Miniermotten den Kampf angesagt
Sie rufen die Wachendorfer Bürger zum Kampf gegen die Miniermotten auf: Ortsvorsteher Theo Wolfgarten und Helmut Schmitz, Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung, wollen am Samstag, 14. November, ab 8.30 Uhr eine Reinigungsaktion mit der Bürgerschaft starten. Foto: ml/pp/Agentur ProfiPressAm „Tag der Kastanie“, Samstag, 14. November, 8.30 Uhr: Großes Hallali gegen Schädlingsbefall an der Wachendorfer Kastanienallee
Mechernich-Wachendorf – Das passt: Ausgerechnet am Samstag, 14. November, dem bundesweiten „Tag der Kastanie“, soll den in Wachendorf epidemisch auftretenden Rosskastanienminiermotten der Garaus gemacht werden. Um 8.30 Uhr wollen Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Stadtverwaltung Mechernich, Bauhof und Ortsvorsteher Theo Wolfgarten mit tatkräftiger Bürgerhilfe zum Hallali auf die lästigen Schadinsekten blasen, die die prachtvolle Kastanienallee am Ortsrand von Wachendorf bereits mehrmals vor der Zeit entlaubt
Treffpunkt für alle freiwilligen Helfer ist am Samstag, 14. November, um 8.30 Uhr an den Glascontainern an der Antweiler Straße. Dort werden unter Führung des Ortsvorstehers Theo Wolfgarten Arbeitsgruppen gebildet. Starke (Heu-)Rechen sind nach Möglichkeit selbst mitzubringen. Zur Belohnung der Helfer gibt es zwischendurch allerlei Getränke und Speisen, unter anderem Reibekuchen. Dafür wollen die Anlieger der Kastanienallee sorgen, die besonders unter der Miniermotte zu leiden haben.
Die lediglich bis zu 5 mm kleinen Falter legen ihre Eier auf den Blattoberseiten des befallenen Baumes ab. Die Larven fressen sich Gänge parallel einem Blattnerv ins Innere. Im zweiten und dritten Larvenstadium wird die Mine zu einem kreisförmigen Gebilde ausgebaut. „Deshalb färben sich die Blätter der Kastanien frühzeitig im Jahr braun und sie fallen auch früher ab“, berichtet Helmut Schmitz.
Ein Chemieeinsatz gegen die Falterinvasion wurde auch schon erwogen, aber die Bekämpfung der Miniermotte stecke bundesweit noch in der Erprobungsphase, so Helmut Schmitz. Man werde deshalb dieses Jahr noch auf das Handverfahren zurückgreifen und das befallene Laub zusammenrechen und zum Verbrennen oder Heißkompostieren auf die Kreismülldeponie nahe Kalenberg verfrachten. Helmut Schmitz: „Bei 70 Grad Celsius sterben Larven, Eier und Motten!“
pp/Agentur ProfiPress
(04.11.2009)




















