Logo der Stadt Mechernich
Bilderleiste Kopf
Blauer Kasten
  Stadtplan // eCards // Impressum // Datenschutz // Sitemap // English
 
   Kontakt // Gästebuch
 

Jahr des Nationalparks

BM Dr. Schick bei seiner Neujahrsrede
Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick will bei seiner Neujahrsansprache aufzeigen, dass Kommunalpolitik auch und gerade dann Sinn macht, wenn eine desaströse Gemeindefinanzierung im Land erhöhte Kreativität und Phantasie für Gestaltungsräume vor Ort erforderlich macht. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress
Stadt Mechernich übernimmt 2010 Patenschaft – Info-Bus „Fagabundus“ wird Dauergast am Bleiberg - Ausstellungen, Führungen, Info-Veranstaltungen, Nationalpark-Botschafter zu Besuch – Schulen lassen sich als „Nationalpark-Schulen“ zertifizieren – Vorstellung der Patenschaft beim Neujahrsempfang von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick am Sonntag, 17. Januar, ab 11 Uhr

Beim Neujahrsempfang der Stadt Mechernich am 17. Januar wird erwartungsgemäß die Neujahrsansprache von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick im Mittelpunkt stehen. Dabei wird es erfahrungsgemäß um das Gemeinwesen Stadt Mechernich, seinen Status quo und seine Perspektiven in Zukunft gehen, und Schick will  diesmal aufzeigen, dass Kommunalpolitik auch und gerade dann Sinn macht, wenn eine desaströse Gemeindefinanzierung im Land erhöhte Kreativität und Phantasie für Gestaltungsräume vor Ort erforderlich macht.

Wie man das von Dr. Schick bei seinen bisher zehn Neujahrsansprachen gewohnt ist, wird er die lokalen Ereignisse nicht nur politisch zu beurteilen und würdigen wissen, sondern erfahrungsgemäß betrachtet der Chef von Rat und Verwaltung die Dinge auch im ethisch-moralischen Licht und im globalen Zusammenhang.

Am Rande des Neujahrsempfang will der erste Bürger Mechernichs diesmal aber auch gemeinsam mit  Organisationsleiter Dirk Gemünd vom Förderverein des Nationalparks Eifel eine einjährige Patenschaft zwischen Stadt und Nationalpark bekannt geben.

Dirk Gemünd
Dirk Gemünd, der in Mechernich lebende Organisationsleiter des
Nationalpark-Fördervereins: „Mechernich ist die erste Kommune überhaupt, die eine solche Patenschaft erhält.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
„Mechernich ist die erste Kommune überhaupt, die eine solche Patenschaft erhält“, sagte der ebenfalls in Mechernich lebende Organisationsleiter Dirk Gemünd im Pressegespräch: „Es ist sicher ein Pilotprojekt und wir werden sehen, wie es ankommt, um später womöglich auch anderen Städten und Gemeinden solche Patenschaften anzubieten.“

Der Förderverein des  Nationalparks, dem der frühere Polizei- und Regierungspräsident Jürgen Roters noch vorsteht, hat zur Zeit 730 Mitglieder, „natürliche“, aber auch juristische Personen wie zum Beispiel die VR-Bank Nordeifel oder den Eifelverein, alles Institutionen, die sich mit Land und Menschen der Nordeifel besonders identifizieren und verbunden fühlen.

Auch die Stadt Mechernich hat ja als Anrainer- und Einliegerkommune eine ganz besondere Beziehung zum Nationalpark Eifel. Die Bevölkerung, besonders im „Wilden Westen“ des Stadtgebietes,  das direkt am und im Nationalpark liegt, identifiziert sich weitgehend mit den Zielen des größten NRW-Naturreservats. Auch die Verantwortlichen der Stadt selbst sind stolz und nehmen das Attribut „Stadt im Nationalpark“ gerne in Anspruch.

Der Nationalparkbus „Fagabundus“ kommt am 17. Januar ebenso zum Neujahrsempfang der Stadt Mechernich ins Schulzentrum am Nyonsplatz wie eine Ausstellung über Fauna und Flora des bislang jüngsten deutschen Nationalparks. Bus und Ausstellungen sollen 2010 verstärkt im Stadtgebiet Mechernich eingesetzt werden, unter anderem an den Schulen. Denn Mechernich verfügt als Schulstadt im Herzen des Kreises Euskirchen über alle Schulformen.

