Baustart an der „Gleis-Passage“

Am Dienstag bildeten sich wegen der Kanalbauarbeiten in beiden Fahrtrichtungen der Friedrich-Wilhelm-Straße Autoschlangen entlang des Mechernicher Bahnhofs. Foto: Bernhard Romanowski/KStA/PP/Agentur ProfiPressUmbauarbeiten des bisherigen Mechernicher Bahnhofs durch das Traditionsunternehmen „Schäfer-Reisen“ laufen an – Attraktivierung am nordwestlichen Stadteingang für eine halbe Million Euro
„Bald geht's los mit dem Bahnhofsumbau“ titelt heute der „Kölner Stadt-Anzeiger“ über die bevorstehende Umsetzung der Pläne der Stadt Mechernich und des Mechernicher Traditionsunternehmens „Schäfer-Reisen“, die Bahnhof, Bahnhofsvorplatz und die gesamte Eingangssituation aus Richtung Bundesstraßen B 266/ B 477 nach Mechernich hinein erheblich attraktiver machen wollen.
Der Journalist Bernhard Romanowski berichtet im Aufmacher des Eifeler Lokalteils über erste Arbeiten im Bahnhofsumfeld, die dieser Tage begonnen haben: „Es ist sozusagen das Vorspiel eines groß angelegten Projekts.“ Die Floisdorfer Firma Schilles legte neue Kanalhausanschlüsse für das Bahnhofsgebäude, das „Schäfer-Reisen“ 2007 von der Bundesbahn erworben hat und nun zur städtebaulich und gastronomisch attraktiven „Gleis-Passage“ umbauen will. Am nordwestlichen Eingang in die Kernstadt will das Unternehmen, so die Geschäftsführer Rolf Schäfer und Guido Bauer, eine „architektonisch ansprechende Visitenkarte für ganz Mechernich“ platzieren.

Computeranimation vom Aussehen der künftigen Mechernicher „Gleis-Passage“. Mit der Entkernung und dem Umbau des alten Bahnhofs soll Anfang März begonnen werden. Der Bau kostet rund eine halbe Million Euro und dauert ein halbes Jahr. Animation: Architekturbüro Peter Sampels/pp/Agentur ProfiPressWandelhalle, Geschäfte, Bistro, Außengastronomie
Entstehen sollen dort eine Wandelhalle, verschiedene Geschäfte und ein großes Bistro. Die entsprechenden Pläne hatten Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Rolf Schäfer und Guido Bauer von der Firma „Schäfer-Reisen“ sowie Architekt Peter Sampels vergangenes Frühjahr in einer Pressekonferenz bei „Schäfer-Reisen“ vorgestellt. Bernhard Romanowski schreibt: „Seitens der Stadt ist man hocherfreut, jemanden gefunden zu haben, der das doch sehr trist wirkende Gebäude an der Bahnstrecke Köln-Trier in mehrfacher Hinsicht aufwerten will.“
Die Stadt Mechernich hat auf den ehemaligen Grundstücken von Bundesbahn und Firma Speuser bereits gut angenommene, geräumige und ordentlich ausgestattete Park-&-Ride-Parkanlagen angelegt. DHL hat einen Paketdienstcontainer als Dienstleistungsangebot aufgestellt. Für das gastronomische Angebot im Bistro der neuen „Gleis-Passage“ will die Kommune Teile des Bahnhofsvorplatzes für gastronomische Angebote im Außenbereich zur Verfügung stellen.
„Von Glas dominierte Architektur“

