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Die Menschen und die Bibel liegen ihm besonders am Herzen


Am 2. Juli 1969 wurde der Kommerner Universitätsprofessor Hans F. Fuhs zum Priester geweiht. Sein 40-jähriges Dienstjubiläum wird er jedoch erst einen Monat später im Rahmen des Kommerner Schützenfestes vom 14. bis 16. August feiern. Foto: Bianca Metternich/pp/Agentur ProfiPress
Gemeinsam mit der Kommerner Ortsbevölkerung wird der Kommerner Universitätsprofessor und Pfarrer Hans F. Fuhs vom 14. bis 16. August sein 40-jähriges Dienstjubiläum als Priester feiern

„Ich war schon immer sehr bestrebt, mit Menschen zusammen zu arbeiten“, sagt der Kommerner Pfarrer Professor Hans F. Fuhs. Vor allem die Menschen und die Dorfgemeinschaft in Kommern liegen dem Universitätsprofessor, der seit 16 Jahren in Kommern lebt und seelsorgerisch arbeitet, sehr am Herzen. Aus diesem Grunde hat der 66-jährige Pfarrer sich nun auch dazu entschieden, sein 40-jähriges Dienstjubiläum als Pfarrer mit dem 150-jährigen Jubiläum der  Kommerner Schützen zu verbinden.
„Ich mag diesen Personenkult einfach nicht“, sagt der Kommerner Pfarrer. Außerdem sind es laut Fuhs immer dieselben Leute im Ort, die auf solchen Festen die Arbeit machen. Und da er diesen engagierten Helfern nicht zwei große Feste hintereinander zumuten wolle, habe für ihn recht schnell festgestanden, dass er sein Dienstjubiläum mit dem Schützenfest verbinden wolle.

Hans F. Fuhs wurde 1942 in Bad Godesberg geboren. Als Sohn zum NS-Regime oppositioneller Eltern aufgewachsen, wurde seine Jugend durch zahlreiche multikulturelle Begegnungen und interreligiöse Gespräche geprägt. Nach der Schulzeit widmete er sich erst einmal der Musik. So machte er sich als junger Pianist nicht nur durch die erfolgreiche Teilnahme an nationalen Wettbewerben wie bei „Jugend musiziert“, sondern auch als Stipendiat und Meisterschüler an der Musikhochschule in Köln einen hervorragenden Namen.

Da die Arbeit mit und an der Bibel den heutigen Kommerner Pfarrer jedoch schon immer fasziniert hat, begann er anschließend seine wissenschaftlichen Studien in der Altorientalistik (Semistik, Islamwissenschaften und Assyriologie). Nach Studienaufenthalten in Beirut, Kairo, Sanaa und Ädis Äbaba besuchte Hans F. Fuhs die Klöster am Tanasee. Im Jahre 1966 promovierte der heute 66-Jährige an der Universität Bonn in den Fächern Islamkunde und Semitistik. Anschließend absolvierte Hans F. Fuhs ein Theologiestudium mit dem Schwerpunkt Altes Testament. Am 2. Juli 1969 wurde Professor Hans F. Fuhs, der unter anderem noch als Akademischer Oberrat an der Universität Bonn und später an den Universitäten von Würzburg und Paderborn tätig war, zum Priester geweiht.

„Ich bin aus einer ganz bewussten Entscheidung Priester geworden“, sagt der Altorientalist und Alttestamentler Professor Hans F. Fuhs. Denn die Begegnung mit Menschen, ihren Fragen und Problemen seien für neben der Bibelwissenschaft schon immer von großer Bedeutung gewesen. „Um das, was ich in der Bibel und in der Wissenschaft an Erkenntnissen gewonnen habe, auch unmittelbar umsetzen zu können“, sagt Professor Hans F. Fuhs, habe er sich neben seinem Job als Universitätsprofessor zudem für den priesterlichen Dienst entschieden. So war er unter anderem als Subsidiar in Köln-Bayenthal und Würzburg tätig, ehe es ihn 1993 nach Kommern zog.

„Als Kölner kenne ich die Eifel schon von Kindesbeinen an“, erzählt Pfarrer Fuhs, der schon während seiner Studienzeit häufig zum Wandern in die Eifel fuhr. Neben der schönen Landschaft habe ihn schon immer die offene Art und Mentalität der Eifeler fasziniert. So habe er auch in Kommern sehr schnell Kontakte und Freundschaften geschlossen. So ist Professor Hans F. Fuhs nicht Vorsitzender der Kommerner St. Sebastianus-Bruderschaft, sondern auch im Vorstand des Vereinskartells im Ortsgeschehen aktiv involviert. Außerdem gehört der Pfarrer als Brandinspektor in Ruhe natürlich auch dem örtlichen Feuerwehrverein an. „Als Pfarrer ist es sehr wichtig, sich ins Dorfgeschehen zu integrieren“, sagt Professor Hans F. Fuhs, der den leitenden Pfarrer des Seelsorgebereichs Veytal Burkhard Möller so gut es geht unterstützt.

Gemeinsam mit Diakon Peter Gebhardt kümmern sie sich gemeinsam um die fünf Pfarreien Kommern, Obergartzem, Satzvey, Lessenich und Antweiler. „Im Laufe der vergangenen Jahre ist meine Arbeit im seelsorgerischen Bereich eher mehr, als weniger geworden“, sagt der Pfarrer und Universitätsprofessor. Doch auch nach 40 Jahren mache ihm die Arbeit mit den Menschen in den Pfarreien immer noch sehr viel Spaß. „So lange ich den priesterlichen Dienst gesundheitlich noch ausüben kann, werde ich meine Kollegen hier im Seelsorgebereich Veytal weiterhin unterstützen“, sagt Pfarrer Hans F. Fuhs, der sich schon sehr darauf freut, sein Dienstjubiläum gemeinsam mit der Kommerner Ortsbevölkerung im Rahmen des Schützenfestes vom 14. bis 16. August zu feiern.    

pp/Agentur ProfiPress

(25.6.2009)