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Auf dem Weg zur „Mater dolorosa“

Gläubige in der Kirche in Kallmuth
 Anziehungspunkt katholischer Gläubiger aus der ganzen Region: Am „Schmerzensfreitag“ in der St.-Georg-Kirche (im Bild) und zum Georgsritt am 1. Mai. Foto: Bernhard Romanowski/pp/Agentur ProfiPress
Seit einigen hundert Jahren kommen Pilger am „Schmerzensfreitag“ in die Kirche St. Georg in Kallmuth – Von Aachen und aus dem Kölner Raum, ja sogar vom Niederrhein waren sie diesmal angereist

Hunderte von Pilgern kamen am Freitag nach dem dritten Fastensonntag nach Kallmuth, um dem Gnadenbild der „Schmerzensreichen Mutter“ in der Kirche St. Georg ihre Sorgen und Nöte vorzutragen.

„Das Wetter war alles andere als dazu angetan, sich auf eine Wanderung durch die Eifeler Landschaft zu begeben.

Kerzen in der Kirche Kallmuth

Dem Gnadenbild der „Schmerzensreichen Mutter“ tragen die Besucher ihre Sorgen und Nöte vor und hoffen auf Linderung durch das Gebet. Foto: Bernhard Romanowski/pp/Agentur ProfiPress
Für viele Menschen schien die nasskalte Witterung in und um Kallmuth herum allerdings kein Abschreckungsgrund zu sein, um sich mit anderen Gläubigen in der Kirche St. Georg zu versammeln“, schreibt Bernhard Romanowski jetzt im „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Seit einigen hundert Jahren werde Kallmuth am so genannten „Schmerzensfreitag“ zum Wallfahrtsort für Scharen von Pilgern aus der gesamten Region. Viele Besucher machten sich aber auch im Auto auf den Weg zur „Maria, Mater dolorosa“. Eintragungen in der Kallmuther Pfarrchronik belegen, dass die Menschen bereits um 1650 zur „schmerzhaften Mutter“ gepilgert sind.

Geistliche zelebrierten Gottesdienst
Zahlreiche Geistliche konzelebrierten den Gottesdienst, der vom Ordensreferent des Bischofs, Dr. Stefan Dückers (Mitte), in St. Georg gefeiert wurde. Foto: Bernhard Romanowski/pp/Agentur ProfiPress
Grund für die Pilgerreise ist eine Pietà, ein Vesperbild der Muttergottes mit dem toten Jesus, das um 1475 herum entstanden sein soll. Das italienische „pietà“ bedeutet so viel wie „Mitleid“ und auch „Frömmigkeit“. Romanowski: „Die Figur der »schmerzhaften Maria«, die am Freitag von einem Lichtermeer aus Kerzen umstellt war, thematisiert das Leiden Jesu, das mütterliche Mitgefühl Mariens und die Aufgabe Christi als Erlöser der Menschheit.“

Die Pilger bringen der Muttergottes nicht nu ihre Sorgen und Nöte vor, sie erbitten sich auch Linderung für seelische oder körperliche Gebrechen.

Gläubige stärken sich mit Kaffee und Kuchen

Nach dem Gottesdienst gab es für die Pilger im Kallmuther Bürgerhaus eine Stärkung mit Kaffee und Kuchen. Foto: Bernhard Romanowski/pp/Agentur ProfiPress
Romanowski hat sich die Mühe gemacht, einmal vor Ort die Kennzeichen der parkenden Autos in Augenschein zu nehmen und kommt zu dem Schluss: „Der Eifeler Wallfahrtsort hat nichts von seiner Strahlkraft verloren. Von Aachen und aus dem Kölner Raum, ja sogar vom Niederrhein waren etliche Besucher gekommen, um an den Gottesdiensten teilzunehmen, die über den ganzen Tag verteilt stattfanden.“

Aus Aachen war auch Dr. Stefan Dückers, Ordensreferent des Bischofs, angereist, der in einem der Festgottesdienste als Hauptzelebrant agierte und vom Kallmuther Pfarrer Kurt Hoberg und weiteren Zelebranten unterstützt wurde.

pp/Agentur ProfiPress

(15.3.2010)


Pilgerinnen
Foto: Bernhard Romanowski/pp/Agentur ProfiPress




Einige Pilger kommen schon seit vielen Jahren nach Kallmuth. Sie ließen sich in diesem Jahr auch durch das widrige Wetter nicht vom Gottesdienstbesuch abhalten.








Pfarrer Kurt Hoberg begrüßt die Pilger
Foto: Bernhard Romanowski/pp/Agentur ProfiPress




Kallmuther Pfarrer Kurt Hoberg begrüßte die zahlreichen Pilger in der Kallmuther Pfarrkirche St. Georg.