Im Mechernicher Rathaus gibt es jetzt einen Defibrillator
Silvia Jambor präsentiert den Automatisierten Externen Defibrillator, der jetzt im Mechernicher Rathaus für den Notfall Herzstillstand bereit steht. Foto: gte/pp/Agentur ProfipressDurch ein spezielles Gerät können auch Laien bei einem Herzstillstand helfen – Mitarbeiter der Stadt Mechernich wurden speziell geschult
In Deutschland sterben jährlich über 100.000 Menschen außerhalb von Krankenhäusern an plötzlichem Herzversagen. Laut Bundesärztekammer vermindert jede Minute ohne wirksame Reanimation die Überlebenswahrscheinlichkeit um zehn Prozent. Deshalb hat die Stadt Mechernich jetzt einen „Automatisierten Externen Defibrillator“ (AED) angeschafft.
Dieser kleine Kasten kann Leben retten: Der Automatisierte Externe Defibrillator (AED) kann die Überlebenschance bei einem Herzstillstand stark erhöhen. Mitarbeiter des Bürgerservice sowie Teamleiterin Silvia Jambor und Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick sind in der Anwendung des AEDs speziell geschult worden. Foto: gte/pp/Agentur ProfipressMit diesem Gerät können auch medizinische Laien nach einer Schulung die Überlebens-Chance von Betroffenen erheblich verbessern, wie Silvia Jambor, Teamleiterin Personal und Organisation der Stadt Mechernich, berichtete.
Der AED ist direkt im Eingangsbereich des Rathauses angebracht. Silvia Jambor erklärte, wie man ihn anwendet: „Das Gerät gibt einem per Sprachausgabe ständig Anweisungen, was zu tun ist. Es gibt auch etwa akustisch den Rhythmus der Herzmassage vor und kann bei Kammerflimmern mit Elektroimpulsen versuchen, das Herz wieder zum Schlagen zu bringen.“ Mit Symbolen sind zudem die wichtigsten Schritte für richtiges Verhalten im Notfall auf dem Gerät abgebildet.
Silvia Jambor und Mitarbeiter des Bürgerzentrums sind in der Anwendung des Geräts speziell eingewiesen worden – ebenso wie Dr. Hans-Peter Schick, Bürgermeister der Stadt Mechernich. Der hatte die Anschaffung des Geräts nach einem Medienbericht über den elektronischen Lebensretter angeregt: „In einem modernen Verwaltungsgebäude mit so viel Publikumsverkehr fand ich das einfach wichtig.“
Das Gerät sei sehr hilfreich in der Zeit, bis der Rettungsdienst eintrifft und erhöhe die Sicherheit im Rathaus enorm.
Einmal im Jahr sollen Mitarbeiter weiterhin geschult werden, damit im Notfall jeder Handgriff sitzt. Teamleiterin Jambor: „Natürlich hoffen wir, dass nichts passiert und wir das Gerät nie einsetzen müssen. Aber wenn doch einmal so ein Notfall eintrifft, sind wir bereit.“
pp/Agentur ProfiPress
(13.04.2010)




