Diese Woche stellt die Floisdorfer Firma Schilles den neuen Hausanschluss für den Mechernicher Bahnhof fertig. Nächste Woche beginnen dann die Arbeiten an der „Gleis-Passage“ der Firma Schäfer Reisen, die bis September fertig sein soll. Foto: Bernhard Romanowski/KStA/PP/Agentur ProfiPress„Schäfer-Reisen“ investiert rund 500 000 Euro, und bis auf die Außenmauern wird nichts von dem jetzigen Gebäude stehen bleiben. „Eine völlig neue, von Glas dominierte helle und moderne »Gleis-Passage« wird entstehen“, sagte Rolf Schäfer der Presse. Ein Bistro und ein Reiseshop sowie weitere kleine Läden sollen in der Passage zu finden sein.
Peter Dierichsweiler, der Wirtschaftsförderer der Stadt Mechernich, erklärte im Zeitungsinterview, die entsprechenden Umbauarbeiten am Bahnhof und zur Einrichtung der „Gleis-Passage“ sollten bereits Anfang März beginnen. Die Bauzeit gab er mit sechs Monaten an.
Bernhard Romanowski: „Die derzeitige Verlegung des Hausanschlusses macht es nötig, den Verkehr auf der Bundesstraße 477 entlang des Bahnhofs Richtung Strempt per Ampelschaltung zu regeln. Denn anders gelangte man nicht an die Zuleitung unter der Bundesstraße. Auch die Verkehrsteilnehmer, die den Johannesweg befahren, sind hiervon betroffen.“ Die Ampelregelung solle aber bereits wieder nach zwei Arbeitstagen aufgehoben werden.

Vorbildcharakter sprach der damalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee dem Mechernicher Bahnhofsprojekt 2009 bei einem Besuch bei „Schäfer-Reisen“ zu. Foto: Gunnar Tameer Eden/pp/Agentur ProfipressEisenbahnnutzer, die mit dem Fahrrad den Bahnhof ansteuern, müssen während der Umbauarbeiten eine kleine Änderung in Kauf nehmen, schreibt der Stadt-Anzeiger. Die bisherigen Fahrradständer am Bahnhof fallen nämlich weg. Es werden aber zum Ausgleich Ständer auf dem vorderen (älteren) Park & Ride-Platz installiert, die ab 1. März zur Verfügung stehen sollen.
Der Ticketschalter zusammen mit dem Kiosk, den Diana Wahl sonst innerhalb des Bahnhofsgebäudes betreibt, wird für die Dauer der Baumaßnahmen an der „Gleis-Passage“ in einem ausgelagerten Container neben dem Bahnhof zu finden sein.
Minister: „Schäfer-Modell hat Vorbildcharakter“
Der damalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee lobte bei seinem Besuch in Mechernich 2009 die Pläne von Stadt und „Schäfer-Reisen“. Er sagte: „Ich hoffe, dass das Schäfermodell Vorbildcharakter für andere hat!“ Denn das Mechernicher Busunternehmen „Schäfer-Reisen“ sei den Konjunkturpaketen der Bundesregierung zuvorgekommen und wolle den Mechernicher Bahnhof ohne öffentliche Fördermittel auf Vordermann bringen.
Investor Rolf Schäfer sagte bei der Pressekonferenz im Betriebsgebäude des Busunternehmens: „Manche träumen davon, Lokführer zu werden, ich habe einen Bahnhof gekauft.“ Schon Vater und Großvater seien als Reiseunternehmer und für den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) tätig gewesen. Er wünschte sich beim Tiefensee-Besuch für Mechernich behinderten- und kinderwagengerechte Bahnsteige. Damit ist jetzt – auch nach dem Regierungswechsel in Berlin - die Bahn am Zuge.
pp/Agentur ProfiPress

Computeranimation vom Aussehen der künftigen Mechernicher „Gleis-Passage“. Mit der Entkernung und dem Umbau des alten Bahnhofs soll Anfang März begonnen werden. Der Bau kostet rund eine halbe Million Euro und dauert ein halbes Jahr. Animation: Architekturbüro Peter Sampels/pp/Agentur ProfiPressWandelhalle, Geschäfte, Bistro, Außengastronomie
Entstehen sollen dort eine Wandelhalle, verschiedene Geschäfte und ein großes Bistro. Die entsprechenden Pläne hatten Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Rolf Schäfer und Guido Bauer von der Firma „Schäfer-Reisen“ sowie Architekt Peter Sampels vergangenes Frühjahr in einer Pressekonferenz bei „Schäfer-Reisen“ vorgestellt. Bernhard Romanowski schreibt: „Seitens der Stadt ist man hocherfreut, jemanden gefunden zu haben, der das doch sehr trist wirkende Gebäude an der Bahnstrecke Köln-Trier in mehrfacher Hinsicht aufwerten will.“
Die Stadt Mechernich hat auf den ehemaligen Grundstücken von Bundesbahn und Firma Speuser bereits gut angenommene, geräumige und ordentlich ausgestattete Park-&-Ride-Parkanlagen angelegt. DHL hat einen Paketdienstcontainer als Dienstleistungsangebot aufgestellt. Für das gastronomische Angebot im Bistro der neuen „Gleis-Passage“ will die Kommune Teile des Bahnhofsvorplatzes für gastronomische Angebote im Außenbereich zur Verfügung stellen.
„Von Glas dominierte Architektur“

