Zwei Mäuse und ein Kater halfen dem Aschenputtel
Ohne Mäuse und Kater hätte das Aschenputtel Probleme gehabt, all ihre Arbeiten zeitgerecht zu absolvieren. Foto: Claudia Hoffmann/pp/Agentur ProfipressDer Mechernicher Kinderschutzbund organisierte erneut einen Theaternachmittag für kleine Zuschauer. Auf dem Programm stand ein echter Brüder-Grimm-Klassiker
Gut 200 Kinder kamen am Mittwochnachmittag in das Foyer des Mechernicher Gymnasiums „Am Turmhof“, um den Märchenklassiker der Brüder Grimm „Aschenputtel“ zu sehen. Organisiert wurde die Theatervorstellung vom Mechernicher Kinderschutzbund.
Wahrscheinlich, so vermuteten die Organisatoren, wären es noch einmal so viele Kinder gewesen, wenn man das Stück mit
So sehr sie auch versuchten, sich hineinzupressen, der Schuh wollte den beiden Stiefschwestern einfach nicht passen. Foto: Claudia Hoffmann/pp/Agentur ProfipressDoch „auch in der Wittener Inszenierung ist das Leben von Aschenputtel kein Zuckerschlecken: Erst hat das junge Mädchen die Mutter verloren, dann den Vater und lebt seitdem mit der tyrannischen Stiefmutter und zwei neidischen Stiefschwestern unter einem Dach, die sich zu allem Überfluss von vorne bis hinten bedienen lassen“, berichtet Claudia Hoffmann im „Kölner Stadt-Anzeiger“. Eigentlich sei es da ein Wunder, dass Aschenputtel nicht den Lebensmut verliere. Doch im Gegenteil: „Die bezaubernde Interpretation von Friederike Straub als immer freundliches und fröhliches Aschenputtel war bis in die hintersten Reihen des Zuschauerraums ansteckend“, urteilte
Gut zu tun hatte das Aschenputtel: Die böse Stiefmutter ließ sich immer wieder neue unsinnige Arbeiten für sie einfallen. Foto: Claudia Hoffmann/pp/Agentur ProfipressHoffmann. Trotz aller Modernisierungstendenzen blieb aber auch am Mittwoch ein verlorener Schuh der Schlüssel zum Glück und letztlich zur Gerechtigkeit. Doch bevor Aschenputtel mit ihrem Prinzgemahl glücklich wurde, musste sich noch ein mächtiges Arbeitspensum erledigen, während ihre Stiefschwestern sich einen ausgiebigen Schönheitsschlaf gönnten. Wie gut, dass die Haustiere ihr da bei der Arbeit halfen. Und Aschenputtel selbst erwies sich als Selfmade-Woman und verstand es, ein schlichtes Kleid in einen echten Hingucker zu verwandeln. Doch die bösen Stiefschwestern zerrissen es ihr in zwei Teile, was die jungen Zuschauer fürchterlich empörte.
„Für große Heiterkeitsstürme sorgten wenig später die eitlen Schwestern in ihrem Versuch, sich in ihre schrill pinken und türkisen Kleider der Größe 34 zu pressen. Prächtig meisterte auch der Boris Becker, Namensvetter des deutschen Tennis-Idols, seine Dreifachrolle als Schabernack treibender Kater, quizmasternder Hofmarschall und sympathischer Prinz“, urteilte abschließend Claudia Hoffmann im „Kölner Stadt-Anzeiger“.
pp/Agentur ProfiPress
(27.11.2009)




















