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Die „lachende Dreifachturnhalle“

Koelner Rockband Brings
Die Kölner Rockband Brings heizte im gewohnten Schottenrock den Jecken kräftig ein. Foto: Miriam Schäfer/pp/Agentur Profipress
eB Superjeilezick Frauen mit Sonnenbrillen
Domstürmer, Räuber, Bläck Föös, Paveier, Brings und Bernd Stelter hatten in Mechernich eine „superjeile Zick“. Mehr als 60 Helfer waren im Vorfeld im Einsatz

Sie schienen geradezu ausgehungert zu sein: Kaum ertönte der erste Schlager, da standen die Jecken bereits auf den Stühlen und feierten und sangen ausgelassen mit. Von Anfang an herrschte eine Riesenstimmung in der Dreifachturnhalle in Mechernich. Zum 25. Mal veranstaltete der Junggesellenverein Satzvey das Pendant zur „Lachenden Kölnarena“ mit den Kölner Topbands Domstürmer, Räuber,

Bläck Fööss, Paveier und Brings. Auch Bernd Stelter war am Freitagabend mit von der Partie. Das Motto der restlos ausverkauften Veranstaltung lautete wieder einmal: „Jeck sin, lache, Musik mache“.
„Einen brillanten Auftakt legten die Domstürmer hin: Als die Band auf rockige Art das Martinslied ‚Ich gehe mit meiner Laterne‘ anstimmte und die Jecken einstimmten, freute sich Frontmann Michael Nauber alias Micky Colonia: ‚Ihr singt echt alles!‘ Ebenso begeistert zeigten sich die Räuber vom Eifeler Publikum, das bei deren neuem Sessionslied ‚Sing, kölsche Jung, sing‘ begeistert mitmachte“, berichtete Miriam Schäfer im „Kölner Stadt-Anzeiger“.

jecke Frauen mit Sonnenbrillen
In der Dreifachturnhalle herrschte von der ersten Sekunde an eine Riesenstimmung. Schon beim ersten Lied standen die Jecken auf den Stühlen. Foto: Miriam Schäfer/pp/Agentur Profipress
Während die Räuber „Kleine Mädchen müssen früher schlafen gehen“ anstimmten, warteten hinter der Bühne die „Bläck Fööss“ auf ihren Auftritt. Die waren schon zum elften Mal in Mechernich und Sänger Kafi Biermann freute sich wieder mal über die tolle Stimmung. „Das tanz- und schunkelfreudige Publikum musste aber vorher noch von Wolfgang Nagel – der auch die Lachende Kölnarena moderiert – gebremst werden. Er bat, dass niemand auf die Tische steigen soll. Denn am Abend zuvor musste ein Gast aus dem Saal getragen werden, nachdem er zuvor vom Tisch gefallen war und sich dabei den Arm gebrochen hatte.

die \"Bläck Fööss\"
Waren bereits zum elften Mal in Mechernich: Die „Bläck Fööss“ rund um Kafi Biermann freuten sich über die tolle Stimmung in der Mechernicher Dreifachturnhalle. Foto: Miriam Schäfer/pp/Agentur
Natürlich waren bei den Jecken etliche Karnevalsklassiker angesagt: Ob „Drink doch eene mit“, „Stammbaum“ oder „In unserem Veedel“, die Bläck Föös heizten dem Publikum ordentlich ein. Den neuen Hit „Bütze Deluxe“ kannten die rund 2000 Jecken scheinbar schon auswendig, so Miriam Schäfer, die weiter berichtete: „Flexibel zeigte sich vor allem Frontmann Peter Schütten: Als ihm das traurige Ergebnis des Fußballspiels 1. FC Köln gegen Hoffenheim (0:4) zugetragen wurde, stimmte er spontan den Song ‚Rut und Wiess‘ an.“

Jung und alt im Festsaal der Dreifachturnhalle
Jung und alt waren begeistert von der Superstimmung in der Dreifachturnhalle. Von Anfang an ging es im Festsaal hoch her. Foto: Miriam Schäfer/pp/Agentur Profipress
Während die Bläck Fööss ihre Instrumente ab- und die Paveier ihre aufbauten, habe der Saal bereits nach über dreistündiger Bühnenschau „Oh wie ist das schön...“ gesungen. Da sei die Frage „Könnt ihr noch?“ von den Paveiern nahezu überflüssig gewesen. Denn auf Songs wie „Mir sin Kölle“ oder „Schön ist das Leben“ habe das Publikum nur gewartet. „Die Kölschrockband Brings legte ihren Auftritt ohne Frontmann Peter Brings hin, der krank im Bett lag. Er wurde von seinem Kollegen Torsten vertreten. Wie gewohnt im Schottenrock heizten sie den feiernden Gästen ordentlich ein“, so der „Stadt-Anzeiger“.

Doch trotz aller Ausgelassenheit habe es auch einen nachdenklichen Moment gegeben: Die Band erinnerte an den verstorbenen früheren Moderator der Veranstaltung, Manfred Wolf. Nach einer kurzen Gedenkminute sangen sie für ihn „Halleluja“.


Mit dem letzten Hit „Superjeile Zick“ zogen die Kölschrocker zugleich das Fazit des Abends, für dessen reibungslosen Ablauf im Hintergrund über 60 Helfer gesorgt hatten. Allein vier Tage lang waren Luftballons aufgepumpt worden.

pp/Agentur ProfiPress

(27.11.2009)