Diese Woche stellt die Floisdorfer Firma Schilles den neuen Hausanschluss für den Mechernicher Bahnhof fertig. Nächste Woche beginnen dann die Arbeiten an der „Gleis-Passage“ der Firma Schäfer Reisen, die bis September fertig sein soll. Foto: Bernhard Romanowski/KStA/PP/Agentur ProfiPress„Schäfer-Reisen“ investiert rund 500 000 Euro, und bis auf die Außenmauern wird nichts von dem jetzigen Gebäude stehen bleiben. „Eine völlig neue, von Glas dominierte helle und moderne »Gleis-Passage« wird entstehen“, sagte Rolf Schäfer der Presse. Ein Bistro und ein Reiseshop sowie weitere kleine Läden sollen in der Passage zu finden sein.
Peter Dierichsweiler, der Wirtschaftsförderer der Stadt Mechernich, erklärte im Zeitungsinterview, die entsprechenden Umbauarbeiten am Bahnhof und zur Einrichtung der „Gleis-Passage“ sollten bereits Anfang März beginnen. Die Bauzeit gab er mit sechs Monaten an.
Bernhard Romanowski: „Die derzeitige Verlegung des Hausanschlusses macht es nötig, den Verkehr auf der Bundesstraße 477 entlang des Bahnhofs Richtung Strempt per Ampelschaltung zu regeln. Denn anders gelangte man nicht an die Zuleitung unter der Bundesstraße. Auch die Verkehrsteilnehmer, die den Johannesweg befahren, sind hiervon betroffen.“ Die Ampelregelung solle aber bereits wieder nach zwei Arbeitstagen aufgehoben werden.

Vorbildcharakter sprach der damalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee dem Mechernicher Bahnhofsprojekt 2009 bei einem Besuch bei „Schäfer-Reisen“ zu. Foto: Gunnar Tameer Eden/pp/Agentur ProfipressEisenbahnnutzer, die mit dem Fahrrad den Bahnhof ansteuern, müssen während der Umbauarbeiten eine kleine Änderung in Kauf nehmen, schreibt der Stadt-Anzeiger. Die bisherigen Fahrradständer am Bahnhof fallen nämlich weg. Es werden aber zum Ausgleich Ständer auf dem vorderen (älteren) Park & Ride-Platz installiert, die ab 1. März zur Verfügung stehen sollen.
Der Ticketschalter zusammen mit dem Kiosk, den Diana Wahl sonst innerhalb des Bahnhofsgebäudes betreibt, wird für die Dauer der Baumaßnahmen an der „Gleis-Passage“ in einem ausgelagerten Container neben dem Bahnhof zu finden sein.
Minister: „Schäfer-Modell hat Vorbildcharakter“
Der damalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee lobte bei seinem Besuch in Mechernich 2009 die Pläne von Stadt und „Schäfer-Reisen“. Er sagte: „Ich hoffe, dass das Schäfermodell Vorbildcharakter für andere hat!“ Denn das Mechernicher Busunternehmen „Schäfer-Reisen“ sei den Konjunkturpaketen der Bundesregierung zuvorgekommen und wolle den Mechernicher Bahnhof ohne öffentliche Fördermittel auf Vordermann bringen.
Investor Rolf Schäfer sagte bei der Pressekonferenz im Betriebsgebäude des Busunternehmens: „Manche träumen davon, Lokführer zu werden, ich habe einen Bahnhof gekauft.“ Schon Vater und Großvater seien als Reiseunternehmer und für den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) tätig gewesen. Er wünschte sich beim Tiefensee-Besuch für Mechernich behinderten- und kinderwagengerechte Bahnsteige. Damit ist jetzt – auch nach dem Regierungswechsel in Berlin - die Bahn am Zuge.
pp/Agentur ProfiPress
(24.2.2010)

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