Hightech für die Jugendhalle
Gemeinsamkeit macht stark: Die Bergbuirer installieren zurzeit ein umfangreiches Rohrsystem zur Be- und Entlüftung ihrer Jugendhalle. Vorausgegangenen war eine umfangreiche Dachsanierung aus dem Konjunkturpaket II. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPressBergbuirer brachten ihr dörfliches Kultur- und Freizeitzentrum für 50 000 Euro auf Vordermann – Bürgermeister Schick vermittelt Zuschuss aus dem Konjunkturpaket II
50 000 Euro hat die Dorfgemeinschaft Bergbuir in die Renovierung ihrer Jugendhalle gesteckt. Dieses markante Gebäude aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert dient dem Dorf als Tanzboden, Theater- und Konzertsaal, Karnevals-Gürzenich, Feierstätte und ehedem auch als Austragungsort der Meisterschaftsspiele der örtlichen Tischtennisabteilung des Vereinsbundes „De Hommele“. Der Löwenanteil des Geldes kommt aus dem so
Das Geld wurde in eine umfangreiche Dachsanierung gesteckt, während der die alten Welleternitplatten entfernt und durch moderne Sandwichplatten ersetzt wurden, die mit einer neun Millimeter dicken Isolierschicht versehen sind. An der Gesamtinvestition von zunächst 30 000 fehlende 10 000 Euro erbrachten die Bergbuirer durch Eigenleistung. Auch die ortsansässigen Firmen Michael Kurth (Dachdeckermeister) und Schorn (Metallbau) packten zu Sonderkonditionen mit an.
Unterm Dach des dörflichen Kultur- und Freizeitzentrums befindet sich jetzt ein hochmoderner Luft- und Wärmetauscher. Zurzeit verlegen die Vereinsbundangehörigen die Rohrleitungen zu den insgesamt zehn Zuluft- und Absaugschächten in der renovierten Hallendecke. Foto: ml/pp/Agentur ProfiPressZur Dorfkirmes im September kam dann der Schock: Man merkte, dass die neu eingedeckte Jugendhalle mit einem Mal so luftdicht war, dass die Luftzirkulation nicht mehr funktionierte. Gott sei Dank war es spätsommerlich mild, sodass sich keiner der Kirmesbesucher die Lungenentzündung holte, weil ein ums andere Mal die Fenster aufgesperrt werden mussten.
Nach der Kirmes war dem lange Jahre von Heinz Brenig und seit Mai von Peter Gransow geführten Vereinsbund klar, dass ein professionelle Luftaustauscher würde installiert werden müssen. Dafür aber wurden weitere 20 000 Euro benötigt. Die Kaller Getränkehandlung Baum, deren Begründer Johannes Baum aus Bergbuir stammte, half mit einem zinslosen Darlehen. Momentan sind die Bergbuirer mit Hochdruck dabei, das umfangreiche Rohrsystem zu verlegen, das zu den fünf Zuluft- und fünf Absaugschächten führt. Im Wärmetauscher selbst wird nicht nur verbrauchter Sauerstoff gegen Frischluft ausgetauscht, so die Vereinsbund-Vorstände Heinz-Gerd Züll und Peter Gransow: Der Lufttauscher ist gleichzeitig auch ein Wärmetauscher, der die Beheizung der Jugendhalle aufs Grad genau regelt.
Zum traditionellen St.-Barbara-Theater am Freitag, 4., und Samstag, 5. Dezember, soll alles fertig montiert, abgenommen und in Betrieb sein. Wegen der verschärften Brandschutzvorschriften mussten unterdessen auch Bühnenarbeiten vorgenommen werden, in deren Zuge ein neuer, nicht brennbarerer Theatervorhang vom Euskirchener Textilunternehmen „MaBre“ gespendet wurde. Dessen Inhaberin Marietta Bremer stammt ebenfalls aus Bergbuir.
Dem Vorstand des Vereinsbundes „De Hommele“ gehören außer dem Vorsitzenden Peter Gransow und Kassierer Heinz-Gerd Züll auch Bernd Dünnwald als stellvertretender Vorsitzender, Bruno Thelen als Schriftführer und Hans-Josef Breuer als Beisitzer an. Der Vereinsbund ist der einzige Verein im Dorf. Unterabteilungen sind die Sparten Theater, Heimat & Brauchtum, Dorfverschönerung, Tischtennis und Tambourcorps.
pp/Agentur ProfiPress
(24.11.2009)




















