Der Barbarahof geht in Betrieb

Am Schmidtenloch 32 hat sich so einiges getan, bereits Anfang April will die neue Einrichtung ihre Arbeit aufnehmen. Foto: Claudia Hoffmann/pp/ Agentur ProfiPressMechernicher Projekt ist einzigartig im Rheinland – Erstmals kommen nach 1945 wieder Menschen mit geistiger Behinderung ins Rentenalter – Neue Pflegeinrichtung kümmert sich gezielt um deren Bedürfnisse
Im Nationalsozialismus wurden Menschen mit geistiger Behinderung systematisch umgebracht. Erstmals kommt daher nun eine Generation ins Rentenalter, die nach 1945 geboren wurde, und bei der sich die Frage stellt, wie diese zukünftig wohnen, leben und ihre Freizeit gestalten möchte.
„Diese Frage wird umso brisanter, wenn ein Verbleib in der bisherigen gewohnten Umgebung aufgrund von Pflegebedürftigkeit nicht mehr möglich ist“, schreibt jetzt Claudia Hoffmann im „Kölner Stadt-Anzeiger“. Bisher war die Pflegesituation nicht nur für die Menschen mit geistiger Behinderung, sondern auch für die Pflegenden unbefriedigend. Die Bewohner blieben so lange wie möglich in der Einrichtung der Lebenshilfe. Wenn der Pflegeaufwand aber zu groß wurde, wurden sie in Altenpflegeheime verlegt. Dort war jedoch das Personal auf die besonderen Bedürfnisse dieser Menschen nicht eingestellt.

Architekt Joachim Stiller (links) und Dr. Hans Rossels (2.v.r.) führten beim Pressetermin durch die neue Pflegeeinrichtung. Foto: Claudia Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress„Für Menschen mit geistiger Behinderung wiederum bedeutete dieses Herausgerissenwerden aus ihrer gewohnten Umgebung einen dramatischen Verlust noch verbliebener Lebensqualität“, berichtet Renate Hotse in der „Kölnischen Rundschau“. Durch die Zunahme alter und sehr alter Menschen im Kreis Euskirchen werde die Kreisbevölkerung voraussichtlich um mehr als fünf Prozent anwachsen. Die 350 Altenpflegeplätze, die im Stadtgebiet Mechernich zur Verfügung stehen, seien jedoch ausgelastet. Und man könne davon ausgehen, dass bis zum Jahr 2025 bis zu 100 weitere Plätze der stationären Altenpflege benötigt würden.
Vor diesem Hintergrund hatten bereits vor zwei Jahren die Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH und die „Lebenshilfe Bürvenich“ (HPZ) ein Gespräch mit dem Ziel aufgenommen, geeignete Versorgungsangebote aufzubauen. Sie konzipierten gemeinsam den „Barbarahof“ samt Tagespflegeeinrichtung, die bereits Anfang April 2010 den Betrieb aufnehmen sollen. Dr. Hans Rossels berichtete dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass dieses Projekt einzigartig im Rheinland sei. Die Dauerpflege in dieser neuen Einrichtung wird das Geriatrische Zentrum Zülpich GmbH übernehmen.