Fagabundus
"Fagabundus", der Info-Bus des Nationalparks Eifel, wird 2010 Dauergast am Mechernicher Bleiberg. Am 14. Februar reiht sich der fahrende Infostand sogar in den Mechernicher "Rosensonntagszug" mit ein. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress
Die Grundschulen Lückerath und Satzvey sowie die Realschule Mechernich und das Gymnasium am Turmhof sind bereits „Nationalpark-Schulen“, so  Dirk Gemünd. Aber auch Förderschule Satzvey, Hauptschule Mechernich und die Grundschulen Kommern und Mechernich sollen mit besonderen Aktionen ins Patenschaftsjahr der Stadt Mechernich einbezogen werden. Außerdem ist auch eine Nationalpark-Ausstellung im Sitzungssaal des Rathauses vorgesehen. 

Manuela Holtmeier, die Leiterin des Bürgermeisterbüros der Mechernicher Stadtverwaltung, schreibt:

„Das Ziel dieser Partnerschaft ist es, den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Mechernich den Nationalpark Eifel näher zu bringen und über den Nationalpark zu informieren.“ Das tut der Förderverein bei Führungen und Informationsveranstaltungen, die 2010 verstärkt Bürgern, Vereinen und Institutionen in der Stadt Mechernich angeboten werden.

Der seinerzeit von dem Politiker Volker Hoffmann und engagierten Mitstreitern gegründete  und von Jürgen Roters geführte Förderverein versteht sich als „kritischer Begleiter“ der Nationalparkverwaltung und der Nationalpark-Entwicklung, so Dirk Gemünd.

Urftsee
Schulen, junge Menschen, aber auch Vereine und Institutionen aus der Stadt Mechernich können 2010 verstärkt und bevorzugt auf die Führungsangebote der Waldführer des Nationalpark-Fördervereins zurückgreifen. Hier ist eine internationale Studentengruppe vor der Urftseestaumauer abgebildet, die von der Euskirchener Biologin Dr. Barbara Roitzheim von der Bergwacht des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen geführt wird. Foto: DRK/pp/Agentur ProfiPress
So wache der Förderverein unter anderem darüber, ob im richtigen Tempo und Umfang Teilflächen wieder völlig dem Schalten und Walten der Natur ohne menschlichen Zugriff überantwortet werden. Ziel sei es, bis 2030 75 Prozent der Nationalparkflächen vollständig zu renaturieren, so Gemünd: Zur Zeit seien es zwischen 25 und 30 Prozent. Das Verhältnis zwischen Förderverein und Nationalparkverwaltung bezeichnete Gemünd im Interview als „kooperativ, aber wir reden nicht mit einer Zunge.“

Dirk Gemünd erhofft sich von der Patenschaft der Stadt Mechernich mehr Publicity und Aufmerksamkeit der Bürger für den Nationalpark und seine Absichten. Ziel sei es, die Bürger in der Region und darüber hinaus über den Nationalpark zu informieren und sie damit für den Nationalpark zu gewinnen.

Der Förderverein räumt der Stadt Mechernich aufgrund der Partnerschaft Vorrechte an Veranstaltungen im Stadtgebiet ein und stellt seine Leistungen der Stadt Mechernich gegenüber in der Regel unentgeltlich zur Verfügung. Auch der Informationsbus „Fagabundus“ soll zum Einsatz kommen – übrigens auch beim Mechernicher „Rosensonntagszug“ am Karnevalssonntag, 14. Februar. Ausstellungen sind geplant. Zu besonderen Gelegenheiten können auch Nationalpark-Botschafter des Fördervereins gebucht werden. Diese fachlich geschulten Personen können beispielsweise Fachvorträge zum Nationalpark halten oder fachlich ausgerichtete Informationsveranstaltungen betreuen.

Außer den bereits für eine Zertifizierung vorgesehenen „Nationalpark-Schulen“ können sich auch andere anmelden. Der Zertifizierungsprozess ist ein gemeinsames Projekt von Förderverein und  Nationalparkverwaltung und wird vom Förderverein koordiniert. Bei ausreichender Nachfrage bietet der Förderverein auch geführte Themenwanderungen im Nationalpark an.

www.foerderverein-nationalpark-eifel.de

pp/Agentur ProfiPress

(8.1.2010)