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Tausende kamen zur Z 4-Einweihung

Johann Josef Wolf, Besitzer der Kultur- und Freizeitfabrik, schneidet das Band zur großen Halle der Z4 durch
Johann Josef Wolf, Besitzer der Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat, schneidet unter den Augen von Zikkurat-Geschäftsführer Ramtin Khazdouzian das Band zur großen Halle der „Z4“ durch: Damit eröffnete er zunächst für die geladenen Gäste den neuen Veranstaltungsort für Veranstaltungen von Disko bis Klassik-Konzert. Foto: gte/pp/Agentur Profipress
Samstagnacht begann eine neue Ära in der Zikkurat: In der ehemaligen Tonfabrik sollen ab sofort unter anderem auch zahlreiche Theater-, Konzert- und Comedy-Veranstaltungen stattfinden

„Ich möchte diesen Ort hier wieder mit Leben füllen, das ist mein Haupanliegen“, sagte der völlig abgekämpfte Geschäftsführer der Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat, Ramtin Khazdouzian, Samstagnacht gegen 23 Uhr. Was er zu dieser Zeit noch nicht wusste – da der offizielle Eröffnungsakt mit vielen Ehrengästen noch im vollen Gange war – war die Tatsache, dass sich draußen vor der neuen Veranstaltungshalle Z 4 bereits eine gigantische Menschenschlange gebildet hatte. An die 4000  Leute aus der gesamten Region reisten an, um beim Neustart der

4000 Besucher warten auf Einlass
An die 4000 Menschen kamen zur großen Eröffnungsfeier der „Z4“ nach Firmenich. Foto: gte/pp/Agentur Profipress
ehemaligen „Tonfabrik“ dabei zu sein. Richtig ausgehungert nach Musik und Tanz schienen viele der brav Anstehenden zu sein. Auch wenn man mit Superlativen vorsichtig sein soll: für Khazdouzian und seine Crew war die Neueröffnung spätestens zu diesem Zeitpunkt ein Mega-Erfolg. Bereits vom frühen Abend an gab es ein kleines Programm im Foyer der Z 4, zu dem weit über 150 geladene Gäste gekommen waren, darunter beispielsweise auch der stellvertretende Landrat Manfred Poth, der Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, die Ortsvorsteher von Obergartzem und Firmenich, Konrad

voll besetzte Halle
Der neue Veranstaltungsort in der Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat ist mit modernster Licht- und Tontechnik ausgestattet. Foto: gte/pp/Agentur Profipress
Hamacher und Johannes Weisheit, und viele andere, die sich von Sabiene Jahn und Band mit Swing-, Jazz-, Pop- und Rockstücken in eine angemessene Eröffnungs-Stimmung bringen ließen. „Wir haben zweieinhalb Monate mit dem ganzen Team und allen Firmen geschuftet; in die Z 4 wurde unglaublich viel Herzblut investiert“, so Khazdouzian zu den Gästen: „Dass Sie so zahlreich erschienen sind, zeigt mir, dass Sie an uns glauben.“ So dann aber hatte Zikkurat-Betreiber Johann Josef Wolf das Wort. Er sehe sich, so sagte er, nicht so sehr als „Visionär“ wie man ihn zuweilen bezeichne, sondern weit mehr als

Herren auf Stelzen praesentieren einen Tanz
Mehrere Überraschungen warteten auf die Gäste bei der großen Eröffnungsfeier der „Z4“, darunter auch die Herr auf Stelzen. Foto: gte/pp/Agentur Profipress
Ideengeber. Dabei zitierte er scherzend Altbundeskanzler Helmut Schmidt: „Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen.“ Wolfs Idee ist einfach: „In der Zikkurat sollen sich alle möglichen Menschen begegnen. Kultur, Kunst und Geschäfte sollen hier kein Widerspruch sein.“ In der Vergangenheit habe sich die Kulturfabrik immer wieder auf Dritte verlassen. „Ab jetzt nehmen wir unser Schicksal aber in die eigene Hand“, betonte Wolf, der sich dabei voll auf seinen neuen Geschäftsführer verlasse. „Die Z4 ist mein Baby“, berichtete Ramtin Khazdouzian denn auch später an diesem Abend. „Es hat gerade erst angefangen zu krabbeln.“