Vertreter des Kreiskrankenhauses Mechernich und der Lebenshilfe Bürvenich stellten der Öffentlichkeit das Projekt Barbarahof vor. Foto: Claudia Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress„Die Altenpflege umfasst 65 Plätze und gliedert sich in den Bereich für pflegebedürftige oder demenziell erkrankte Menschen mit 43 Plätzen, wovon zehn auf die Kurzzeitpflege (bis zu 28 Tage pro Jahr) entfallen. 22 Plätze stehen zur Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung zur Verfügung“, schreibt Herbert Born im „Wochenspiegel“. „Gerade hier hatte man in der Vergangenheit erkennen müssen, dass diesen Menschen und ihren Angehörigen trotz intensivster Bemühungen nur behelfsmäßige Lösungen angeboten werden konnten: „Am Ende gab es nur Verlierer“, so Rolf Emmerich, Geschäftsführer des HPZ zu Claudia Hoffmann.
Der Architekt Joachim Stiller konzipierte den Barbarahof. Unter der Bauleitung von Stefan Saring wurde das ehemalige Schwesterwohnheim „Im Schmidtenloch 32“ saniert und erweitert: Die Eingangshalle, eine Verteilerküche, Verwaltungsbüros und ein Therapieraum befinden sich im Erdgeschoss des Pflegeheims. Einen Blick auf die Kindergartenstätte bietet der Aufenthaltsbereich mit seinen großen drei Panoramafenstern. Die Heimleiterin Gabriele Ley berichtete dem „Kölner Stadt- Anzeiger“, dass dies vor allem für die geplanten generationenübergreifenden Angebote von besonderer Bedeutung sei. Die gesamten Räumlichkeiten sind hell und in warmen Gelb- und Terrakotta-Tönen gestaltet und die Größe der Zimmer variiert zwischen 17 und 25 Quadratmetern. Alle Zimmer im Altbau verfügen über einen eigenen Balkon mit Vordach und sind mit Buchenholzmöbeln teilweise bestückt, wobei auch immer Platz gelassen wird für die privaten Erinnerungsstücke der künftigen Heimbewohner.
Insgesamt werden die Bewohner in 53 Einzel- und sechs Doppelzimmern auf drei Etagen mit sechs Wohngruppen und jeweils elf Bewohnern untergebracht. Nach dem so genannten „Präsenzkräftekonzept“ funktioniert das familiäre Zentrum, das durch eine offene Wohnküche gebildet wird. Jeder Wohnbereich besitzt vier „Alltagsbegleiter“. Diese kümmern sich um das leibliche Wohl und um die Betreuung der älteren Menschen. Insgesamt sind es 47 Vollzeit-Mitarbeiter, die die Betreuung übernehmen. Beim Zubereiten der Mahlzeiten dürfen die Heimbewohner natürlich nach Kräften mithelfen. Somit bleibt auch ein Stück vertraute Lebenswelt erhalten. Die „Vivant GmbH“ übernimmt den Betrieb der angrenzenden Tagespflegeeinrichtung mit insgesamt zwölf Plätzen, die zur ganztägigen Betreuung der älteren Menschen dienen. „Die Gäste der Tagespflege werden morgens abgeholt und nachmittags wieder in ihre häusliche Umgebung zurückgebracht“, schreibt Claudia Hoffmann im „Kölner Stadt-Anzeiger“. Durch den Einsatz der drei Vollzeitkräfte können somit Angehörige auch zeitweise entlastet werden.
ms/pp/Agentur ProfiPress

Architekt Joachim Stiller (links) und Dr. Hans Rossels (2.v.r.) führten beim Pressetermin durch die neue Pflegeeinrichtung. Foto: Claudia Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress„Für Menschen mit geistiger Behinderung wiederum bedeutete dieses Herausgerissenwerden aus ihrer gewohnten Umgebung einen dramatischen Verlust noch verbliebener Lebensqualität“, berichtet Renate Hotse in der „Kölnischen Rundschau“. Durch die Zunahme alter und sehr alter Menschen im Kreis Euskirchen werde die Kreisbevölkerung voraussichtlich um mehr als fünf Prozent anwachsen. Die 350 Altenpflegeplätze, die im Stadtgebiet Mechernich zur Verfügung stehen, seien jedoch ausgelastet. Und man könne davon ausgehen, dass bis zum Jahr 2025 bis zu 100 weitere Plätze der stationären Altenpflege benötigt würden.
Vor diesem Hintergrund hatten bereits vor zwei Jahren die Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH und die „Lebenshilfe Bürvenich“ (HPZ) ein Gespräch mit dem Ziel aufgenommen, geeignete Versorgungsangebote aufzubauen. Sie konzipierten gemeinsam den „Barbarahof“ samt Tagespflegeeinrichtung, die bereits Anfang April 2010 den Betrieb aufnehmen sollen. Dr. Hans Rossels berichtete dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass dieses Projekt einzigartig im Rheinland sei. Die Dauerpflege in dieser neuen Einrichtung wird das Geriatrische Zentrum Zülpich GmbH übernehmen.

