friedhofsbesucher auch eine weitaus einfachere und sauberere Sache als das im bisherigen Zustand möglich war.

Rentner aus Vussem
Stolz auf den roten Kies, mit dem sie die Vussemer Friedhofswege sauberer und begehbarer gemacht haben sind (von rechts) Josef Reinartz, Alfred Brell, Heinrich Reinartz, Johannes Klinkhammer und Bernhard Hoffmann. Foto: ml/pp/Agentur ProfiPress
Seit mehr als zehn Jahren treffen sich die Rentner mindestens einmal in der Woche, um in Vussem und um Vussem herum zu arbeiten. Donnerstags sieht man sie auf dem Friedhof. Sie schneiden, hacken,  mähen und säubern die Wege. Alles ehrenamtlich. Wenn keine Großaktionen anliegen, wie jetzt beim Ausbau der Wege,  herrscht Aufgabenteilung. Michael Wielspütz schneidet die Hecken, Bernhard Hoffmann fugt nach und nach brüchig gewordene Teile der Friedhofsmauer neu.  

Vor kirchlichen Feiertagen legen die Männer Sonderschichten ein. Die Angehörigen der Verstorbenen sollen einen gepflegten Friedhof vorfinden, wenn sie ihre Lieben besuchen. Auch das Asbestdach der Friedhofskapelle haben sie vor Jahren saniert. Besonders stolz  sind sie auf einen Geräteständer, den sie mit Unterstützung der Zimmerei Bruns errichtet haben.

Dort können auch die übrigen Friedhofsbesucher Harke, Rechen und Gießkanne ausleihen – und anschließend wieder hinhängen. Noch nie ist ein Gerät weggekommen, so der Vussemer „Sheriff“ Johannes Klinkhammer. Auch die Vussemer passen auf ihren Friedhof auf.

Als ob die Arbeit auf dem Friedhof nicht genug wäre, kümmert sich die Rentnertruppe in ihrem Heimatdorf auch um die Ruhebänke samt Tischen. Die für ihre Tätigkeiten erforderlichen Maschinen und Geräte hat Johannes Klinkhammer aus der Aufwandsentschädigung bestritten, die er als städtischer Ortsvorsteher erhält.

pp/Agentur ProfiPress

(15.4.2010)