Buergermeister Dr. Hans-Peter Schick bei einem Ueberraschungsgast, einer Wuergeschlangeg
Dr. Hans-Peter Schick, Bürgermeister der Stadt Mechernich, hat deutlich kleine Angst vor Schlangen: Die Würgeschlange war ein weiterer Überraschungsgast auf der Eröffnungs-Riesenparty mit rund 4000 Besuchern in der „Z4“. Foto: gte/pp/Agentur Profipress 
Sein Wunsch sei es, dass die neue Veranstaltungshalle permanent belegt ist. Für jeden Gast müsse es hier etwas geben: Ob Comedy, Theater, Musik, aber natürlich wolle man auch weiterhin Tanzveranstaltungen für die jungen Leute anbieten. „Kultur und Kommerz sind kein Widerspruch, wir werden eine gesunde Mischung finden“, zeigte er sich zuversichtlich.  Der 39-Jährige betonte, dass es nach einer kurzen Verschnaufpause, die er seiner Familie und vor allem seinem kürzlich geborenen Kind schuldig sei, direkt weitergehe. Es stünden schließlich noch große Aufgaben an, so beispielsweise das Hotel, aber auch die Kinderspielhalle. Besonders bedankte sich Khazdouzian für die bislang gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick zeigte sich seinerseits sehr erfreut darüber, dass der Betreiber Johann Josef Wolf erneut in den Standort Firmenich investiere. „Die Zikkurat ist ja heute schon ein Anlaufpunkt für viele Menschen weit über das Stadtgebiet hinaus“, sagte er. Für Mechernich sei eine solche Veranstaltungshalle mit einem großen Kulturprogramm einfach nur ein großer Zugewinn. Und auch für die jungen Leute sei es wichtig, einen Ort zu haben, wo man feiern und tanzen könne. Willi Greuel von der Hilfsgruppe Eifel, der erstmalig die Oldienacht in die Zikkurat verlegen wird, war sehr angetan von der neuen Örtlichkeit. „Solche Männer wie Johann Josef Wolf

um Mitternacht wurde eine Feuershow geboten mit zwei Kuenstlern
Um Mitternacht wurde es besonders heiß bei der Eröffnungsfeier der „Z4“: In der Veranstaltungshalle der Zikkurat traten zwei Künstler mit einer Feuershow auf. Foto: gte/pp/Agentur Profipress
bräuchten wir noch viel mehr in dieser Republik“, meinte er. Die neue Z4-Halle sei einfach „klasse“. Endlich verfüge man bei der Oldienacht über genügend Parkplätze und vernünftigen sanitären Einrichtungen.
In Augenschein nehmen durften diese schließlich auch die Gäste, nachdem Johann Josef Wolf das rote Band zerschnitten hatte. In buntes Licht getaucht erwartete die Besucher ein ganz besonderes Schauspiel: Fünf Tänzerinnen mit Schleiern sorgten für eine geheimnisvolle Stimmung. Eine von ihnen hatte einen Neon-Python über den Schultern liegen, mit dem sie einen Schlangentanz vorführte. Anschließend durfte jeder, der wollte, das mehrere Meter lange Tier einmal streicheln. Die Würgeschlange

Geschaeftsfuehrer Ramtin Khazdouzian
Ramtin Khazdouzian (l.), Geschäftsführer der Zikkurat, hatte einige Showüberraschungen für die Gäste vorbereitet. Er will in der neuen Veranstaltungshalle Theater, Konzerte und Comedy ebenso anbieten wie Disko. Foto: gte/pp/Agentur Profipress
züngelte sich von Gast zu Gast und hatte trotz all der Prominenz keinerlei Berührungsängste.  Später am Abend gab es dann noch eine Feuer-Show, bei der die Akteure mit brennenden Fackeln jonglierten.
Mit so vielen Gästen hatte niemand gerechnet. Die Firma, die für die Garderobe der Gäste verantwortlich zeichnete, war teilweise schlichtweg überfordert und sorgte bei der Herausgabe der Jacken und Mäntel für das ein oder andere Chaos. Ramtin Khazdouzian entschuldigt sich daher ausdrücklich für die Probleme. „Beim nächsten Mal haben wir das aber unter Kontrolle“, versprach er.

pp/Agentur ProfiPress

(16.11.2009)