Vertreter des Kreiskrankenhauses Mechernich und der Lebenshilfe Bürvenich stellten der Öffentlichkeit das Projekt Barbarahof vor. Foto: Claudia Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress„Die Altenpflege umfasst 65 Plätze und gliedert sich in den Bereich für pflegebedürftige oder demenziell erkrankte Menschen mit 43 Plätzen, wovon zehn auf die Kurzzeitpflege (bis zu 28 Tage pro Jahr) entfallen. 22 Plätze stehen zur Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung zur Verfügung“, schreibt Herbert Born im „Wochenspiegel“. „Gerade hier hatte man in der Vergangenheit erkennen müssen, dass diesen Menschen und ihren Angehörigen trotz intensivster Bemühungen nur behelfsmäßige Lösungen angeboten werden konnten: „Am Ende gab es nur Verlierer“, so Rolf Emmerich, Geschäftsführer des HPZ zu Claudia Hoffmann.
Der Architekt Joachim Stiller konzipierte den Barbarahof. Unter der Bauleitung von Stefan Saring wurde das ehemalige Schwesterwohnheim „Im Schmidtenloch 32“ saniert und erweitert: Die Eingangshalle, eine Verteilerküche, Verwaltungsbüros und ein Therapieraum befinden sich im Erdgeschoss des Pflegeheims. Einen Blick auf die Kindergartenstätte bietet der Aufenthaltsbereich mit seinen großen drei Panoramafenstern. Die Heimleiterin Gabriele Ley berichtete dem „Kölner Stadt- Anzeiger“, dass dies vor allem für die geplanten generationenübergreifenden Angebote von besonderer Bedeutung sei. Die gesamten Räumlichkeiten sind hell und in warmen Gelb- und Terrakotta-Tönen gestaltet und die Größe der Zimmer variiert zwischen 17 und 25 Quadratmetern. Alle Zimmer im Altbau verfügen über einen eigenen Balkon mit Vordach und sind mit Buchenholzmöbeln teilweise bestückt, wobei auch immer Platz gelassen wird für die privaten Erinnerungsstücke der künftigen Heimbewohner.
Insgesamt werden die Bewohner in 53 Einzel- und sechs Doppelzimmern auf drei Etagen mit sechs Wohngruppen und jeweils elf Bewohnern untergebracht. Nach dem so genannten „Präsenzkräftekonzept“ funktioniert das familiäre Zentrum, das durch eine offene Wohnküche gebildet wird. Jeder Wohnbereich besitzt vier „Alltagsbegleiter“. Diese kümmern sich um das leibliche Wohl und um die Betreuung der älteren Menschen. Insgesamt sind es 47 Vollzeit-Mitarbeiter, die die Betreuung übernehmen. Beim Zubereiten der Mahlzeiten dürfen die Heimbewohner natürlich nach Kräften mithelfen. Somit bleibt auch ein Stück vertraute Lebenswelt erhalten. Die „Vivant GmbH“ übernimmt den Betrieb der angrenzenden Tagespflegeeinrichtung mit insgesamt zwölf Plätzen, die zur ganztägigen Betreuung der älteren Menschen dienen. „Die Gäste der Tagespflege werden morgens abgeholt und nachmittags wieder in ihre häusliche Umgebung zurückgebracht“, schreibt Claudia Hoffmann im „Kölner Stadt-Anzeiger“. Durch den Einsatz der drei Vollzeitkräfte können somit Angehörige auch zeitweise entlastet werden.
ms/pp/Agentur ProfiPress
(16.3.2010)




















