Minister in der Bruder-Klaus-Kapelle

NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (links) wirft in Begleitung von Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick einen ersten anerkennenden Blick auf jenen "Betonklotz" im freien Feld zwischen Wachendorf und Rißdorf, der sich beim Betreten in ein inspirierendes zum Himmel offenes Gotteshaus verwandelt. Foto: ml/pp/Agentur ProfiPressMeditation und Gebet - Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick spricht Eckard Uhlenberg am Rande auch auf die Ansiedlung einer Fachhochschule für Ingenieure im Anlagenbau an – Dienstag Termin bei der Landesregierung
Eckhard Uhlenberg war von der Bruder-Klaus-Kapelle zwischen den zur Stadt Mechernich gehörenden Dörfern Rißdorf und Wachendorf ernsthaft beeindruckt: „Ich war nicht das letzte Mal hier.“ Der nordrhein-westfälische Umwelt- und Landwirtschaftsminister wird dann vermutlich alleine oder in Begleitung von Familienangehörigen oder Freunden kommen, um in Ruhe meditieren und beten zu können.

Familie Scheidtweiler lud Minister, Bürgermeister und Bauernfunktionäre in der Bruder-Klaus-Kapelle zum gemeinsamen Gebet ein. Foto: ml/pp/ProfiPressAm Freitag, 11. Juli, war Uhlenberg in Begleitung einer ganzen Armada von Landwirtschaftsfunktionären angereist: Darunter Friedhelm Decker, der Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes, und dessen Hauptgeschäftsführer Willi Bennerscheidt, Ludwig Hanebrink, der frühere Direktor der Landwirtschaftskammer Rheinland, Kammerpräsident Johannes Frizen und Dr. Martin Berges, der aktuelle Kammerdirektor.
Architektonisch wie spirituell außergewöhnlich
Uhlenberg sagte zu den Bauernfunktionären: „Sie als Landwirte leben ja in ihrem ganzen Tun in der Schöpfung und haben ganz natürlicherweise eine Beziehung zu Gott.“ Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, von Hause aus selbst Landwirt und Agraringenieur, begleitete den Minister ebenfalls in das architektonisch wie spirituell außergewöhnliche Gotteshaus. „Auch ich komme öfters hierhin“, verriet Schick dem Minister, um in stiller Zweisprache inne zu halten.

In die moderne Bronzeplastik des Heiligen Nikolaus von der Flüe hat der Schweizer Bildhauer Hans Josephsohn eine Reliquie des Schweizer Nationalheiligen, Bauern, Ehemanns und Vaters, Mönchs und Einsiedlers eingearbeitet. Foto: ml/pp/Agentur ProfiPressDer Besuch der Bruder-Klaus-Kapelle in Mechernich war bereits im Winter geplant worden, als der Kapellenstifter und Landwirt Hermann-Josef Scheidtweiler beim Festakt zum 125jährigen Bestehen des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes in Kempen für sein „gesellschaftliches Engagement“ mit der Felix-von-Loe-Plakette ausgezeichnet worden war.
Beim Festakt in Kempen beschlossen
In der Laudatio war nicht nur von Scheidtweilers jahrzehntelangem Einsatz für Landvolk und Landjugend im Rheinland die Rede gewesen und seinem Einsatz für die Entwicklungshilfe in Indien, sondern auch von dem ungewöhnlichen Kapellenprojekt, das den Wachendorfer Bauern mit dem weltberühmten Architekten Peter Zumthor in Verbindung brachte.
Beim Kempener Festakt beschlossen Landwirtschaftsminister Uhlenberg und die Funktionäre von Landwirtschaftsverband und Kammer, sich diese ungewöhnliche Bruder-Klaus-Kapelle einmal selbst vor Ort anzusehen. Dieses Vorhaben setzten sie nun am Freitag in die Tat um.

Vor dem Bronzebildnis des Heiligen Nikolaus von der Flüe brennen Opferkerzen. Die Besucher der Wachendorfer Bruder-Klaus-Kapelle haben bereits vier Gästebücher vollgeschrieben. Zurzeit liegt das fünfte aus. Foto: Manfred Lang/pp/ProfiPressEs blieb nicht bei einer architektonischen Besichtung. Hermann-Josef Scheidtweiler referierte detailreich über die ganze neunjährige Entstehungsgeschichte der Kapelle und seine Frau Trudel animierte die prominente Gästeschar erfolgreich zu Meditation, Gebet und Gesang. Und nachher servierte sie im Wachendorfer Feld Selbstgebackenes und Selbstgebrautes.
Auf Anhieb gut verstanden
Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Minister Eckhard Uhlenberg schienen sich auf Anhieb gut zu verstehen. 
Nach Besichtigung und Gebet zieht der prominente Tross wieder ab. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (vorne neben Eckhard Uhlenberg) nutzte den gemeinsamen Spaziergang zurück nach Wachendorf, um den Minister auf die zurzeit akute Problematik Mechernichs mit Truppenabbau und dem dringenden Wunsch nach Ansiedlung einer der geplanten NRW-Fachhochschulen für Ingenieure aufmerksam zu machen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPressDer Bürgermeister nutzte den gemeinsamen Spaziergang zurück nach Wachendorf, um den Minister auf die zurzeit akute Problematik Mechernichs mit Truppenabbau und dem dringenden Wunsch nach Ansiedlung einer der geplanten NRW-Fachhochschulen für Ingenieure in Mechernich aufmerksam zu machen.
Am Dienstag, 15. Juli, haben Bürgermeister und Wirtschaftsförderer Peter Dierichsweiler in Sachen Fachhochschulansiedlung einen Termin bei der Landesregierung in Düsseldorf.
pp/Agentur ProfiPress
(14.7.2008)

Foto: ml/pp/Agentur ProfiPress
Ein Minister, ein Bürgermeister, viele Funktionäre vor der Bruder-Klaus-Kapelle in Mechernich-Wachendorf (von rechts): Willi Bennerscheidt, der Geschäftsführer des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes, Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Kapellenerbauer Hermann-Josef Scheidtweiler und dessen Sohn, NRW-Minister Eckhard Uhlenberg, Ludwig Hanebrink, der frühere Direktor der Landwirtschaftskammer Rheinland, Johannes Frizen, der Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland, Friedhelm Decker, der Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes und Dr. Martin Berges, der Direktor der Landwirtschaftskammer Rheinland.
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