Logo der Stadt Mechernich
Bilderleiste Kopf
Blauer Kasten
  Stadtplan // eCards // Impressum // Datenschutz // Sitemap // English
 
   Kontakt // Gästebuch
 

Sie wollen Harry Brauns Erbe antreten

Michael Mudra und Dr. Manfred Schubert
Michael Mudra (links) und Dr. Manfred Schubert wollen mit ihrem Verein „Eifel-Kultur“ die Nachfolge von Harry Braun antreten. Foto: Ron Larmann/pp/ Agentur ProfiPress
Der Verein „Eifel-Kultur“ möchte dafür sorgen, dass im Bourbonensaal der Burg Satzvey wieder Bluesveranstaltungen stattfinden – Ausnahmegitarrist Carl Verheyen (Ex-„Supertramp“) ist bereits unter Vertrag

Nach dem Tod von Harry Braun, dem Mann, der bekanntlich den Blues in die Eifel brachte, ist es um die Musikveranstaltungen auf Burg Satzvey eher schlecht bestellt.

Doch das soll jetzt wieder anders werden.

Der Vorsitzende Michael Mudra und seine Mitstreiter vom Verein „Eifel-Kultur“ haben nämlich beschlossen, das Erbe des im März 2009 verstorbenen Harry Braun anzutreten und dafür zu sorgen, dass der Konzertreigen im Bourbonensaal weitergeht.

Der Musikgeräte-Hersteller Muder, der in Kommern-Süd lebt, hat bereits ein ganz besonderes Zugpferd am Halfter: Am Freitag, 19. März, soll der Ausnahme-Gitarrist Carl Verheyen mit seiner Band in der Burg auftreten. Im Gespräch mit dem Redakteur der „Kölnischen Rundschau“, Ronald Larmann, betonte der Pressesprecher des Vereins, Dr. Manfred Schubert, dass man allerdings nicht den Anspruch habe, in Harry Brauns Fußstapfen zu treten. Das Ganze betrachte man vielmehr als einen Spaß, da man von den Veranstaltungen nicht leben müsse. „So wollen er und seine Mitstreiter nur Verträge mit Musikern abschließen, wenn die Finanzierung in einem gewissen Maße gesichert ist. Dabei hat der Verein »Eifel-Kultur« zwei Probleme zu lösen. Er braucht Bands, die auftreten, und er braucht Publikum, das die Konzerte besucht“, berichtet Larmann.

Carl Verheyen
Fühlt sich sichtlich wohl im Bourbonensaal der Burg: Carl Verheyen wird am 19. März in der Burg Satzvey erwartet. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress
Doch da seien Mudra und Schubert optimistisch. Derzeit erhielten sie fast täglich mindestens eine E-Mail von Musikern, die auf Burg Satzvey spielen möchten.

In der Musikerwelt sei der Verein bekannt. Schließlich existiert die Gruppierung bereits seit dem 1. April 2003. Der Verein sei unter anderem gegründet worden, um Harry Braun zu unterstützen. Zudem sei die Burg als Location bei den Künstlern überaus beliebt. Sie fühlten sich dort richtig wohl. Die intime Club-Atmosphäre habe sich längst rumgesprochen.

Natürlich hofft man, dass sich nicht nur die Künstler an die besondere Atmosphäre im Bourbonensaal erinnern, sondern auch das Publikum, das hoffentlich wieder zahlreich nach Satzvey strömen wird.

In Sachen Medienarbeit glauben sich die Vereinskollegen gut aufgestellt. So verfügen sie beispielsweise über einen Mailverteiler mit mehreren tausend Musikinteressierten. Bei zukünftigen Veranstaltungen möchten sie auch junge Leute unterstützten, und sie können sich vorstellen, auch mal einen Abstecher in die Klassik zu unternehmen.

Das Verheyen-Konzert, das am Freitag, 19. März, 20 Uhr, im Bourbonensaal stattfindet, will man jetzt erst einmal abwarten, um zu sehen, wie groß der Hunger nach Blues in der Eifel noch ist. Wenn das Konzert ein Erfolg wird, dann seien zwei bis drei weitere Konzerte in diesem Jahr denkbar.

„Doch bei aller Liebe zur Musik soll das Ganze vor allem Spaß machen und für die Vereinsmitglieder nicht in Stress ausarten. Michael Mudra nennt sozusagen das Motto für die Zukunft: »Wir machen Konzerte, wenn wir wollen. Wir machen Konzerte, wenn es spannend ist. Wir machen Konzerte, wenn es passt«“, so Ronald Larmann abschließend.

pp/Agentur ProfiPress

(2.2.2010)